Schluss mit den Sorgen. Praktiziere das „Carefree Life“!

30. November 2015 en Emotionen 92 Geteilt

Das englische Wort für Sorge, preoccupation, zeigt uns, was dieses Wort bedeutet: Sich mit etwas beschäftigen (occupation), bevor es stattfindet (pre-).

Wenn wir uns also immerzu um das Morgen Sorgen machen, sind wir unfähig, den Moment zu genießen, das Heute, das Jetzt. Dies bedeutet, dass Sorgen die Gegenwart erstarren lassen, und was noch viel schlimmer ist, sie lassen das Hier und Jetzt stillstehen.

Wie oft haben wir uns wegen einem Problem dauernd im Schlaf umgedreht? Diese Energie, die wir dabei verbrauchen, eine unendliche Anzahl an Möglichkeiten durchgehen. Dies verursacht, dass wir körperlich und mental ausgelaugt sind, was wiederum genau den Gegeneffekt von dem erzeugt, was wir uns erwünschen: In dem Moment, in dem wir die Situation regeln müssen, sind wir erschöpft, und wir sind kaum dazu in der Lage, Entscheidungen zu treffen.

Und bei diesem Beispiel handelt es sich wenigstens noch um ein reales, praktisches Problem, doch wie oft beschäftigen wir uns mit einem Problem, das wir uns schlichtweg einbilden?

Es gibt Menschen, die in eine Endlosschleife voller Sorgen fallen, die sich Monster einbilden, sich Situationen vorstellen, die ihnen auf kürzere oder längere Sicht geschehen könnten.

Und sie leben nicht in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, da sie viel zu besorgt sind, Probleme zu lösen, die in wohl kaum eintreten werden. Wie seltsam sind wir menschlichen Lebewesen, nicht wahr?

Es fasziniert mich, wie gern wir uns das Leben schwer machen.

Man darf die Freiheit von Sorgen nicht mit Faulheit oder Unverantwortlichkeit verwechseln, da der sorgenfreie Mensch sich mit dem Problem im richtigen Moment beschäftigen wird, wenn es nötig ist, während der Faule oder der Unverantwortliche ihm aus dem Weg gehen will.

Und so will ich euch dazu animieren, euch weniger Sorgen zu machen: Praktiziere das „Carefree Life“ oder das Leben ohne Sorgen:

Tritt mal auf die Bremse

Wenn unser Dickkopf sich wieder auf einen Marathon eingebildeter Probleme vorbereitet, dann bremse ihn. Atme auf. Wenn wir in unserem Alltag ständig unter Stress stehen, dann fahren auch unsere Gedanken auf höchster Geschwindigkeit. Und diese Geschwindigkeit macht es, dass unsere Gedanken über das Rationale hinausgehen, so weit, dass wir sogar schon die Zukunft voraussehen wollen. Wir prophezeien Dinge, die genauso unwahrscheinlich und haarsträubend sind wie unsere Sorgen.

Sei rational. Arbeite an einer rationalen Analyse

Im Angesicht einer häufig wiederkehrenden Sorge, versuche, diese zu karikieren. Dies bedeutet nicht, dass du dich darüber lustig machst oder sie nicht ernst nimmst, sondern dass du deine Sorgen bis aufs Äußerste treibst, dass du visuell das Schlimmste darstellst, was dir passieren könnte, und du wirst sehen, dass es gar nicht so schlimm ist. Wenn du darüber nachdenkst, wirst du merken, dass alles, was möglicherweise passieren könnte, keine große Auswirkung hat.

Es gibt Dinge, die sich unserer Kontrolle entziehen, wie das Leben oder der Tod, Naturkatastrophen oder Unfälle. Und so viele Sorgen du dir darüber auch machst, es wird dir nichts helfen. Wenn du lernst, dein Leben ohne Sorgen zu leben, wirst du viel besser vorbereitet sein, mit solchen Situationen umzugehen, falls sie geschehen. Dein Verstand wird noch nicht erschöpft sein von allen möglichen Annahmen, sodass du dich mit ganzem Einsatz um die neue Situation kümmern kannst.

Delegiere Dinge an Andere

So sehr es dich besorgt, so sind zum Beispiel die Probleme deines Lebenspartners, eben genau das, die Probleme deines Partners. Sei einfühlsam und versuche ihm so sehr zu helfen, wie es geht, aber lerne, nicht die Probleme der Anderen selbst einzusaugen. Mach dir nicht das Leben mit Problemen schwer, die dich nicht betreffen, da du schon genug mit deinen eigenen zu tun hast.

Befreie dich vom „Was wäre wenn“

Das „Was wäre wenn“ ist einer dieser eingebildeten Freunde, die die schöne Angewohnheit haben, in deine Gedanken einzubrechen und eine Vielzahl an Sorgen auszulösen. Was wäre wenn… ich nicht die richtige Entscheidung treffe? Was wäre wenn… ich morgen meine Arbeit verliere?

Das „Was wäre wenn“, ganz entfernt davon dir zu helfen, erzeugt unnötigen Stress. Wenn die Entscheidung nicht richtig ist, dann wirst du so lernen, dich das nächste Mal besser zu entscheiden. Wenn sie dich morgen entlassen… mach dir keine Sorgen, denn das Leben wendet sich zum Guten, wenn du es am wenigsten erwartest.

Blumenschuhe

Da das „Was wäre wenn“ in der Regel nicht eintrifft, solltest du einmal ausrechnen, wie viel Zeit du in der Woche brauchst, um diese Art von Vorhersagen zu erstellen, und beginnen, dir etwas bereichernde Dinge einfallen zu lassen, wie du deine Zeit stattdessen verbringen kannst.

Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment

Umgeben von so vielen Sorgen, sorgen wir uns nicht um die Realität des Jetzt. Wir leben in einem fiktiven Morgen, was verhindert, dass du diesen Kaffee mit deinem Freund genießen kannst, dieses Buch, dass du so gern lesen wolltest, dieses Gespräch oder einfach das wunderbare Gefühl, dich zu entspannen und an nichts zu denken.

Lerne, dir keine Sorgen mehr zu machen. Geh auf die Straße, atme, beobachte, höre, schmecke und fühle diesen Moment. Mit all deinen Sinnen. Die Zeit fliegt, und die vergangenen Momente kehren nicht mehr zurück. Erteile dem „Was wäre wenn“ eine Absage, da du heute schon viel schönere Dinge vorhast.

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