Intelligenter Umgang mit Emotionen: 4 wertvolle Tipps

Jeder Mensch hat Emotionen. Wichtig ist, diese in gesunder Weise für dein Leben zu nutzen. Ein intelligenter Umgang mit Emotionen hilft dir, deine Emotionen in etwas zu verwandeln, das für dich und nicht gegen dich arbeitet. Hier findest du einige wertvolle Tipps, wie dir dies gelingen kann!
Intelligenter Umgang mit Emotionen: 4 wertvolle Tipps

Letzte Aktualisierung: 20 Februar, 2021

Intelligenter Umgang mit Emotionen bedeutet, dass du deine Emotionen kanalisieren und im Gleichgewicht halten kannst. Wenn du dazu in der Lage bist, wird das sowohl für dich als auch für deine Mitmenschen positive Auswirkungen haben. Darüber hinaus kannst du auf diese Weise verhindern, dass deine Emotionen dein Leben bestimmen.

Wenn deine Emotionen im Gleichgewicht sind, bist du produktiver, kreativer und glücklicher. Denn du kannst verhindern, dass dich deine Gefühle überwältigen und dich und deine Handlungen kontrollieren. Mit anderen Worten, ein intelligenter Umgang mit Emotionen hilft dir, deine Emotionen in etwas Konstruktives zu verwandeln, das für dich und nicht gegen dich arbeitet.

“Emotionale Intelligenz macht 80 % des Erfolges aus, den ein Mensch im Leben hat.”

Daniel Goleman-

Dann wirst du in der Lage sein, dir Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Außerdem bist du fähig, gesunde Beziehungen aufzubauen und dein Bestes zu geben. Alles was du brauchst, sind Entschlossenheit und Ausdauer. In unserem heutigen Artikel findest du vier wertvolle Tipps, die dich dabei unterstützen sollen, wenn du künftig mit deinen Emotionen auf intelligentere und effektivere Weise umgehen möchtest.

1. Verstehe, dass es keine schlechten Emotionen gibt

Es gibt immer einen Grund für deine Emotionen. Daher ist es ein Fehler, sie als gut oder schlecht zu klassifizieren. Stattdessen geht es darum, dass bestimmte Reize für bestimmte Emotionen förderlich sind. Das ist ein unvermeidbarer Zusammenhang.

Intelligenter Umgang - Smileys

Angst beispielsweise ist eine Antwort auf eine Bedrohung. Wenn du sie nicht empfinden würdest, würdest du schnell in leichtsinnige und manchmal sogar lebensbedrohliche Verhaltensweisen verfallen. Auch Wut ist eine Verteidigungsreaktion, die dich auf einen möglichen Angriff vorbereiten soll.

Daher gibt es keine schlechten Emotionen. Intelligenter Umgang mit deinen Emotionen bedeutet, dass du lernen musst, was jede deiner Emotionen dir sagen möchte. Denn sie alle signalisieren dir, dass es etwas gibt, dass du genauer betrachten solltest.

2. Intelligenter Umgang mit deinen Emotionen: Erlaube dir selber, zu fühlen

Die traditionelle Bildung und Erziehung lehrt praktisch nie, wie du mit deinen Emotionen auf angemessene Art und Weise umgehen kannst. Stattdessen wird dir eingeredet, dass es Gefühle und Emotionen gibt, die du nicht erleben solltest. Zum Beispiel wird häufig gesagt, dass Weinen oder Angst deine Probleme nicht lösen wird und du diese Emotionen daher unterdrücken solltest.

Allerdings solltest du wissen, dass Emotionen nicht spontan entstehen und auch nicht spontan wieder vergehen werden. Infolgedessen ist die Unterdrückung dieser Empfindungen auch keine angemessene Methode, um mit ihnen umzugehen. Im Gegenteil, wenn du deine Emotionen und Gefühle unterdrückst oder ignorierst, werden sie sich einfach zu einem späteren Zeitpunkt erneut bemerkbar machen. Und manchmal geschieht dies dann in negativer Weise.

