„Mutter“ – ein schöner Kurzfilm über die Wichtigkeit der Zusammenarbeit in der Familie

· 2. Oktober 2016

Wir als Gesellschaft zwängen jede Mutter in diese Rolle der Superheldin, die alles bewerkstelligen kann. Wir bewundern unsere Mütter für ihre Fähigkeit, zu handeln, für ihre Stärke und ihre unglaubliche Art, sämtlichen Bedürfnissen der gesamten Familie nachzukommen.

So sehr wie wir für die Gleichberechtigung der Frau kämpfen, gehen wir gleichzeitig aber auch davon aus, dass die Frau als Mutter jeder Situation gewachsen ist und sich tagtäglich um den Haushalt zu kümmern hat. Aus diesem Grund ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, unsere Vorstellungen und deren Übereinstimmung einmal zu hinterfragen.

Der Kurzfilm, über den wir in diesem Artikel sprechen, verdeutlicht dieses Thema perfekt. Es scheint wie pure Magie, denn letztendlich sehen wir nicht, was passiert, wenn sich eine Mutter zerreißt, um alles zu bewältigen.

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Mutter – ein großartiger Film, um sich vor Augen zu führen, was diese Rolle bedeutet

Der Originaltitel dieses kleinen aber feinen, animierten Kurzfilms, der 2015 von einer Gruppe von Studenten aus Kanada, die sich Kokorosh Study  nennt, gemacht wurde, lautet Mother.  In fünf Minuten wird auf eine wunderschöne Art und Weise die Herausforderung veranschaulicht, vor der jede Mutter Tag für Tag steht: alles unter einen Hut zu bekommen.

Allem gerecht zu werden, immer die helfende Hand in einer Familie und der ständige Ansprechpartner bei Problemen zu sein, ist eine Verantwortung, die hauptsächlich die Mütter tragen. Jedoch sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es nicht gerecht ist, dass sie regelrecht alles tun müssen und es daneben ziemlich erschöpfend ist, dieser mütterlichen Verpflichtung nachzukommen, was die Gesellschaft ja noch immer auf versteckte Weise von der Mutter erwartet.

Nach dem Motto „Auf dass es endlich Gehör finde“  wird mit dem Kurzfilm Mother  darauf abgezielt, dass sich mehr Menschen über die Rolle der Mutter Gedanken machen. Dieses Video ging um die Welt und wurde sogar für die Annie Awards in der Kategorie „Bester Studentenfilm“ nominiert. Sehen wir es uns doch an und machen uns ein paar Gedanken dazu…

Wir sollten diese Thematik einmal näher betrachten, überlegen, ob wir uns in diesen Bildern des Videos wiederfinden und einen Blick auf unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft werfen. Mütter können nicht all dem gerecht werden, was der Titel der Kriegerin und der unvergleichlichen und herausragenden Mutter von ihnen abverlangt. Wichtig ist doch, dass sie uns Leben schenken, sich um uns kümmern und uns lieben, so wie sie es tun.

Dieser süße Kurzfilm zeigt die Wichtigkeit der Zusammenarbeit innerhalb der Familie auf und veranschaulicht, welche Rollen wir einnehmen müssen, um uns von der soziokulturellen Last zu befreien, die der Titel der Mutter mit sich bringt. Das ist in jeglicher Hinsicht gewinnbringend und es gibt doch keine bessere Möglichkeit, die Gleichberechtigung real werden zu lassen.

Für die Entwicklung von Kindern ist es unheimlich wichtig, dass sie lernen, zusammenzuarbeiten

Es ist wichtig, dass Kinder im Haushalt mithelfen und dass jedes Familienmitglied altersgerechte und angemessene Aufgaben übertragen bekommt. Das kann damit beginnen, dass sie von klein auf lernen, ihre Spielsachen aufzuräumen, dabei helfen, den Tisch zu decken und nach dem Essen wieder abzuräumen, ihre Kleidung vom Boden aufzuheben, ihr Bett zu machen, etc.

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Normalerweise haben wir eine genaue aber falsche Vorstellung davon, dass es gewisse Verantwortungen gibt, die wir in der Kindheit nicht übernehmen sollten. Doch in Wahrheit ist das, was wir in einem bestimmten Alter lernen, genau das, was den späteren Erwachsenen ausmacht. Gleichzeitig beeinflusst das die Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl des Kindes und führt dazu, dass das Kind sozioemotionale Fähigkeiten entwickelt, die ihm sein Leben später erleichtern.

Es ist wichtig, dass ein Kind nicht die Verantwortung für etwas übernimmt, weil es glaubt, „ich helfe meiner Mama“, denn genau das ist es, was wir nicht wollen, dass eine Mutter die Verpflichtung für alles hat, nur weil sie eine Mutter ist.

Wenn es uns gelingt, diesen Grundgedanken zu ändern, können wir auch leichter ein gesundes Bewusstsein dafür erschaffen und eine Gleichberechtigung erreichen. Im Bereich der frühkindlichen Erziehung und der Kinder- und Jugendpsychologie sagt man so schön: „Die Routine und die dem Kind gemäß seines Entwicklungsstadiums übertragenen Verantwortungen sind für das Kind tragende Wände seines Hauses.“

Dieses Gleichgewicht zu garantieren und die Zusammenarbeit innerhalb der Familie und im Haushalt zu stärken ist die einzige Möglichkeit, eine angemessene Rollenverteilung zu schaffen, die für jedes Familienmitglied ein emotionales Wohlbefinden bedeutet, und das beginnt bei der Mutter und dem Vater und endet bei den Kindern.

Deine Mutter wird da sein,
auch wenn alle anderen verschwunden sind

Es gibt viele verschiedene Mütter und nicht jede
weiß, wie man es richtig macht… >>>Mehr