Paul Éluard und die surrealistische Bewegung

6. Juli 2019
Paul Éluard war der Gründer der surrealistischen Bewegung und ein Meister der französischen Lyrik. Erfahre in unserem heutigen Artikel mehr über sein Leben.

Paul Éluard ist einer der bedeutendsten Dichter der surrealistischen Bewegung. Er hatte eine sehr starke literarische Präsenz und wusste sich sehr gut auszudrücken. Aufgrund seiner großen Sentimentalität wurde er zu einem der weltweit bekanntesten Dichter. Er schrieb über die Liebe, Freiheit und den Krieg. All das tat er mit der für ihn charakteristischen Leidenschaft und Passion.

“Die Sprache meiner Liebe ist keine menschliche Sprache und mein menschlicher Körper berührt nicht das Fleisch meiner Liebe.”

Paul Éluard

Wie dies schon bei zahlreichen anderen großen Poeten der Fall war, begründete sich auch Éluards Erfolgsgeheimnis darin, dass er seine Gedichte mit großer emotionaler und intellektueller Aufrichtigkeit verfasste. Seine Verse sind gekennzeichnet von einer subtilen und tiefgründigen Authentizität. Sein Leben verlief nicht immer einfach, aber er war kreativ und intelligent genug, auch die schweren Zeiten zu überstehen. Seine Existenz und sein Leben verliefen ähnlich eloquent und vielschichtig wie er dies als Mensch auch selber war.

Paul Éluard - Foto

Paul Éluard: der kränkelnde Junge

Paul Éluard wurde am 14. Dezember 1885 in Frankreich geboren. Er stammte aus dem sehr proletarischen Bezirk Saint-Denis bei Paris. Als er 12 Jahre alt war, besuchte er das Lycée Colbert. Allerdings musste er diese Schule mit 16 wieder verlassen, da er an Tuberkulose erkrankte. Danach verbrachte er eine lange Zeit in der Schweiz, wo er sich allmählich wieder regenerierte.

Während dieses Aufenthaltes las er Werke von Whitman, Baudelaire, Nerval, Rimbaud, Hölderin und Lautréamont. Sein erstes eigenes Werk, Premiers Poèmes, wurde im Jahr 1913 veröffentlicht. Nachdem er die Tuberkulose überstanden hatte, wurde er 1915 für den 1. Weltkrieg eingezogen.

Paul Éluard konnte überall und unter allen erdenklichen Umständen schreiben. Inmitten des Krieges schrieb er zwei seiner bedeutendsten Werke: Le Devoir (1916) und Le Devoir et l’Inquiétude (1917). Als im Jahr 1917 die Kompanie, in der er diente, mit Gas angegriffen wurde, erlitt er dadurch einen Lungenschaden. Daher wurde er wieder nach Paris zurückgeschickt.

Gala, seine Muse

Während seines zweiten Aufenthaltes in Paris, traf er sich erneut mit einer Frau, der er zuvor bereits schon begegnet war: Elena Ivanovna Diakonova, besser bekannt als Gala. Sie heirateten im Jahr 1917.

Allerdings war Gala sehr freigeistig und verliebte sich bei ihrer ersten Begegnung mit Max Ernst hoffnungslos in ihn. Éluard  gewährte ihr diesen Freiraum. Nach einiger Zeit lebten die drei zusammen.

Doch es dauerte nicht sehr lange und dann traf Gala die Liebe ihres Lebens: Salvador Dalí. Aus diesem Grund ließ sie sich im Jahr 1929 von Paul Éluard scheiden. Obwohl diese Trennung den Poeten sehr verletzte, entschied er sich dazu, die Welt zu bereisen. Während dieser Reisen schrieb er ganz wundervolle Gedichte.

Paul Éluard - ernsthaft

Paul Éluard: ein belastbarer und widerstandsfähiger Mann

Nach seiner Scheidung heiratete Paul Éluard noch zwei weitere Male. Zuerst heiratete er eine Frau, die er „Nusch“ nannte, sie stand für Picasso Modell. Die Hochzeit fand 1934 statt. Allerdings starb seine zweite Frau im Jahr 1954. Danach heiratete er Dominique. Mit dieser Frau war er dann bis zu seinem Tod verheiratet.

Im Laufe all dieser Jahre entwickelte sich Paul Éluard zur Stimme der Freiheit. Er trat in die kommunistische Partei ein und schrieb über Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Während des zweiten Weltkrieges inspirierte er durch seine Werke auch die Widerstandsbewegung, die Resistance. Daher musste er in den Untergrund gehen und sich verstecken.

Seine Gedichte gegen den Krieg sind wahre Meisterwerke, genau wie seine Liebesgedichte auch. Seine Fähigkeit, Gefühle und Notlagen in Worte zu fassen, machen seinen Stil einzigartig und besonders. Paul Éluard war wahrlich ein Meister der französischen Lyrik.

  • Nadeau, M., & Riviere, M. P. (1972). Historia del surrealismo (p. 137). Barcelona: Ariel.