Mit ein bisschen Leidenschaft lässt sich schon viel erreichen

· 28. April 2016

Wir Menschen haben uns an nicht-hinterfragbare Forderungen und absurde Zwänge gewöhnt. Wir setzen uns selbst einem enormen Maß an Druck aus und sind dann am Ende des Tages voller Anspannung und Sorge.

Die Gesellschaft, in der wir leben, sagt uns, dass wir bestimmte Dinge tun sollten oder müssen, dass wir den und den Job wählen oder dass wir uns in einer bestimmten Weise verhalten sollten – vor allem, wenn wir in dieser Welt etwas gelten wollen. Dies alles wird uns wie ein absolutes Dogma aufgezwungen.

Mann denkt nach

Entscheiden wir uns dazu, diesem wirklich unnatürlichen, absurden und unrealistischen Dogma Folge zu leisten, werden wir uns ständig unter Druck fühlen, weil wir uns immer wieder selbst Dinge vorhalten wie: „Ich muss attraktiv sein! Ich muss ausgesprochen gut in meinem Job sein! Meine Kinder müssen perfekt erzogen sein! Ich muss ein perfektes Bild malen!“

Eine interessante Tatsache ist aber: Wenn wir uns all diesen Zwängen hingeben, entwickeln wir in uns etwas, das von Psychologen als „mentale Blockade“ bezeichnet wird. Das bedeutet, dass wir uns so sehr unter Druck setzen und den an uns gestellten Anforderungen eine solch wichtige Rolle beimessen, – als würde unser Leben davon abhängen – dass wir am Ende scheitern werden, dass wir nicht unser volles Potenzial abrufen können oder dass wir nicht in der Lage sein werden, die Sache pünktlich zu Ende zu bringen, weil wir so viel Angst davor haben, dabei zu versagen.

Wenn wir Projekte und Pläne voller Sorge und Anspannung abschließen, wird das Resultat meistens ziemlich mittelmäßig sein. Das wiederum sorgt dafür, dass wir schlecht von uns selbst denken und uns wiederum die Bürde auflegen, „dass wir es beim nächsten Mal besser machen sollten!“

Der Schlüssel, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen, ist, dass wir uns dessen bewusst werden, dass wir diejenigen sind, die uns selbst all diese Anforderungen aufbürden. Es ist leider wahr, dass unsere Gesellschaft uns einige oberflächliche Nachrichten mit auf den Weg gibt, die uns sagen wollen, wie wir zu sein haben und uns verhalten sollen. Aber am Ende bist du es selbst, der entscheidet, ob du diesen Idealen folgen möchtest oder nicht.

Hindernisse ueberwinden

Es hat sich erwiesen, dass diejenigen, die ein Projekt – ob privat oder beruflich – ohne Zwang und einfach nur aus Leidenschaft und Freude angehen, weitaus mehr erreichen, als jene, die ständig unter Druck stehen.

Eine von Leidenschaft getriebene Person muss natürlich auch arbeiten und sich anstrengen, aber sie tut dies mit Liebe, weil sie das, was sie tut, auch genießen möchte. Das ist ihr Ziel. Wenn das Resultat gut wird, ist es umso besser. Aber wenn es nicht so gut wird oder sich als kompletter Reinfall entpuppt, weiß die Person immer noch, dass dies nicht das Ende der Welt ist.

Aus Fehlern kann man lernen und in ihnen steckt ein Schlüssel zum Erfolg. Und selbst wenn man nach vielen Rückschlägen immer noch keine nennenswerten Resultate hat hervorbringen können, geht davon die Welt nicht unter. Das Leben hält zahlreiche, interessante Alternativen bereit, die wir entdecken können – während wir gleichzeitig den Weg genießen können!

Es ist sehr wichtig, dass wir verstehen, dass in uns ein kleines Kind schlummert, das einfach jeden Moment genießen und mit dem Rest der Welt teilen möchte.

Kind mit ausgestreckten Armen

Am Ende des Tages ist doch das wichtigste Ziel eines Menschen, glücklich zu sein. Und damit wir glücklich werden können, ist es notwendig, dass wir all die Steine und Lasten wieder aus unserem Rucksack herausnehmen und uns von all diesen „Ich sollte…“  und „Ich muss…“  lossagen, denn kein Mensch sollte oder muss irgendetwas tun.

Wenn wir von diesen geistigen Ketten befreit werden, die wir uns ursprünglich selbst angelegt hatten, erkennen wir, dass glücklich zu sein und zu leben eigentlich eine leichte Sache ist. Dann können wir uns nämlich überlegen, was wir tun wollen, ohne dabei Angst zu haben. Dann geht es nicht mehr um die Angst vor der Meinung unserer Gesellschaft und um das Ringen um ihre Zustimmung, um die Angst vor dem Versagen. Dann geht es einfach darum, das Leben zu genießen und das, was notwendig ist, anzugehen, einfach weil wir es wollen. Nicht mehr und nicht weniger.

Dann stellst du plötzlich fest, dass das kleine Kind in dir in jeder Situation und über alles lachen kann, denn in jedem Moment gibt es einen Grund zu lachen und zu spielen. Und genau das ist das Leben ja auch – ein Spiel. Und zu spielen bedeutet Freude, Zufriedenheit und das Leben so zu genießen, wie es ist, ohne sich Dinge auferlegen zu müssen.

Sie dich selbst an… hast du Arme? Beine? Einen gesunden Verstand, mit dem du denken kannst? Etwas zu essen und zu trinken? Und sogar noch Dinge darüber hinaus? Wenn du all das und noch mehr besitzt, kannst du dich glücklich schätzen. Dann hast du im Grunde schon alles, was es braucht, um dich von deiner Leidenschaft antreiben zu lassen und das, was du tust, auf entspannte Art und Weise zu erledigen.

Blumen im Gesicht

Tu die Dinge, weil du sie tun möchtest, weil du dich auf sie freust und weil du eine Leidenschaft für sie hast, und nicht, weil du dir davon irgendetwas erhoffst, außer vielleicht dein Wohlbefinden.

Kündige doch deinen Bürojob, wenn du lieber kreativ bist und deine Leidenschaft eigentlich eher das Formen von Skulpturen ist! Oder versuche dir zumindest einen neuen Weg mit dem, was du gern magst, zu eröffnen! Verlasse doch diesen Partner, von dem du weißt, dass er dich nur verletzt! Es gibt nichts, wovor du Angst haben müsstest und das, was du auf diese Weise erreichst, wird dir am Ende mehr Zufriedenheit bringen, als alles, was du jemals erreichen könntest – nämlich glücklich zu sein.

Deswegen sprich dir das Folgende wie ein Mantra vor: „Heute beginne ich damit, mir selbst zu erlauben, mich von meiner Leidenschaft antreiben zu lassen. Ich werde die Macht hinter all den Zwängen beiseitelegen, denn mit ein bisschen Leidenschaft lässt sich schon viel erreichen.“