Meditation und andere nicht-pharmakologische Therapien

25. September 2017 en Kuriositäten 152 Geteilt

Wenn du eine Krise erlebst, gibt es verschiedene Techniken, die deine Lebensqualität verbessern können. Diese Techniken können die perfekte Ergänzung zur medikamentösen Behandlung sein, wenn du krank bist, oder einfach nur etwas Schwung in dein Leben bringen, wenn es das ist, was fehlt. Sie alle fallen unter die Kategorie der nicht-pharmakologischen Therapien und schließen Meditation, Reiki, Musiktherapie und viele mehr ein.

Lasst uns also eine kleine Reise unternehmen und diese Therapien und den Einfluss, den sie auf unser körperliches und psychologisches Wohlbefinden haben, untersuchen. Außerdem müssen wir noch definieren, was Wohlbefinden heißt und wie es sich vom Konzept der Gesundheit unterscheidet.

Was sind nicht-pharmakologische Therapien?

Physische Erkrankungen und nicht selten auch psychische Störungen werden traditionell mit Medikamenten behandelt. Glücklicherweise ist ein Trend zu beobachten, nach dem die pharmakologische Behandlung in vielen Fällen zwar als nötig, nicht aber als ausreichend und optimal betrachtet wird, um die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. In diesem Sinne werden Praktiken wie die Meditation mehr und mehr als Ergänzung zur Pharmatherapie genutzt.

„Der beste Arzt ist der, der weiß, wie wertlos die meisten Medikamente sind.“

Benjamin Franklin

Es ist wichtig, sich zu fragen, wie nicht-pharmakologische Therapien die Lebensqualität des Patienten oder seine Wahrnehmung derselben beeinflussen. Das gilt übrigens auch für die körperliche Gesundheit, weil die beschriebenen Techniken einen Einfluss auf das Immunsystem haben.

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne sie ist alles andere nichts.“

A. Schopenhauser

Obwohl die Forschung auf diesen Gebieten noch in den Kinderschuhen steckt, hat England bereits 1977 die Anwendung eines bio-psychologischen Modells empfohlen. Es wurde angemerkt, dass biologische, psychologische und soziale Aspekte Schlüsselrollen für das spielen, was wir landläufig als „Gesundheit“ bezeichnen.

Was ist Wohlbefinden?

Wir können Wohlbefinden als die Summe von Einstellungen und Verhaltensweisen, die die Lebensqualität verbessern und dabei helfen, einen optimalen Gesundheitszustand zu erreichen, definieren. Mit anderen Worten, der Weg zum Wohlbefinden muss aktiv begangen werden.

„Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen.“

Weltgesundheitsorganisation, 1948

Und hier kommen die nicht-pharmakologischen Therapien ins Spiel, denn sie erlauben es dem Individuum, der Hauptdarsteller im Film seines Lebens zu bleiben. Das kann erreicht werden, indem körperliche, mentale, soziale, spirituelle und emotionale Faktoren analysiert, integriert und angepasst werden.

„Es gibt keine Medizin, die all das heilen könnte, was Glück nicht zu heilen vermag.“

Gabriel García Márquez

Diese Erkenntnisse sind sowohl für den Arzt als auch für den Patienten sehr wichtig. Schließlich geleiten sie uns auf neue Wege und bieten uns die Möglichkeit, die Psychologie als eine Form der Krankheitsprävention und -therapie einzusetzen.

„Es ist wichtiger, zu wissen, was für eine Art Mensch die Krankheit hat, als zu wissen, was für eine Art Krankheit der Mensch hat.“

Hippokrates

Wie beeinflusst uns Stress?

Persönlichkeit und emotionale Erfahrungen haben zweifellos einen Einfluss auf unsere Gesundheit und können psychologischen Stress bedeuten. Psychologischer Stress beeinträchtigt das Immunsystem und prädisponiert daher zu Erkrankungen.

„Der gute Arzt behandelt die Krankheit, der wirklich gute Arzt behandelt den Patienten, der die Krankheit hat.“

William Osler

Stressige Situationen wie beispielsweise traumatische Erfahrungen, Scheidung und Misserfolge können Depressionen, Angst und Hoffnungslosigkeit auslösen. Aber das sind jene Strategien, die benutzt werden können, um Stress zu bewältigen, nämlich genau jene, die wir oben bereits als nicht-pharmakologische Behandlungsalternativen definiert haben.

Verbinde dich mit deinem Inneren

Hast du schon einmal meditiert? Zweifelst du an den Effekten? Würdest du gerne wisse, welche Studien es dazu gibt? Bevor ich dir diese Fragen beantworte, sollte ich erwähnen, dass es viele andere Techniken gibt, die ich hier nicht einschließen und beschreiben kann. Für den Moment konzentrieren wir uns auf Reiki, Musiktherapie, Meditation, Akupunktur und Lachtherapie.

„Lachen ist die einzige Medizin ohne Nebenwirkungen.“

Shannon L. Adler

86 Patienten mit chronischen Krankheiten nahmen an einer Studie teil, in der alle Teilnehmer ein Interventionsprogramm, das auf Yoga, Gruppendiskussionen und Informationen über Stressmanagement basierte, durchliefen. Man fand signifikante Unterschiede bezüglich der Level an Stresshormonen, Endorphinen, Interleukinen und anderen Zytokinen nach nur mehr zehn Tagen der „Therapie“. Nicht zuletzt deshalb werden Praktiken wie Meditation und Yoga immer beliebter. 

Nach der Interpretation der Ergebnisse verschiedenster Studien können wir schlussfolgern:

  • Nicht-pharmakologische Therapien stärken das Immunsystem.
  • Es wurde auch gezeigt, dass nicht-pharmakologische Therapien die Stressbewältigung unterstützen.
  • Allerdings haben sie auch ihre Grenzen und sind in ihrer Wirkung noch nicht vollständig verstanden. So ist es wichtig, individuelle Unterschiede zwischen Patienten und verschiedenen Krankheiten zu sehen, um diese Techniken richtig anzuwenden.
  • Aus diesem Grund könnten vielversprechende Ergebnisse von Studien über nicht-pharmakologische Techniken auch durch einen Placebo-Effekt aufgrund der positiven Erwartungen von Therapeut und Patient erklärt werden.
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