Nervosität ade: Was hilft gegen innere Unruhe?

Der menschliche Körper ist für Dauerstress nicht gerüstet. Fehlt uns das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, macht uns diese Belastung auf Dauer krank. Lies weiter, wir haben ein paar Tipps für dich, um dies zu verhindern.
Nervosität ade: Was hilft gegen innere Unruhe?

Letzte Aktualisierung: 17. März 2022

Viele von uns kennen das Problem: Die Hände zittern, das Herz klopft gefühlt bis zum Hals und der Atem geht zu schnell. In Stresssituationen sind diese Symptome keine Seltenheit. Doch immer häufiger leiden wir auch im Alltag unter den typischen Anzeichen innerer Unruhe.

Wie entsteht innere Unruhe?

Der menschliche Körper ist für Dauerstress nicht gerüstet. Fehlt uns das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, macht uns diese Belastung auf Dauer krank. Wir fühlen uns zunehmend nervös, gehetzt und gereizt. Abends fällt es schwer, den Stress des Alltags auszublenden und abzuschalten. Kommen wir durch das Gedankenkarussell nachts nicht in den Schlaf, fehlt uns am nächsten Tag das Konzentrationsvermögen. Daraus entwickelt sich ein Kreislauf, der auf die Dauer ein gesundheitliches Risiko darstellt.

Um das zu verhindern, sollten Betroffene bereits bei den ersten Anzeichen stressbedingter Nervosität nach einer Lösung suchen. Wie sich innerer Unruhe vorbeugen lässt, verrät Stiftung Warentest beispielsweise in einem im Februar 2022 veröffentlichten Ratgeber.

Tipps gegen innere Unruhe: Entspannungsübungen nehmen den Druck aus dem Alltag

Wer unter ständiger Nervosität leidet, fühlt sich dauerhaft ausgelaugt und gestresst. Hilfreich kann es sein, den ständigen Druck aus dem Alltag zu nehmen. Plane gezielt Entspannungsmomente in deine Woche ein. Beispielsweise gönnst du dir nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder dem Meeting mit den Kollegen zu Hause ein heißes Schaumbad. Das warme Wasser, sanfter Kerzenschein und beruhigende Musik bringen dich zur Ruhe. In der entspannten Atmosphäre fällt es leichter, den Alltagsstress für einen Moment zu vergessen und nur im Hier und Jetzt zu leben.

Ebenso können Entspannungsübungen gegen den Dauerstress und seine Symptome helfen. Leidest du in einer akuten Stresssituation unter Kurzatmigkeit und starkem Herzklopfen, gönnst du dir ein paar Minuten Ruhe. Schließ die Augen und konzentriere dich auf deine Atmung. Indem du tief ein- und ausatmest, bekommt dein Körper ausreichend Sauerstoff. Der Puls sinkt wieder und auch der rasende Herzschlag beruhigt sich. Um diesen Effekt zu stärken, kannst du dir vor deinem inneren Auge einen „Erholungsort“ vorstellen.

Fällt es dir schwer, Atemübungen und autogenes Training in den Uni- oder Arbeitsalltag zu integrieren? Um innere Ruhe und Achtsamkeit zu trainieren, kannst du zu Hause mit einfachen Meditationsübungen starten.

Welche natürlichen Mittel bringen uns zur Ruhe?

Tee gegen Unruhe und Nervosität
Beruhigungstee kann gegen Nervosität und innere Unruhe helfen.

Gegen viele Symptome innerer Unruhe können Haus- und Naturmittel Abhilfe schaffen. Wer beispielsweise nachts schlecht in den Schlaf findet, kann sich laut Studien mit Baldrian behelfen. Das milde Beruhigungsmittel soll sich positiv auf den Einschlafprozess und deine Schlaftiefe auswirken. Ein guter Schlaf mindert die Anzeichen der stressbedingten Nervosität, gegen die auch CBD Kapseln wirken. Einen ähnlichen Effekt erzielst du mit Johanniskraut oder Lavendelöl.

Möchtest du dich vor oder nach einem stressigen Tag entspannen, integrierst du ein entschleunigendes Ritual in deinen Alltag. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um einen Beruhigungstee zu trinken. Bereits das Zubereiten und Einschenken des Heißgetränks kann unangenehme Stressgefühle mindern. Indem du dir eine kleine Auszeit gönnst und die Aromen bewusst wahrnimmst, sinkt der Stresspegel. Den Effekt verstärkst du, indem du dir Tee aus beruhigenden Heilpflanzen aussuchst.

Gegen Erschöpfung, Angstzustände und Nervosität stellt beispielsweise Lavendeltee eine gute Lösung dar. Schluck für Schluck hilft dir eine Tasse Tee dabei, den Blutdruck zu senken und Körper und Geist zu entspannen. Für die Zubereitung brauchst du zwei Teelöffel der getrockneten Lavendelblüten. Sie enthalten ätherische Öle, die sich leicht verflüchtigen. Daher solltest du das Teewasser nicht kochen, sondern nur auf rund 80 Grad Celsius erwärmen. Die Blüten lässt du abhängig von der gewünschten Geschmacksintensität drei bis zehn Minuten ziehen.

Bevorzugst du eine andere Geschmacksrichtung, wählst du als Beruhigungstee beispielsweise:

  • Lindenblütentee,
  • Pfefferminztee,
  • Kamillentee,
  • Weißdorntee oder
  • Zitronengrastee.

Suchst du nach Heilpflanzen, die sich positiv auf deine Stimmung auswirken, kannst du alternativ Ringelblumentee oder Rosmarintee trinken. Möchtest du lieber ein gekühltes Getränk zu dir nehmen, kann ein großes Glas Buttermilch gegen die innere Unruhe hilfreich sein.

Wie kann man innerer Unruhe vorbeugen?

Kaffee fördert Unruhe
Zu viel Koffein kann die Symptome innerer Unruhe verstärken.

Möchtest du verhindern, erneut unter den Symptomen stressbedingter Nervosität zu leiden, solltest du deinen Alltag entschleunigen. Es kann bereits helfen, über den Tag verteilt kleine Entspannungspausen einzuplanen. In diesen trinkst du deinen Beruhigungstee, machst ein bisschen Yoga oder gehst an der frischen Luft spazieren. Bewegung hilft dabei, den Kopf freizubekommen. Gleichzeitig steigt dadurch die Sauerstoffsättigung im Blut und die Durchblutung wird angeregt. Die Selbstheilungskräfte deines Körpers werden aktiviert und du fühlst dich insgesamt entspannter.

TIPP: Vielen Menschen kann bereits ein kurzer Spaziergang dabei helfen, die Kreativität zu fördern und dadurch Probleme, die sie stressen, zu lösen.

Die innere Unruhe wird nicht nur durch Stress ausgelöst. Da Koffein den Herzschlag beschleunigt und den Körper dadurch in einen Alarmzustand versetzt, wird zu viel Kaffeegenuss eine Mitschuld an entsprechenden Symptomen zugeschrieben. Auch kann es sinnvoll sein, in Phasen verstärkter Nervosität auf Alkohol zu verzichten. Denn dieses Genussmittel kann ebenfalls den Blutdruck erhöhen und nachts zu Durchschlafproblemen führen.

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