5 Aspekte, die das psychologische Wohlbefinden ins Wanken geraten lassen

· 25. April 2016

In der westlichen Gesellschaft sind wir stets auf der Suche nach einer Spiritualität, die uns nicht übersinnliche Fähigkeiten verleiht, sondern uns das Gefühl gibt, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben, aber ohne übermäßige Schuldgefühle und ein Gefühl von ständiger Verantwortung für unser Handeln – das sogenannte psychologische Wohlbefinden.

Manchmal suchen wir einfach nur einem spirituellen Führer, der unser Leben angenehmer macht oder dafür sorgt, dass alles wieder in geregelten Bahnen verläuft, anstatt uns zu hinterfragen und Leid zu empfinden.

Diese Suche nach Spiritualität steht in direktem Zusammenhang mit einem anderen Konzept, welches dafür verantwortlich ist, dass die Arztpraxen der Psychologen prall gefüllt sind: Diese Patienten möchten sich gut fühlen, sind auf der Suche nach Frieden und möchten mit sich selbst ins Reine kommen – sie alle suchen das spirituelle und psychologische Wohlbefinden.

Wie finden wir das spirituelle und psychologische Wohlbefinden?

In der Psychologie werden auch Ratschläge in Bezug auf die Themen „Spiritualität“ und „das psychologische Wohlbefinden“ gegeben, die ihren Ursprung nicht nur in alten und religiösen Weltbildern haben, sondern von der wissenschaftlichen Psychologie erwiesen wurden.

Aber dieses spirituelle und psychologische Wohlbefinden ist definitiv nicht etwa ein Thema, das einfach willkürlich an den Haaren herbeigezogen wurde. Wir können es sehr wohl finden, aber nur wenn wir Bemühungen, Anstrengungen und Zeit investieren.

Aus diesem Grund endet die Suche nach dem psychologischen Wohlbefinden erst, wenn wir uns darauf einlassen.

In diesem Artikel werden die folgenden 5 erforschten und erwiesenen Aspekte näher erläutert, die das spirituelle und psychologische Wohlbefinden eines jeden erschüttern:

  • Neid.
  • Der Vergleich mit anderen.
  • Die ständige Bewertung unseres eigenen Lebens.
  • Idealismus.
  • Pessimismus.
Haende umarmen Sonne

Neid

Oft unterscheiden wir zwischen „gesundem Neid“ und „Missgunst“, obwohl wir keine wirkliche Unterscheidung finden, wenn wir ihre Definitionen einmal näher betrachten.

Wegen einer bestimmten Sache für einen Moment lang neidisch zu sein ist etwas vollkommen Normales, solange wir uns nicht danach sehnen, wie die zu beneidende Person zu sein oder ihr etwas Schlechtes wünschen. Doch wenn dieser Zustand über einen längeren Zeitraum hinweg mit der gleichen Intensität anhält, ist dieser Neid nicht mehr gesund.

Neid und Missgunst sind dafür verantwortlich, dass wir uns unnütz und manchmal sogar aggressiv fühlen. Diese und andere damit verbundene Gefühle sind pures Gift für uns.

Jemand anderen zu beneiden bedeutet, ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken als uns selbst.

Der Vergleich mit anderen

Dass wir uns mit anderen vergleichen ist etwas, das wir seit unserer frühsten Kindheit tun, um mithilfe dieses Wettbewerbs einen Erfolg zu erzielen. Gleichzeitig möchten wir damit der von der Gesellschaft vorgegebenen „Normalität“ entsprechen.

Doch leider wird uns viel zu selten mitgeteilt, dass jeder von uns einzigartige Fähigkeiten besitzt, einen unverwechselbaren Charakter hat und in unterschiedlichen Umständen lebt.

Für gewöhnlich vergleichen wir uns mit jemandem, der in unseren Augen ein besseres Leben führt als wir, missachten dabei die Individualität des Menschen und fördern unsere eigene Frustration.

Tulpen

Uns in ständigem Wettstreit mit unseren Mitmenschen zu sehen, entfernt uns daher von unserer eigenen Realität, lässt falsche Vorstellungen und manchmal auch große Versagensängste entstehen.

