Schlaflosigkeit durch emotionale Belastung

Emotionen können zu Schlafstörungen führen, die jedoch wiederum die Gefühlswelt der betroffenen Person beeinflussen.
Schlaflosigkeit durch emotionale Belastung

Letzte Aktualisierung: 01. August 2021

Emotionen und seelische Belastungsfaktoren können körperliche Beschwerden auslösen, die als somatoforme Störungen bezeichnet werden. Auch Schlaflosigkeit kann durch emotionale Belastung oder Stress entstehen.

Sehr viele Menschen leiden an Schlafstörungen, für die es verschiedenste Gründe gibt. Eine mögliche Ursache dafür sind belastende Emotionen. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass Schlafstörungen die Emotionen ebenfalls verändern: Betroffene sind reizbar und bewerten Situationen durch eine veränderte Gefühlswelt oft negativer. Außerdem fällt es ihnen schwerer, die Emotionen anderer Menschen zu erkennen. Wir stehen also vor einem Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt.

In unserem heutigen Artikel sehen wir uns etwas genauer an, wie sich emotionale Belastung auf den Schlaf auswirkt und was man in diesem Fall tun kann.

Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit durch emotionale Belastung

Das Schlafinstitut (IIS) unterscheidet zwischen zwei Arten von Schlaflosigkeit: Einschlafstörungen, die vorliegen, wenn Betroffene in der ersten halben Stunde nicht einschlafen können, und Durchschlafstörungen, bei denen es zu nächtlichem Erwachen kommt. Die Ruhezeit verkürzt sich dadurch und die Schlafqualität ist nicht dieselbe.

Stress bedeutet eine emotionale Belastung, die vielfach zu Schlafschwierigkeiten führt. Betroffene sind nervös und ihre Nachtruhe leidet. Bei chronischem Stress ist die Lösung nicht einfach, doch du musst unbedingt etwas unternehmen, um die Situation zu verbessern. Des Weiteren sind auch Angst und Sorgen häufige Probleme. 

Stress beeinflusst den Schlaf

Stress gehört für viele zum Alltag, hat jedoch verschiedene negative Aspekte und kann krank machen. Es handelt sich um eine emotionale Belastung, die auch die Schlafqualität beeinträchtigt. Ein gestörter Schlaf zählt meist zu den ersten Hinweisen dafür, dass es an der Zeit ist, etwas gegen Stress zu tun.

Zwar braucht jeder Mensch unterschiedlich viele Schlafstunden, doch die Schlafqualität ist für alle wesentlich. Kurzschläfern reichen bereits fünf Stunden, der Durchschnitt leigt allerdings zwischen sieben und acht Stunden Schlaf, um am nächsten Tag ausgeruht zu sein. 

Stress zerstört unsere Fähigkeit, Impulse zu stoppen. Er macht uns zu einem Auto ohne Bremsen, das am Ende über die Menschen fährt, die wir am meisten lieben.

David Fischmann

Schlaflosigkeit und emotionale Belastung als chronischer Zustand

Das National Sleep Institute erklärt sehr deutlich, dass ein vorübergehendes Schlafproblem chronisch werden kann, wenn es nicht rechtzeitig behoben wird. Dies geschieht vor allem, wenn der Grund für Schlaflosigkeit Stress ist.

Schlafmangel oder eine gestörte Nachtruhe lösen zusätzlichen Stress aus, was zu größerer Wachsamkeit und Aktivierung führt, die Ruhe verhindert. Es ist wie ein Hund, der sich in den Schwanz beißt. Ein Problem, das sich selbst nährt.

Wenn das Problem Angst ist

Angst ist auch ein Gefühl, das Schlaflosigkeit verursachen oder dadurch entstehen kann. Schlafmangel wird das Unbehagen nur zusätzlich verstärken. Sorgen und zunehmende Ängste sind die Folgen und verschlimmern die Situation. Die Angst vor verminderter Leistungsfähigkeit im Beruf, ständige Müdigkeit und Schläfrigkeit im Alltag sind nicht sehr angenehm, doch es gibt eine Lösung.

Schlaflosigkeit und emotionale Belastung: Einschätzung der Situation

Die Psychologenkammer von Madrid (COP) erklärt, dass Stress nicht negativ, sondern notwendig ist, solange wir richtig damit umgehen.

In dem Moment, in dem Stress, anstatt uns zu aktivieren, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit beeinträchtigt und beispielsweise Angstprobleme verursacht, stehen wir vor einem Problem, das so schnell wie möglich gelöst werden muss. Auf diese Weise verhindern wir, dass es unsere Lebensqualität beeinträchtigt.

Wenn emotionale Belastung Schlaflosigkeit auslöst, ist es an der Zeit, nach den Gründen zu suchen und etwas zu unternehmen.

Angst ist ein Fluss der Furcht, der durch den Geist fließt. Wenn sie gefüttert wird, kann sie zu einem Sturzbach werden, der alle unsere Gedanken wegspült.

A. Roche

Professionelle Hilfe ist wesentlich, um zu verhindern, dass emotionale Belastung Schlafstörungen verursacht, und diese wiederum die Emotionen beeinträchtigt.

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