Ändere deine Sichtweise und lass Freude in dein Leben!

19. November 2015 en Emotionen 119 Geteilt

Was hältst du davon, wenn du gleich heute noch damit anfängst, ein paar kleine Gewohnheiten in deinen Alltag mit einzubauen? Lass uns doch den Tag mit dem einfachen Vorhaben beginnen, nur das Gute zu sehen und die positiven Aspekte deines Lebens und deiner momentanen Lebensumstände hervorzuheben.

Lass mich raten, das fällt dir schwer oder? Das glaube ich dir, weil es uns allen, entgegengesetzt der allgemeinen Meinung, einfacher fällt, hauptsächlich von den schlechten Seiten des Lebens zu sprechen. Das ist nicht nur einfacher, sondern auch praktischer. Diese Sätze kommen jedem von uns bekannt vor: „Merkst du, dass einfach nichts funktionieren mag?“ – „Ich weiß einfach nicht, wie ich mit dieser Person umgehen soll. Sie macht mir das Leben zur Hölle!“ – „Eigentlich hast du recht. Mir geht es genauso und das macht mir immer mehr Angst.“

Es gibt Momente, in denen es uns so vorkommt, als würden die Probleme anderer und die Dramen des Alltags ihre Kräfte vereinen, aus denen ein Teufelskreis immer schlimmer werdender Problemsituationen entsteht. Es fühlt sich dann so an, als würde die Sonne gar nicht mehr für uns lachen wollen. Und das ist sehr ungesund.

Die schönen Seiten des Lebens zu sehen ist weder egoistisch noch verschließen wir damit die Augen vor der Realität und unseren Problemen. Die Sichtweise zu ändern und Freude in unser Leben zu lassen ist eine viel konstruktivere Herangehensweise, die uns im Alltag helfen kann. Bringen wir nun also ein bisschen Licht ins Dunkel und versuchen zu verstehen, wieso das so ist und wie das gehen soll:

Freude in sein Leben zu lassen bedeutet nicht, der Traurigkeit aus dem Weg zu gehen

Positiv zu denken und Freude zu empfinden heißt nicht gleichzeitig, dass wir unsere Probleme ignorieren. Ich bin für mein eigenes Glück verantwortlich und ich bin mir über all das, was mir Leid bereitet hat, im Klaren. Und trotzdem habe ich mich dazu entschieden, mit erhobenem Haupt und optimistisch durchs Leben zu gehen, weil ich nur so die Vollkommenheit des Lebens erfahre und auch für meine Mitmenschen eine Bereicherung sein kann.

„Die guten Seiten des Lebens sehen“ ist definitiv nicht nur der typische Motivationsspruch jedes Ratgebers zum Thema Selbstbewusstsein. Dieser Satz hilft uns tagtäglich, um nicht in einem dunklen Sumpf schlechter Gefühle und Erfahrungen zu versinken, und um weiter zu machen. Denken wir doch einmal kurz darüber nach: Viele von uns haben doch schon mal schlimme Zeiten durchlebt, und unsere momentane Gegenwart lässt auch nichts Gutes verheißen. Wenn wir uns aber jeden Tag nur auf das Schlechte konzentrieren, dann hindern wir uns selbst am Weiterkommen und es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Wir dürfen negative Gefühle nicht unterschätzen. Pessimismus ist wie eine Krankheit, die sich langsam ausbreitet, und die unter Umständen sogar ansteckend sein kann. Wie oft mussten wir schon vor diesem einen Familienmitglied oder diesem einen Freund fliehen, der uns mit seinem nicht enden wollenden Leid herunterzog? Eine „gesunde“ Distanz vor diesen Mitmenschen zu bewahren, ist kein egoistisches Verhalten sondern Selbstschutz.

Die Sichtweise hin zum Positiven zu ändern und Freude in unser Leben zu lassen, stärkt unsere Wahrnehmung von innen heraus. Gleichzeitig überträgt sich unser Optimismus auch auf andere. Natürlich fällt eine optimistische Einstellung nicht immer leicht. Es gibt Tage, an denen es fast unmöglich erscheint, die Dinge nur positiv zu sehen und dadurch Freude in unser Leben zu lassen. Aber glaube mir, den Versuch ist es wert! Denn eine positive Lebenseinstellung ist Balsam für Geist und Seele. Leid raubt uns Kraft und Traurigkeit erschöpft uns, aber in jedem negativen Gedanken ist auch ein Stück Wut verborgen. Deshalb sollten wir mit Pessimismus sehr vorsichtig umgehen.

Freude

Wie können wir uns auf die schönen Aspekte des Alltags konzentrieren?

Wie können wir also Tag für Tag optimistisch durchs Leben gehen und Freude empfinden, obwohl wir uns eigentlich gerade gar nicht so fühlen? Eins vorab – einfach wird es nicht. Deshalb ist es wichtig, dass du zuerst versuchst, diese Strategien in deinen Alltag mit einzubauen:

1. Setze dich mit deinen Sorgen und deinem Schmerz auseinander. Versuche, diese Gefühle zu verstehen, und finde heraus, welche Art von Sorge oder Schmerz dich gerade plagt, woher diese kommen und was du tun kannst, um ihnen die Stirn zu bieten. Wenn es dir nicht gelingen sollte, eine Lösung für diese Probleme zu finden, weil du gerade einen Verlust, eine Enttäuschung, einen Betrug oder ein einfaches „Tschüss“ zu verarbeiten hast, dann versuche dieses Problem aber so bald wie möglich anzugehen. Denn je eher du dich damit befasst, desto eher kannst du dich von diesem Problem verabschieden.

2. Gehe pessimistischen Gesprächen aus dem Weg. Jeder von uns gerät manchmal in diesen Strudel voller negativer, ja schon fast „anhänglicher“ und fataler Gedanken. Trenn dich von ihnen, denn sie nützen dir rein gar nichts!

3. Positive Gedanken schaffen: Heute wird mein Tag! Heute wird mir alles gelingen! Heute werde ich mich einfach gut fühlen!

4. Ersetze negative durch positive Gefühle: „Ich bin ein Versager.“ – „Ich verdiene nur das Beste.“

5. Lebe im Hier und Jetzt: Hoffe nicht darauf, dass es dir morgen besser gehen wird oder darauf, dass dir dein Vorhaben zu einem anderen Zeitpunkt gelingen mag. Lebe nicht in der Zukunft, sondern erfreue dich an der Gegenwart. Sei jetzt und heute glücklich, und lass die Freude jeden Tag dein Begleiter sein.

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