Nach jedem Regen folgt Sonnenschein

· 9. November 2015

Wie oft machen wir uns einfach zu viele Sorgen? Vergeht ein Tag, an dem wir nicht darüber nachdenken, wie es uns an unserem neuen Arbeitsplatz gehen wird, wie es unserem Kind einmal in der Schule ergehen wird, oder wie es um unsere Ehe bestellt ist? Und wie oft malen wir uns das Ende dieser Ereignisse nicht selbst und mit schönen Farben aus, damit die Sonne, die sich hinter den Wolken verbirgt, letztendlich für uns heller scheint, als wir zuvor angenommen haben?

Weil wir Menschen nun mal so sind. Unser Verstand funktioniert manchmal schneller als uns das lieb ist und wir sollten den entspannten Lebensstil in unseren stressigen Alltag einbauen, der voll von Sorgen ist und ihn uns generell öfter ins Gedächtnis rufen.

Wir sollten damit aufhören, ständig über alles nachzudenken! Denn am Ende des Tages gibt es für alles irgendeine Lösung, und die Sonne lacht wieder für uns. So wie es ein altes Sprichwort besagt: „Für alles gibt es eine Lösung, außer für den Tod.“  Dieses Sprichwort behält Recht und deshalb sollten wir unserem Kopf ein bisschen Ruhe gönnen und nicht versuchen, die Zeit vorzudrehen, denn das wird uns nicht gelingen und die Zeit wird alles von allein regeln. Und wenn wir uns vornehmen, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, dann werden wir das letztendlich auch mit Sicherheit schaffen.

„Ich habe keine Arbeit.“ – „Ich habe keinen Partner.“ – „Ich habe die Beziehung zu ihm beendet.“ – „Daheim läuft es nicht gut.“  – Wenn du deinen Arbeitsplatz, deine Liebe oder Stabilität in deinem Leben verloren hast, dann zerbrich dir nicht den Kopf darüber, weil der Kompass des Lebens dir dabei helfen wird, einen neuen Weg zu finden. Denn alles wird sich irgendwann wieder einrenken. Nach jedem Regen folgt Sonnenschein.

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Das Leben ist wie ein Fluss – manchmal fließen wir hoch oben über den Bergen, kraftvoll und lebendig, ohne dass wir wissen, wohin uns der Weg führen wird, und manchmal müssen wir steinige Täler durchqueren und schwierige Hürden nehmen, die wir wiederum schon kennen und durchquerten, bis wir ins Meer mündeten, um etwas neues anzufangen und einen anderen, unbekannten Weg einzuschlagen.

Ständig machen wir uns über diese Hürden unberechtigte Sorgen. Und das Einzige, zu dem uns diese Sorgen führen, ist zu Angst- und Stresssituationen, niemals zu etwas Gutem – weder physisch noch psychisch gesehen. Wir sollten uns über den Fluss an sich keine Sorgen machen, weil er uns nach und nach den Weg aufzeigt, ohne dass wir großartig danach suchen oder unaufhörlich über ihn nachdenken müssen.

Ich werde dir eine Geschichte erzählen. Jemand, den ich kenne, und der dem Tod schon sehr nahe war – ein junger, gesunder Mensch, der eigentlich einem der schönsten Ereignisse seines Lebens entgegenfieberte, der sich dann aber für diese Person und für alle, die sie liebten, in einen wahren Albtraum verwandelte – erwartete ein Kind und kam bei dessen Geburt fast ums Leben.

In diesem Moment wurde mir bewusst, dass es ein tatsächliches Drama gewesen wäre, wenn wir sie verloren hätten, und dass wir uns nur in solchen Momenten wirklich sorgen sollten, und die alltäglich Probleme keinesfalls Dinge sind, über die wir uns Sorgen machen sollten, denn diese renken sich irgendwann wieder ein, so wie bei einem Puzzle, bei dem sich nach und nach die Teile zu einem Ganzen zusammenfügen und man am Ende das ganze Bild sieht.

Denn vor uns allen liegt ein persönliches Puzzle, aber wir sollten dieses ruhig angehen und diesem Zeit geben. Oder hast du ein riesiges Puzzle schon mal in nur einer Minute gepuzzelt? Es stimmt schon, dass wir die Lösung einiger Probleme von heute auf morgen oder durch plötzliche Eingebung finden, aber wahrscheinlich müssen wir Vorarbeit leisten, die hinter dieser überraschenden Lösung steckt, und diese dann nicht mehr so einfach erscheinen lässt.

Deswegen sollten wir uns alle in unserem Alltag etwas entspannen. Du hast vielleicht den Bus verpasst und kommst nun etwas später, dann ist das jetzt aber nun mal so; das Essen wird nicht bis um zwei Uhr auf dem Tisch stehen, dann eben um halb drei; du wolltest zur Bank, aber sie hat bereits geschlossen, dann komm morgen wieder; du hast vielleicht einen Fehler auf der Arbeit gemacht, morgen berichtigst du ihn einfach oder du hattest eine Auseinandersetzung mit jemandem, morgen ist ein neuer Tag und ihr steht euch eventuell anders gegenüber und respektiert euch.

Was wir aber auf keinen Fall tun sollten, ist, unsere Sorgen mit ins Bett zu nehmen und selbst im Schlaf weiter nachzugrübeln, weil uns etwas über den Tag so sehr beschäftigt hat, denn nach jedem Regen folgt Sonnenschein.