Mehr Geduld und Gelassenheit: hilfreiche Tipps

Wir haben zunehmend das Bedürfnis der Unmittelbarkeit, das jedoch oft nicht erfüllt werden kann. Geduld ist eine Tugend, die du dir aneignen solltest, um dein Wohlbefinden zu fördern.
Mehr Geduld und Gelassenheit: hilfreiche Tipps

Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2021

Geduld ist eine Tugend, die nicht immer einfach ist. Wir alle erreichen irgendwann unsere Grenzen, manche sind gelassener, andere hingegen lassen sich schneller aus der Ruhe bringen. Wir präsentieren heute einige Tipps, die dir helfen werden, dich in Geduld und Gelassenheit zu üben, denn diese Fähigkeit fördert dein Wohlbefinden.

Geduld und Gelassenheit: Wozu?

Geduld ist die Fähigkeit, etwas zu ertragen, das lange dauert oder unangenehm ist, ohne die Ruhe oder Beherrschung zu verlieren. Im Alltag erleben wir viele Situationen, die unsere Geduld auf die Probe stellen. Ein typisches Beispiel dafür ist Stau. Viele werden in dieser Situation unruhig oder verlieren die Nerven.

Ungeduld kann zu Frustration, Ärger, Wut oder Verzweiflung führen. Die Folgen sind oft riskante Manöver, um Zeit oder das Gefühl der Kontrolle zurückzugewinnen.

Deswegen ist es wichtig, sich in Geduld zu üben und gelassener zu werden. Du kannst dadurch Stress, Angst und Frust reduzieren und dein Wohlbefinden fördern.

Frau verliert die Geduld und Gelassenehit am Steuer

Sich in Geduld und Gelassenheit üben: 4 Schlüssel zum Erfolg

Ungeduld ist mit bestimmten Verhaltensweisen verbunden, die die Gesundheit beeinträchtigen können. Reach et al. (2011) veröffentlichten eine Studie, in der sie den Einfluss von Geduld auf die Therapietreue von Diabetikern untersuchten. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Ungeduld die Therapietreue negativ beeinflusst. Dieses Verhalten kann also auch zu Entscheidungen führen, welche die Gesundheit gefährden. 

Mit folgenden Tipps kannst du dich besser beherrschen, deine Ungewissheit kontrollieren und gelassener reagieren. Setze sie in die Praxis um!

1. Akzeptiere Ungewissheit als Teil des Lebens

Du musst lernen, Ungewissheit im Leben zu akzeptieren. Es gibt nur wenige Dinge auf der Welt, über die wir tatsächlich Kontrolle haben. Dies zu leugnen, führt zu Frustration. Du kannst das Verhalten anderer, das Wetter und viele weitere Faktoren nicht kontrollieren, das ist nur eine Illusion. Du musst akzeptieren, dass viele Dinge im Leben unvorhersehbar sind, um dich besser darauf einzustellen.

2. Lerne, Wartezeiten zu nutzen

Wenn du von Natur aus ungeduldig bist, solltest du die Wartezeiten sinnvoll nutzen. Stell dir vor, du sitzt im Wartezimmer und es dauert noch ein Weilchen, bis der Arzt dich ruft. In dieser Zeit kannst du E-Mails abrufen oder senden, eine Zeitschrift lesen, deinen Terminkalender aktualisieren… Nutze die Zeit, um nicht das Gefühl zu haben, sie sinnlos zu verschwenden!

3. Übe dich in Achtsamkeit

Achtsamkeit ermöglicht es dir, dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Diese Technik ist hilfreich, da Ungeduld mit der Angst vor einer ungewissen Zukunft zusammenhängen kann. Du kannst Achtsamkeit selbst praktizieren oder einen Kurs absolvieren.

Mann praktiziert Achtsamkeit für mehr Geduld

4. Atem- und Entspannungsübungen für mehr Geduld und Gelassenheit

Lange Wartezeiten führen zu Stress und Anspannung. Deshalb sind auch Atem- und Entspannungsübungen hilfreich. Du beruhigst dich damit, baust Ängste ab und wirst gelassener.

Übe dich in Geduld und Gelassenheit, diese Tipps werden dir dabei helfen!

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Geduld bedeutet allerdings mehr als nur warten. Sie ist eine gelassene Art der Erwartung, eine Art Pause unserer Sehnsucht.



  • Reach, G., Michault, A., Bihan, H., Paulino, C., Cohen, R., & Le Clésiau, H. (2011). Patients’ impatience is an independent determinant of poor diabetes control. Diabetes & metabolism, 37(6), 497-504.
  • Jex, S. M., Adams, G. A., Elacqua, T. C., & Bachrach, D. G. (2002). Type A as a moderator of stressors and job complexity: A comparison of achievement strivings and impatience‐irritability. Journal of Applied Social Psychology, 32(5), 977-996.