Das ist die Geburtsstunde des Neids, auch wenn es eigentlich nicht in unserer Natur liegt, dieses Gefühl zuzulassen.

Wenn du glaubst, dass du einem Beispiel oder einer Person folgen solltest, um dein Leben zu gestalten, kannst du das ja tun, aber du solltest dies in Übereinstimmung mit deinen Wertvorstellungen realisieren. Und du solltest darauf achten, dass das mit deinen Lebensumständen vereinbar ist und deine Ziele nicht in unerreichbarer Ferne liegen.

Die ständige Bewertung unseres eigenen Lebens

Wenn wir das, was wir und andere im Gegensatz machen, unaufhörlich bewerten, werden wir irgendwann verbittert und neurotisch. Auch neigen wir dann gern dazu, andere zu beurteilen – eine gemeinsame Angewohnheit von frustrierten Menschen.

Wir sollten versuchen, unser Leben zu leben, ohne alles immer bis ins kleinste Detail zu analysieren. Denn das Leben ist keine Gleichung, die es zu lösen gilt, sondern besteht aus Erfahrungen und Gefühlen.

Idealismus

Personen und Situationen zu idealisieren ist ein weitverbreitetes Phänomen, welches sich normalerweise auf die Vergangenheit und die Zukunft bezieht.

Der Unterschied dazwischen, sich Ziele zu setzen oder etwas zu idealisieren, ist klar definiert: Bei Ersterem geht es darum, sich auf das Handeln zu konzentrieren, und bei Letzterem legen wir unseren Fokus auf die Grausamkeit unserer vergangenen Fehler und auf den fehlenden Realismus in Verbindung mit unseren zukünftigen Zielen.

In der gleichen Art und Weise, in der wir die Vergangenheit idealisieren und glauben, dass früher alles besser war, idealisieren wir auch zukünftige Situationen, von denen wir glauben, dass wir sie erleben werden, um unsere schreckliche Gegenwart dadurch zu ersetzen.

Pessimismus

Dem idealistischen Denken ist der Pessimismus entgegengesetzt. Im Gegensatz zu der allgemeinen Vermutung, sind beide Denkweisen im Verstand von ein und derselben Person heimisch.

Wenn wir dazu neigen, etwas zu idealisieren und sich das dann nicht bewahrheitet, bleiben unsere Erwartungen unbefriedigt – ein Gefühl von Kontrollverlust und Enttäuschung kann uns überkommen.

Fehlende Kontrolle gegenüber einem bestimmten Aspekt unseres Lebens hat zur Folge, dass wir verzweifelt sind und die Welt schwarzmalen.

Daher müssen wir unsere Erwartungen an die Realität anpassen, dürfen uns keine falschen Hoffnungen machen, etwas Unmögliches zu erreichen.

Mit dem psychologischen Wohlbefinden kommt gleichzeitig die Spiritualität

Wenn wir diese 5 Faktoren vermeiden, sind wir mental ausgeglichener und gleichzeitig spiritueller. Durch Meditations- und Mindfulness-Übungen, oder aber auch durch andere Techniken, erlangen wir unser psychologischen Wohlbefinden zurück. Dadurch werden wir uns unserem Körper bewusster und können die Seele baumeln lassen.

Hierbei geht es darum, uns von all dem zu befreien, was uns beschäftigt, was weder gut für uns ist, noch uns nützt und der Vergangenheit angehört.

Wenn wir erst einmal herausgefunden haben, welche dieser Aspekte uns unser psychologisches Wohlbefinden rauben, können wir beginnen, uns nach und nach von ihnen und von Gedanken zu trennen, die uns schaden. Wir können sie durch nützlichere Dinge, wie durch Meditiationsübungen, ersetzen.

Deine Probleme zu dramatisieren, macht sie nur noch schlimmer. Doch die oben genannten Methoden können dir dabei helfen, dass du dir deiner Gegenwart bewusst wirst und dein eigenes Licht findest, dazu in der Lage bist, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, aber vor allem dein mentales Wohl zu finden. Denn somit wirst du erkennen, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt.