Mit der Rathus-Skala das Durchsetzungsvermögen messen

29 Mai, 2020
Das Durchsetzungsvermögen ist eine großartige menschliche Eigenschaft. Aber weißt du, wie selbstbewusst du bist? Anhand der Rathus-Skala ist es möglich, das Durchsetzungsvermögen zu messen.
 

Die von Dr. Spencer A. Rathus entwickelte Rathus-Skala ist ein Test zur Messung deiner Durchsetzungsfähigkeit. Als soziale Fähigkeit ist Durchsetzungsvermögen für dein Wohlbefinden unerlässlich. Wenn du weißt, wie du deine Gedanken und Bedürfnisse ausdrücken und deine Rechte verteidigen kannst, kannst du deine Beziehung zu anderen stärken und dein Selbstwertgefühl verbessern. Obwohl nicht jeder selbstbewusst geboren wurde, ist es eine Fähigkeit, die du entwickeln kannst.

Um diese Fähigkeit zu verbessern, kannst du bestimmten Tipps und Strategien folgen. Durchsetzungsvermögen kann beispielsweise gewalttätiges Verhalten beim Menschen reduzieren. Außerdem verbessert es die Selbstachtung, Werte und Selbstvertrauen. Ohne ein gutes Maß an Durchsetzungsvermögen brauchen die Menschen länger, um diese Eigenschaften zu entwickeln.

„Es ist das Markenzeichen einer gebildeten Person, skeptisch gegenüber akzeptierten Ansichten zu bleiben und selbst die populärsten Überzeugungen als Arbeitsannahmen zu betrachten.“

-Spencer A. Rathus-

Ein Lehrer unter Schülern sollte durchsetzungsfähig sein

Die Rathus-Skala, um das Durschsetzungsvermögen zu messen

Die Rathus-Skala ist weiterhin gültig und nützlich. Manche betrachten sich als sehr durchsetzungsfähig, aber manchmal wird dies mit Aggressivität verwechselt. Der Test kann helfen, zwischen Aggressivität und Durchsetzungsvermögen zu unterscheiden. Darüber hinaus hat die Rathus-Skala auch einen anderen Zweck als Trainingsleitfaden.

 

Was wird damit gemessen?

Die Rathus-Skala kann Folgendes messen:

Mit der Rathus-Skala kann zwischen Aggressivität und Durchsetzunsvermögen unterschieden werden

Welche Fragen beinhaltet die Rathus-Skala?

Die Rathus-Skala besteht aus 30 Fragen mit 6 möglichen Antworten, von sehr charakteristisch für mich bis sehr untypisch für mich. Die Fragen von Rathus aus dem Jahre 1973 lauten:

  1. Die meisten Leute scheinen aggressiver und durchsetzungsfähiger zu sein als ich.
  2. Ich habe aufgrund meiner Schüchternheit gezögert, Termine zu vereinbaren oder zu akzeptieren.
  3. Wenn das Essen in einem Restaurant nicht zu meiner Zufriedenheit serviert wird, beschwere ich mich beim Kellner oder der Kellnerin.
  4. Ich achte darauf, die Gefühle anderer Menschen nicht zu verletzen, auch wenn ich das Gefühl habe, verletzt worden zu sein.
  5. Wenn sich ein Verkäufer große Mühe gegeben hat, mir Waren zu zeigen, die nicht ganz geeignet sind, fällt es mir schwer, „nein“ zu sagen.
  6. Wenn ich gebeten werde, etwas zu tun, bestehe ich darauf zu wissen, warum.
  7. Es gibt Zeiten, in denen ich nach einem guten, energischen Argument suche.
  8. Ich bemühe mich voranzukommen, ebenso wie die meisten Menschen in meiner Position.
  9. Um ehrlich zu sein, nutzen mich die Leute oft aus.
  10. Ich beginne gerne Gespräche mit neuen Bekannten oder Fremden.
  11. Oft weiß ich nicht, was ich zu Menschen sagen soll, die ich attraktiv finde.
  12. Ich zögere nicht, mit Unternehmen und Institutionen zu telefonieren.
  13. Wenn ich mich für einen Job oder die Zulassung an einer Universität bewerbe, mache ich dies lieber schriftlich, als durch persönliche Gespräche.
  14. Ich finde es peinlich, Waren zurückzugeben.
  15. Wenn mich ein enger und angesehener Verwandter nerven würde, würde ich meine Gefühle unterdrücken, anstatt meinen Ärger auszudrücken.
  16. Ich habe es vermieden, Fragen zu stellen, aus Angst dumm zu klingen.
  17. Während eines Streits habe ich manchmal Angst, dass ich mich so aufrege, dass ich am ganzen Körper zittere.
  18. Wenn ein berühmter und angesehener Dozent einen Kommentar abgibt, den ich für falsch halte, wird das Publikum auch meinen Standpunkt dazu hören.
  19. Ich vermeide es, mit Angestellten und Verkäufern über Preise zu streiten.
  20. Wenn ich etwas Wichtiges oder Wertvolles getan habe, schaffe ich es, andere darüber zu informieren.
  21. Ich verstecke meine Gefühle nicht; ich teile offen und aufrichtig, wie ich mich fühle.
  22. Wenn jemand falsche und schlechte Geschichten über mich verbreitet hat, sehe ich ihn oder sie so schnell wie möglich und „rede“ darüber.
  23. Es fällt mir schwer, „nein“ zu sagen.
  24. Ich neige dazu, meine Gefühle zu unterdrücken, anstatt eine Szene zu machen.
  25. Ich beschwere mich über den schlechten Service in einem Restaurant und anderswo.
  26. Wenn ich ein Kompliment erhalte, weiß ich manchmal einfach nicht, was ich sagen soll.
  27. Wenn sich ein Paar in meiner Nähe in einem Theater oder bei einem Vortrag ziemlich laut unterhält, würde ich sie bitten, still zu sein oder ihre Unterhaltung woanders fortzusetzen.
  28. Jedem, der versucht, sich in einer Reihe vor mich zu drängen, steht ein guter Kampf bevor.
  29. Ich kann schnell eine Meinung äußern.
  30. Es gibt Zeiten, in denen ich einfach nichts sagen kann.
 
Die Rathus-Skala testet, wie wir uns in bestimmten Situationen verhalten

Bewertung der Rathus-Skala

Wenn es um die Bewertung des Tests geht, ist zu berücksichtigen, dass es positive und negative Antworten gibt. Die Summe der Punkte ergibt eine Zahl, die dann den Prozentsatz an Durchsetzungsvermögen einer Person angibt. Entsprechend deiner Ergebnisse kannst du als nicht durchsetzungsfähig, leicht durchsetzungsfähig, durchsetzungsfähig oder aggressiv angesehen werden.

Anschließend erklärt dein Psychiater, an welchen Aspekten du arbeiten solltest, welche Werkzeuge du dafür verwenden solltest und wie du sie am besten einsetzt und deine persönlichen Bedürfnisse verbessern kannst.

Kurz gesagt, ein gutes Durchsetzungsvermögen kann erlernt, entwickelt und verbessert werden. Es geht darum, deine Unsicherheiten und sozialen Ängste zu bewältigen, um Grenzen zu setzen und sicherer mit anderen umzugehen.

 
  • Gustafson, R. (1992). Una prueba psicométrica sueca del Rathus Assertiveness Schedule.  Psychological Reports , 71 (6), pág. 479. doi: 10.2466 / pr0.71.6.479-482.
  • Rathus, SA (1973). Un cronograma de 30 ítems para evaluar el comportamiento asertivo. Behavior Therapy , 4 (3), págs. 398–406. doi: 10.1016 / s0005-7894 (73) 80120-0.
  • Rathus, S. A. (1973). A 30-item schedule for assessing assertive behavior. Behavior Therapy4(3), 398–406. https://doi.org/10.1016/S0005-7894(73)80120-0