Daher musst du zunächst einmal verstehen und akzeptieren, dass all deine Emotionen valide sind und das Recht haben zu existieren und ausgedrückt zu werden. Wenn du akzeptierst, was du fühlst, wird es dir wesentlich einfacher fallen, mit deinen Emotionen auf angemessene Weise umzugehen. Wenn du sie aber nicht annimmst, wird das nur zu Verwirrung und Chaos in deinem Inneren führen.

3. Beobachte, beobachte, beobachte!

Die beste Möglichkeit, um deine Emotionen zu kontrollieren, besteht darin, dass du sie nicht nur akzeptierst, sondern sie auch verstehst. Dazu musst du zunächst einmal lernen, sie sehr gut zu beobachten. Ein intelligenter Umgang mit Emotionen setzt voraus, dass du auf deine Emotionen achtest. Wenn du das tust, ist dir bereits ein wesentlicher Schritt in diesem Prozess gelungen.

Intelligenter Umgang - Frau von der Seite

Daniel Goleman, der große Theoretiker über emotionale Intelligenz, sagt, dass “Aufmerksamkeit Emotionen reguliert”. Das bedeutet, dass deine subjektive Erfahrung automatisch moduliert oder nuanciert wird, wenn du dich auf das fokussierst, was du fühlst.

Um deine Emotionen zu beobachten, kannst du dir einfach folgende Fragen stellen: “Was fühle ich” und “Wie fühle ich mich?”. Anschließend versuchst du, jede Emotion so präzise wie möglich zu beschreiben und zu benennen. Empfindest du Wut oder ist es Frustration? Bist du traurig oder fühlst du dich müde? Je genauer du deine Emotionen identifizierst und benennst, desto einfach wird es dir fallen, sie zu verstehen.

4. Intelligenter Umgang mit deinen Emotionen: Sei kritisch mit deinen Gedanken

Im Gegensatz zu dem, was viele Menschen glauben, entstehen viele deiner Gedanken mechanisch. Sie sind Interpretationen der Realität, die manchmal eine solide Basis haben und manchmal aber auch nicht. Darüber hinaus sind deine Gedanken in einigen Fällen das Ergebnis von Überlegungen und in anderen Fällen nicht.

Daher sind deine Gedanken ein Filter der Realität und nicht die Realität selbst. Sie führen dazu, dass du bestimmte Empfindungen hast, wenn bestimmte Dinge passieren. Und das kann dazu führen, dass du Fehler begehst. Zum Beispiel könnten dir deine Gedanken sagen, dass eine Situation bedrohlich oder sehr unangenehm ist. Andererseits könnten sie dir auch sagen, dass diese Situation eine Herausforderung und eine echte Chance ist. Allerdings geschieht dies nur, wenn du es wagst, deine eigenen Ideen infrage zu stellen und dich nicht von ihnen mitreißen lässt, ohne sie zu hinterfragen.

Intelligenter Umgang - Frau mit geschlossenen Augen

Zu lernen, mit deinen Emotionen auf intelligente Weise umzugehen, bedeutet, dass du sehr wach und bewusst sein musst. Du musst genau darauf achten, was in deinem Inneren vor sich geht. Vermutlich wird dir das zu Beginn einige Schwierigkeiten bereiten, aber die Vorteile dieser Praxis sind so groß, dass sich deine Bemühungen auf jeden Fall lohnen werden!

Es könnte dich interessieren ...
Emotionen und Bluthochdruck: eine unerwartete Beziehung
GedankenweltLesen Sie es in Gedankenwelt
Emotionen und Bluthochdruck: eine unerwartete Beziehung

Der Bluthochdruck ist eine psychosomatische Erkrankung. Das bedeutet, dass sowohl körperliche, als auch geistige Faktoren beteiligt sind. Daher ist es möglich, dass es eine Beziehung zwischen dem Bluthochdruck und den Emotionen besteht.