Riskiere etwas, kämpfe und gib niemals auf

· 21. Februar 2017

Du, diesem Menschen, der sich hinter den Wörtern Kampf und Anstrengungen verbirgt. Du, diesen Menschen, der sich fragt, wie er es schafft, die Tage zu überstehen, die noch kommen werden. Du, dieser Mensch, der das Leid auf seiner Haut tätowiert hat. Du, diesem Menschen, der zwischen all dem Keuchen darauf wartet, nach Luft zu schnappen – dir möchte ich die nachfolgenden Zeilen widmen.

Um die Angst zu überwinden, muss man sie zuerst fühlen

Ich weiß, du weißt, was Angst bedeutet. Du hast das Gefühl gehabt, dass du die Kontrolle verlierst und dass nichts, was du hättest tun können, dir helfen konnt. Du hast versucht zu fliehen oder, besser gesagt, wolltest du fliehen. Aus Instinkt wolltest du zuallererst allem dem Rücken kehren und davonrennen, aber da gab es jemanden, der dich daran gehindert hat: Du selbst warst dieser Mensch, der gesagt hat: „Kämpfe!”  Es waren deine Gründe, zu bleiben, die es dir unmöglich gemacht haben, der Angst den Rücken zu kehren.

„Ich lernte, dass Mut nicht die Abwesenheit von Angst, sondern der Sieg darüber ist. Ein Mensch ist nicht mutig, wenn er keine Angst empfindet, sondern wenn er diese Angst besiegt.”

Nelson Mandela

kaempferin

Du musst als erstes die Angst in ihrem gesamten Ausmaß und ihren kalten Atem in deinem Nacken verspüren, bevor du sie besiegen kannst. Das ist keinesfalls ein schönes Gefühl und keiner von uns spürt sie gern, aber wir müssen verstehen, dass es ein vorübergehendes Gefühl ist und früher oder später wieder verschwinden wird. Es sind die Gewitterwolken der Angst, die aufziehen, und wenn du nur lange genug wartest, verziehen sie sich wieder und lösen sich in Luft auf. Sie können vielleicht zurückkommen, aber da du deine Angst schon einmal besiegt hast, wirst du sie auch wieder besiegen können.

Noch nie hat ein ruhiges Meer einen guten Kapitän hervorgebracht

Du hast gefühlt, wie das Wasser die Form eines wilden Flusses durch ein Tal voller ungelegener Augenblicke und Worte angenommen hat. Du hast vergebens versucht, diesem Meer mit einem Damm entgegenzuwirken und mit der Zeit hast du gelernt, dass es besser ist, stets zuzulassen, dass sich das Wasser einen Weg sucht. Doch du weißt nun, dass du die Macht darüber hast, zu entscheiden, welchen Weg es fließt.

Denn Wasser zieht uns hinunter und wir können darin ertrinken, aber es reinigt auch und formt. Wasser kann auf seinem Weg angehäuften Schmutz wegspülen und ein trübes Gewässer auf einmal wieder klar und rein werden lassen.

Genau so wie bei einem Regenbogen, der erst dann sichtbar wird, wenn es geregnet hat, und an dem wir uns so sehr erfreuen, hast du erst kämpfen müssen, um die süßen Früchte des Erfolgs genießen zu können. Dank dieser Kraftanstrengungen hast du gelernt, dass es die Stürme, die dich so oft unter Wasser gezogen haben, überstanden werden müssen, um dort hinzukommen, was du als Ziel verfolgst.

Wir dürfen uns auch ausruhen und mitreißen lassen

Dein Kampf ist zu einer Gewohnheit geworden und das führt dazu, dass es dir schwerfällt, dich fallen zu lassen. Dich überkommt das Gefühl, dass du nicht wieder aufstehen könntest, wenn du dir ein paar Minuten der Ruhe gönnst, um dich hinzusetzen, kurz innezuhalten und deine Umgebung zu beobachten.

Doch als erfahrener Kapitän weißt du, dass du den Wind und das Meer für dich nutzen kannst, wenn der Sturm mal nicht nachlässt, um mit der Zeit zu arbeiten, und du dich dann in ruhigeren Zeiten ausruhen kannst.

schiff

Eine Schiffsreise ist lang und die Sicht ist während dieser Reise ganz unterschiedlich und ändert sich auch. Immer wenn du deine Umgebung betrachtest, verändert sich die Landschaft und es ist schwierig, etwas zu erblicken, das deine Augen vor einigen Augenblicken sahen. Nur ein Kapitän kann bestimmen, ob er seinen Anker hin und wieder auswirft, um zu beobachten, oder sich treiben lässt.

Kämpfe für das, wofür es sich zu kämpfen lohnt

Wenn du es bis dahin geschafft hast, dann weißt du eines ganz sicher: Es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Also kämpfe! Angst und Leid sind nur Mitreisende, die eines Tages das Schiff wieder verlassen. Aber Zufriedenheit wegen eines erreichten Erfolgs zu verspüren, ist ein Gefühl, das für immer bleibt. Denke immer an das altbekannte Sprichwort: Was einen nicht tötet, macht einen nur stärker.

„Da ich bis hierher gekommen bin, könnte ich (…) noch weiterrennen.”

Forrest Gump

Gib nicht auf, leide, kämpfe, weine, mache weiter, fluche, riskiere etwas, schreie, versuche es, falle hin, stehe wieder auf, falle wieder hin, versuche es erneut, stelle dir vor, wie es wäre, träume davon, wache auf, erreiche es und lass daraus Realität werden. Vergiss nicht, dass du vielleicht Glück brauchst, um das zu bekommen, wonach du suchst. Doch um dich von deinen Ängsten zu befreien, brauchst du nur auf deine Freiheit zurückzugreifen. Kämpfe gegen deine Ängste und für deine Freiheit!