Körpersprache: Was bedeuten verschränkte Arme?

Es ist vorteilhaft, die nonverbale Kommunikation interpretieren zu können. Denn so kannst du in einem Gespräch die gegenüberstehende Person analysieren.
Körpersprache: Was bedeuten verschränkte Arme?

Letzte Aktualisierung: 05. Dezember 2021

Gesten, die Körperhaltung und die Mimik verraten Interessantes über Gefühle und Gedanken. Es ist deshalb vorteilhaft, die nonverbale Kommunikation interpretieren zu können. Denn so kannst du in einem Gespräch die gegenüberstehende Person analysieren. Wir schauen uns heute etwas genauer an, was verschränkte Arme bedeuten. Begleitest du uns?

1. Verschränkte Arme: die Selbstumarmung

Wir verschränken unsere Arme viel öfter in der Öffentlichkeit als im Privaten. Weißt du warum? Die einfachste Bedeutung dieser Geste in Situationen, in denen du dich mehr Menschen aussetzt, ist die einer Umarmung deiner selbst, da sie dir jederzeit Trost spendet.

Damit möchtest du niemanden wegstoßen, denn du suchst nur ein bisschen Wärme. Wenn du eine Person in dieser Position siehst, frage sie, ob sie sich wohlfühlt. Die Selbstumarmung ist ein automatischer Mechanismus, um unser Wohlbefinden zu fördern.

2. Verschränkte Arme, um Stress abzubauen

Verschränkte Arme, um Stress abzubauen

Bei Stress sind verschränkte Arme eine Möglichkeit, die Hände zu verstecken, während du dich damit versuchst zu beruhigen. Du reibst deine Hände oder drückst sie, um dich so zu besänftigen und deine Angst zu beruhigen.

Du kannst dies bei anderen beobachten, wenn du eine schnelle Bewegung mit großer emotionaler Belastung siehst. Damit erhältst du selbst von der anderen Person die Botschaft der Beruhigung.

3. Aufwärmen durch verschränkte Arme

Oft denken wir vielleicht, dass eine Person mit verschränkten Armen eine ablehnende Haltung einnimmt und mit unseren Aussagen nicht einverstanden ist. Aber manchmal ist die einfachste Erklärung die richtige: Es ist ihr kalt.

In diesem Fall neigt die betroffene Person dazu, die Schultern und den oberen Rücken anzuspannen und zusammenzuziehen. Menschen verschränken nicht nur ihre Arme, sondern zucken auch mit den Schultern und halten sie angespannt, um Wärme zu erzeugen und zu erhalten.

4. Unsicherheit verbergen

Frauen, die sich unsicher fühlen und sich schützen müssen, verschränken ihre Arme, um nicht zu entblößt zu wirken. Gleichzeitig verschränken auch Menschen, die sich unwohl oder von anderen bedroht fühlen, ihre Arme als Zeichen der Abwehr. Dabei heben sie ihre Schultern nicht, sondern führen sie nach vorne und beugen den Körper leicht.

5. Extreme Angst

verschränkte Arme als Abehrhaltung

Verschränkte Arme können auf extreme Angst hinweisen. Große Sorgen können dich beispielsweise dazu veranlassen, deine Arme über der Brust zu verschränken, um deine inneren Organe zu schützen.

Diese Art der Umarmung wird von manipulativen Gesten begleitet: Berühren des Gesichts und des Halses, zusammengepresste Lippen und Mikroausdrücke der Angst.

6. Selbstbeherrschung

Wir verschränken oft die Arme, wenn wir wütend oder verärgert sind. In diesem Fall handelt es sich um eine Geste, die es dir ermöglicht, dich zurückzuhalten. Diese Haltung können wir oft beobachten, wenn Kinder  unerwünschte Dinge tun.

Du teilst anderen mit dieser Geste deinen Unmut mit, ohne sprechen zu müssen. Du kannst dich damit besser beherrschen und abgrenzen.

7. Verschränkte Arme als Zeichen der Macht

Verschränkte Arme als Zeichen der Macht

Eine Haltung mit verschränkten Armen kann auch Macht symbolisieren. In diesem Fall befinden sich deine Arme nicht über dem Bauchbereich, sondern etwas höher. Dein Brustkorb schaut damit größer und robuster aus, du demonstrierst deine Persönlichkeit.

8. Abgrenzung und Isolierung

In vielen Fällen bedeuten verschränkte Arme eine Abgrenzung. Du hast das emotionale Bedürfnis, dich zurückzuziehen, Abstand zu nehmen und eine Barriere zu einer anderen Person aufzubauen. Die nonverbale Sprache ist mächtig, auch wenn wir uns meist nicht darüber bewusst sind.

9. Spiegelbildliche Reaktion

Es gibt auch Situationen, in denen wir unser Gegenüber nachahmen und wie ein Spiegelbild reagieren. Es handelt sich um eine empathische Verbindung, was bedeutet, dass sich beide Gesprächspartner in der gleichen emotionalen Stimmung befinden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass jeder Mensch einzigartig und anders ist. Auch unsere Gesten sind individuell und persönlich, deshalb ist die Interpretation nicht einfach. Doch es ist sehr interessant, mehr über die nonverbale Sprache zu wissen, um die Qualität von Beziehungen verbessern zu können.

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