Psychopathie bei Kindern: Symptome, Ursachen und Behandlung

· 29. April 2019

Psychopathie bei Kindern ist eine Störung, über die es sich lohnt, mehr zu wissen. Denn ganz deutlich ausgesprochen, geht diese Erkrankung mit einem hohen Maß an Aggressivität und der Neigung zur Zerstörung einher und kann daher die Familie, das soziale Umfeld und die gesamte Gesellschaft auf eine Zerreißprobe stellen. Denn Betroffene sind offensichtlich nicht in der Lage, Empathie zu zeigen oder bestimmte Emotionen zu verspüren.

Zwei Dinge sollten wir uns ebenfalls vor Augen halten: Erstens leben wir in einer Gesellschaft, in der die Anzahl der gewalttätigen Verbrechen steigt. Zweitens scheinen immer mehr jüngere Menschen gewalttätig zu werden. Wir glauben daher, dass es wichtig ist, diese Erkrankung bei Patienten verschiedener Altersgruppen zu studieren, und zu untersuchen, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt.

Warum tritt Psychopathie bei Kindern auf?

Wir wissen immer noch nicht, was Psychopathie verursacht. Es gibt jedoch einige Theorien und Hypothesen zu dem Thema, die wir uns ansehen wollen. Allerdings beschreiben sie jeweils nur teilweise, warum jemand an dieser schweren Störung erkrankt, und sind daher nicht als abschließende Erklärung zu betrachten.

Es gibt biologische Theorien, die auf die Rolle von Hormonen wie Testosteron oder Anomalien in der Gehirnstruktur hinweisen. Andererseits bieten Lerntheorien einen Erklärungsansatz, in dem sie auf die Folgen von Missbrauchs in der Kindheit hinweisen. Soziale Theorien hingegen sprechen von sozialen Veränderungen, die ethische und moralische Prinzipien aufweichen. Sie können durchaus hilfreich sein, um den Anstieg von psychopathischen Störungen zu erklären.

Eine Junge ist wütend.

Heute sind die wichtigsten Theorien, um diese Erkrankung zu erklären, die Interaktionstheorien. Diese gehen davon aus, dass biologische einschließlich genetischer Faktoren die Psychopathie verursachen oder in ihrer Entstehung zumindest eine wichtige Rolle spielen.

Im Hinblick auf die Psychopathie bei Kindern müssen wir weiterhin auf Bildungsfaktoren achten. Soziale Faktoren inklusive des Verhaltens der Eltern und Betreuer beeinflussen das Verhalten von Kindern maßgeblich. Darüber hinaus kann die Umgebung eines Kindes es auf den einen oder anderen Lebensweg lenken.

Wesentliche Merkmale einer psychopathischen Persönlichkeit

2003 beschrieb Robert D. Hare die wesentlichen Merkmale der psychopathischen Persönlichkeit:

  • Oberflächlicher Charme und angenehme Konversation: Psychopathen tun nichts anderes, als zu blenden und zu schauspielern.
  • Psychopathen sind egoistisch und anmaßend: Dieser Typ Mensch ist narzisstisch eingestellt. Folglich denken diese Personen nur an ihr eigenes Wohlbefinden und die Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Auch folgen sie nicht den sozialen Normen. Stattdessen folgen sie nur ihren eigenen Regeln und Impulsen.

Je nach Alter kann sich Selbstsucht bei jedem Kind manifestieren. Aber im Laufe der Zeit verschwindet diese Sucht oder reduziert sich auf ein normales Niveau, wenn das Kind reift und lernt. Ein Kind hingegen , das eine psychopathische Persönlichkeit entwickelt, manifestiert anhaltende Selbstsucht. Außerdem fordert es die Befriedigung seiner Bedürfnisse ein, hartnäckig und unnachgiebig. Schließlich wird dieses Kind der einschüchternde Anführer einer Gruppe von Freunden oder Klassenkameraden. Dieses Merkmal tritt mit zunehmenden Alter des Kindes stärker hervor.

Betroffene Kinder sind aggressiv.

  • Mangel an Reue oder Schuld: Psychopathen macht es nichts aus, anderen zu schaden. Mit anderen Worten, sie können großen Schaden anrichten und sind dennoch unfähig, Reue oder Schuld zu empfinden. Diese mangelnde Reue hängt insbesondere mit ihrer Fähigkeit zusammen, jedes ihrer Verhalten zu rechtfertigen. So vermeiden es Psychopathen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.
  • Mangel an Einfühlungsvermögen: Alle diese Merkmale beruhen auf einem Mangel an Einfühlungsvermögen. Psychopathen haben weder die Fähigkeit noch das Interesse, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Da es ihnen generell an Empathie mangelt, ist es für sie schwierig oder gar unmöglich, authentische emotionale Bindungen aufzubauen.
  • Psychopathen sind Manipulatoren oder Lügner: Diese Art von Menschen ist stur. Selbst wenn wir sie bei einer Lüge erwischen, hören sie nicht auf, zu lügen. Vielmehr bauen sie ihre Geschichte weiter aus und schaffen so ein komplexes Netz von Lügen und Widersprüchen.

Behandlung von Psychopathie bei Kindern

Psychopathie bei Kindern bringt Betroffene schon jungem Alter zum Lügen. Ihre ersten Opfer sind normalerweise ihre Eltern, Geschwister oder Spielgefährten. Unter bestimmten Umständen können diese Kinder lernen, ihren Ärger zu kontrollieren. Aber auf lange Sicht sind sie dazu selten in der Lage. So können Eltern ihre auffällige Persönlichkeit frühzeitig erkennen und eingreifen.

Da es sich bei der Psychopathie um eine Persönlichkeitsstörung handelt, sind die Behandlungsmöglichkeiten noch sehr begrenzt. In der Tat verlieren Betroffene sehr selten ihre psychopathischen Merkmale. Betroffene und ihr Umfeld können nur versuchen, diese Charakterzüge zu regulieren.

Es gibt zwei sehr wichtige Aspekte, die wir berücksichtigen sollten, um diese Erkrankung zu verstehen. Zuerst sollten wir uns die Umgebung des Kindes ansehen. Zweitens ist es entscheidend, in welchem ​​Alter die Eltern oder Betreuer die Störung zum ersten Mal wahrnehmen. Die Früherkennung der Störung und ein Behandlungsbeginn, bevor das Kind acht oder neun Jahre alt wird, kann die Erfolgschancen erheblich erhöhen.