Ornithophobie oder die Angst vor Vögeln: Was du dagegen tun kannst!

Die Angst vor Vögeln kann dein tägliches Leben erschweren. Der heutige Artikel konzentriert sich auf eine Reihe von Selbsthilfeübungen, um dieses Problem zu überwinden.
Ornithophobie oder die Angst vor Vögeln: Was du dagegen tun kannst!

Letzte Aktualisierung: 23. August 2021

Die Ornithophobie oder die Angst vor Vögeln ist eine irrationale Reaktion, die das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. Eine Therapie kann helfen, angstlos durch den Alltag zu kommen, ohne Orte, an denen sich viele Vögel aufhalten, meiden zu müssen.

Die Überwindung der Ornithophobie ist jedoch nicht einfach und verlangt Betroffenen einige Anstrengungen ab. Du solltest unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn du davon betroffen bist. 

“Es heißt Ornithophobie, und eines Tages wird es als echte Behinderung anerkannt werden, und der Vermieter wird per Gesetz verpflichtet sein, ein riesiges Netz über das Gebäude zu spannen. Was schade ist, denn ich habe Angst vor Netzen.”

Sheldon aus “The Big Bang Theorie”

Tipps gegen Ornithophobie

Traumatische Erfahrungen sind der Ursprung der meisten Ängste und Phobien, ebenso wie Unwissenheit und erlernte Verhaltensweisen. Das Ziel einer Intervention ist daher, eine positive oder zumindest neutrale Erfahrung mit dem gefürchteten Objekt zu erzeugen.

So ist es bei Angst vor Vögeln unter anderem wichtig, möglichst viele Informationen über das Tier zu erhalten, um positive Gefühle erzeugen zu können. Du musst wissen, dass keine Gefahr besteht und dir ein Vogel nichts anhaben kann. Zwar kannst du dich selbst informieren, um dich mit diesen Tieren so gut wie möglich anzufreunden, doch die psychologische Unterstützung eines Experten ist immer vorzuziehen, besonders wenn die Angst sehr intensiv ist.

Tipps gegen Ornitophobie


1. Information über Vögel

Informiere dich über Vögel, besonders über diejenigen, die dir am meisten Angst machen. Kenntnisse über ihr Verhalten, ihre Überlebensstrategien und ihre Rolle in der Natur können das Ausmaß deiner Angst verringern.

Du kannst damit beginnen, Informationen über harmlose Vögel zu sammeln. Wenn du weißt, unter welchen Bedingungen die Tiere mit größerer Wahrscheinlichkeit angreifen, wirst du dich definitiv sicherer fühlen. Außerdem ist es nützlich, etwas über ihren Lebensraum zu lernen und wann sie sich einem Menschen nähern.

Dieses Wissen wird dir helfen, Vögel aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und dich auf ihre positiven Eigenschaften zu konzentrieren. Wenn du mehr über sie erfährst, kannst du mit einigen Mythen aufräumen, die du vielleicht über sie gehört hast.

2. Versuche, dich Vögeln allmählich zu nähern

Überlege dir, wo du Vögeln begegnen könntest und erstelle eine Liste mit 10 Dingen im Zusammenhang mit Vögeln, die dir Angst bereiten. Beginne mit jenen Dingen, die dir weniger Angst einflößen und schreibe an die zehnte Stelle, die schlimmste Situation, die du dir vorstellen kannst.

Danach musst du beginnen, die auf der Liste genannten Situationen Schritt für Schritt zu überwinden. Am besten machst du dir einen Zeitplan, um jeden Tag einen Schritt nach vorne zu gehen. Du solltest versuchen, jeden Punkt der Liste öfters zu wiederholen, um deine Angst überwinden zu können. Bewerte die Intensität deiner Angst und wiederhole die Annäherung so lange, bis sie nur noch schwach ist.

Allmählich kannst du so die Liste abarbeiten. Lasse dir dabei so lange Zeit wie nötig. Zusätzlich kannst du Entspannungsübungen machen, während du dich mit dem Objekt deiner Angst auseinandersetzt.

Möglicherweise musst du psychologische Hilfe in Anspruch nehmen! Nämlich dann, wenn deine Angst nicht nachlässt oder wenn du nach einer Weile keine Fortschritte erzielst.

3. Lerne, die Annäherung zu genießen

Wenn du beim 10. Punkt angelangt bist, hast du dich schon einfachen Reizen ausgesetzt und dich sicher schon irgendeinem Vogel genähert. Du hast dann bereits den wichtigsten Schritt zur Überwindung deiner Angst vor Vögeln erreicht. Jetzt ist es an der Zeit, die negativen Gefühle durch positive zu ersetzen und zu versuchen, mit einem dieser Tiere in Kontakt zu treten. Bleib dabei ruhig und versuche, nicht wegzulaufen.

Bleib in der Nähe des Vogels, aber halte etwas Abstand. Gehe etwas näher heran, wenn es dein Angstpegel es zulässt. Nachdem du etwas über Vögel gelernt hast, wirst du wahrscheinlich in der Lage sein, zu erkennen, um welche Art es sich handelt. Du weißt, dass er dir nichts tun kann und du in Sicherheit bist. Zusätzlich zu diesem Schritt solltest du vielleicht ein Vogelschutzgebiet besuchen, in dem die Tiere frei leben.

Sobald du in der Nähe eines Tieres bist, nutze die Gelegenheit, es zu beobachten und seinen Körper, seine Farben und vor allem sein Verhalten zu erforschen. Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn du in der Nähe von Vögeln bist. Tatsächlich werden sie sich wahrscheinlich vor dir fürchten und sich dir nicht einmal nähern. Versuche also, keine plötzlichen Bewegungen zu machen und eine entspannte Körperhaltung beizubehalten. Es mag ein wenig weit hergeholt erscheinen, doch wenn du mit den Tieren sprichst, fühlst du dich wohler und nimmst sie als freundlicher wahr.

Ein Vogel auf einer Fensterbank: Überwinde deine Ornithophobie!


Analysiere deine Ornithophobie

Du kannst deine Ornithophobie überwinden, indem du die oben genannten Übungen durchführst. Das Wichtigste ist jedoch, dass du dir deiner Grenzen bewusst bist und nicht versuchst, sie zu überschreiten. Ziehe auf jeden Fall professionelle Hilfe in Betracht.

Du kannst die Angst jedoch vermutlich auch allein überwinden, und das ist gut, weil es dein Selbstvertrauen stärkt und dich sicherer fühlen lässt. So wirst du stärker und kannst nicht nur diese Angst, sondern auch jede andere Ängste oder Unsicherheiten kontrollieren.

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