Loslassen bedeutet, deine Geschichte zu akzeptieren, nicht dein Schicksal

21. Januar 2016 en Emotionen 2862 Geteilt

Es gibt Personen, die wie von Zauberhand in unserem Leben auftauchen. Es sind märchenhafte Zufälle eines kurzlebigen, vergänglichen Glücks. Liebschaften, die nicht andauern und die man wieder loslassen können muss, um ausgeglichen zu sein.

Loslassen ist nie einfach. Es bedarf einer guten Portion Mut und völliger Überzeugung davon, dass wir uns von dieser Beziehung, Freundschaft oder Situation loslösen müssen. Es ist lebenswichtig für unsere Ausgeglichenheit und Glückseligkeit.

Man muss die Notwendigkeit, ein Kapitel abzuschließen, erkennen können, denn an sich stellt dies eine Handlung dar, die Reife beweist. Dennoch ist der Weg der Erkenntnis bis hin zur Handlung ein beschwerlicher, der viel Traurigkeit und die Überwindung persönlicher Schmerzen mit sich bringt.

Loslassen bedeutet in den meisten Fällen gleichzeitig einen „Wiederaufbau“ unserer selbst. Es bedeutet, sich selbst neu erfinden zu müssen und unter Umständen sogar von Null anzufangen.

Nun gut, wir müssen auch bedenken, dass viele Menschen die Dinge nicht auf korrekte Art und Weise beenden, weil sie es nicht verkraften und sich gegen das Ende eines Kapitels oder einer Etappe sträuben.

Es gibt Menschen, die denken, eine Beziehung hinter sich zu lassen, hat den Schlusspunkt für ihr eigenes Leben zur Folge. Nach diesem Abschied und dieser Trennung gibt es sonst nichts mehr. Loslassen ist eine Schicksalshandlung, die zur Konsequenz hat, dass der Vorhang für das mit Liebe gefüllte Leben endgültig fällt.

Wir müssen mit dieser Art von pessimistischen Gedanken und Handlungen vorsichtig sein. Nachdem der Schlussstrich gezogen wurde, folgt eine gewisse Leere und mit ihr eröffnen sich uns neue Wege und Möglichkeiten, um glücklich zu werden, genau so, wie wir es uns wünschen.

Wir möchten dich heute dazu einladen, darüber einmal genauer nachzudenken.

Tipps, mit Reife und Weisheit loszulassen

Zu Beginn dieses Artikels haben wir über Mut und Überzeugung gesprochen. Aber das Loslassen setzt die Einbindung ieler weiterer Dimensionen voraus. Es bedarf mehrerer persönlicher Strategien, bei denen es sich lohnt, mehr über sie zu erfahren.

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1. Andere bestimmen nicht dein Schicksal, du selbst bist der Autor deiner Geschichte

Es ist möglich, dass wir eine Zeit lang dachten, eine bestimmte Person sei durch Zufall in unser Leben getreten, weil das Schicksal es mit seinem unsichtbaren und feinsinnigen Garn eingefädelt hat.

In der Liebe ist es wichtig, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, ein wachsames Herz zu haben und die Flügel deines persönlichen Wachstums stets weit geöffnet halten. Emotionale Beziehungen nähren sich nicht von der Magie, sondern dem alltäglichen Wohlergehen, von Kompromissen und von Freude.

Das Schicksal entsteht im Hier und Jetzt. Wenn du dich in diesem Moment nicht glücklich oder freudvoll fühlst, vermeide es, ein ewiger Gefangener deines eigenen Leidens zu sein. Dein Schicksal und deine innere Stimme wollen dir einen anderen Weg aufzeigen, den du gehen solltest: den, der zu deinem Wohlergehen führt.

2. Loslassen bedeutet, seine eigenen Bedürfnisse unter Beweis zu stellen

Hab keine Angst laut auszusprechen, dass auch du deine Bedürfnisse hast. Niemand ist egoistisch, nur weil er Respekt verlangt, oder gehört, geliebt oder beachtet werden will.

In manchen Fällen, wenn die Dinge nicht gut laufen, klammern wir uns weiter an bestimmten Dingen fest, statt uns über unser emotionales Unbehagen bewusst zu werden:

An die Angst: Angst, was passieren wird wenn wir dieses oder jenes sagen oder tun. Die Angst davor, allein zu sein, sich zu irren und auch Angst vor der Veränderung.

Oftmals denken wir, dass es besser sei, noch ein bisschen abzuwarten, denn es ist möglich, dass die Dinge sich noch ändern, dass die Beziehung sich noch verbessert, dass der Andere plötzlich merkt, wie schlecht es uns geht. Trotzdem vergeht die Zeit und nichts von all dem trifft ein. Nichts ändert sich. 

Fürchte dich weder, deine eigene Leere anzuerkennen, noch laut auszusprechen, was du brauchst, um glücklich zu sein. Es ist nichts Hochmütiges oder Egoistisches daran, sondern nur mutige Ehrlichkeit und emotionale Reife.

Unsere Bedürfnisse sind Teil unseres Selbstwertgefühls, Teil unseres persönlichen Wachstums und unseres Wohlergehens.
Wenn du dich selbst nicht als vollkommene und glückliche Person wahrnimmst, zerstöre deine Integrität nicht noch mehr und reagiere. Schließe dieses Kapitel. Lass los.
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3. Andere ziehen nicht deinen Schlussstrich, keiner hat das Recht, deine Türen zu schließen

Man sagt oft, dass wir in unserem Herzen die Erinnerung behalten, an diese eine perfekte Freundschaft, die wir verloren haben, oder an diese Liebe, die uns so sehr geschmerzt hat und, die unser Innerstes von Grund auf verändert hat.

Das ist möglich. Nun gut, dennoch sollte keiner dieser Umstände der Vergangenheit die Schlusspunkte unseres alltäglichen Lebens markieren. 

Nur, weil dich in der Vergangenheit jemand im Stich gelassen hat, brauchst du dich vor neuen Freundschaften nicht zu verschließen. Nur, weil dir jemand weh getan hat, musst du dein Herz nicht in Watte packen und in den tiefen Brunnen deiner Hoffnungslosigkeit werfen.

Konzentrier dich auf dein Hier und Jetzt. Es kann weder jemand über dein Schicksal verfügen, noch hat jemand das Recht, für dich einen Schlussstrich in deinem Lebensbuch zu ziehen. Loslassen bedeutet, für sich selbst Raum zu schaffen, damit neue Dinge kommen können.

Gib niemals auf, auch wenn du dich gezwungen siehst, ein Kapitel deines Lebens zu schließen. Der Schlüssel liegt darin, zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die einfach nicht sein sollen und dementsprechend zu reagieren.

Höre stets auf das Innerste deines Herzens, denn dort wohnt die Wahrheit deiner Gefühle. Diesen solltest du mit Reife, Ausgeglichenheit und Weisheit Beachtung schenken. Und mit viel Mut.

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