Ich will, dass das Leben mein Glück wert ist und nicht meinen Schmerz

14. September 2017 en Psychologie 155 Geteilt

Ich will, dass Menschen mehr wertgeschätzt werden. Menschen, die mein Glück wert sind, die Zeit, die wir zusammen verbringen, das Lachen, das wir teilen, und die Sorgen, die wir uns anvertrauen. Ich mag Menschen, die mich inspirieren, die mir sagen, dass das Leben lebenswert bleibt, trotz allem, was passiert. Denn solange es Menschen gibt, die es genießen, wird es immer Hoffnung geben.

Es ist sehr vorteilhaft, das Leben durch die Brille der Positivität zu betrachten. Wir alle machen schwere Zeiten durch, die uns tiefe Veränderungen im Bewusstsein bringen. Manchmal werden die soziale Gleichheit und Sensibilität unseren Mitmenschen gegenüber im Angesicht vom Drang zu Geld aber leider zu leeren und nahezu obsoleten Ablenkungen.

„Alles, was es wert ist, es zu besitzen, verdient unsere Anstrengung und Aufmerksamkeit.“

Ray Kroc

In diesen Zeiten des Wandels haben alte Regeln mehr Wert als jemals zuvor. Vor allem diejenigen, die sich darauf beziehen, sich mit Menschen zu verbinden und unsere Liebe für die einfachen und puren im Leben – Liebe und Freundschaft – wiederzugewinnen. Denn am Ende rufen Details die größten Veränderungen hervor.

Heutzutage ist niemand in der Stimmung dazu, Zeit mit Dingen zu verschwenden, die Schaden zufügen, die Lachen und Hoffnung auslöschen. Wir wollen Menschen, die uns strahlen lassen, wir wollen offene Fenster und frei passierbare Wege. Wir sehnen uns danach, uns davon zu überzeugen, dass es immer möglich sein wird, eine bessere Welt zu kreieren, wenn dies der kollektive Wille ist.

Die Suche nach Glück in einer traurigen Gesellschaft

Glück ist ein Grundrecht, das in vielen staatlichen Dokumenten auftaucht. In der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung beispielsweise haben Thomas Jefferson, John Adams und Benjamin Franklin in der Präambel geschrieben, dass jeder das Recht auf das Streben nach Glück hätte. Japan, Südkorea und seit neuestem auch Brasilien haben ähnliche Formulierungen gewählt.

„Glück liegt mehr in den kleinen Freuden, die jeden Tag aufkommen, als in den großen Portionen Glück, denen man nur sehr selten in seinem Leben begegnet.“

Benjamin Franklin

Auch Sokrates hat seine Schüler erinnert, dass es das Ziel jeder Person sein sollte, glücklich zu sein. Laut dem Athener sollten wir in Tugenden investieren, uns einander ein Beispiel sein, um das zu erreichen. Der Buddhismus für seinen Teil lehrt uns über mentales Gleichgewicht und das Loslösen von materiellen Dingen. All diese Säulen, so ironisch das auch scheinen mag, wurden von den westlichen Gesellschaften überschüttet, mit einem hohen BIP und jeder Menge Gütern. Und selbst wenn das unglückliche Volk das Rezept für sein Glück kennt, ist es ihm unmöglich, es Wirklichkeit werden zu lassen.

Wir haben eine Welt erschaffen, in der die meisten Menschen und Dinge nicht das Glück, sondern nur ein tiefes Leiden wert sind. Tatsächlich berichtet man im World Happiness Report,  der jedes Jahr neu verfasst wird, dass die höchstentwickelten Länder eben nicht die glücklichste Bevölkerung haben. Stattdessen erreichen jene Kulturen, die sich auf familiäre Beziehungen und Freundschaften konzentrieren, ein angemesseneres, vollständigeres und befriedigenderes Level des Wohlbefindens.

Eine Welt erschaffen, die Hoffnung wert ist und nicht Schmerz

Eine Welt erschaffen, die Hoffnung wert ist und nicht Schmerz, das geschieht nicht über Nacht. Es bedarf harter Arbeit und vor allem einer Veränderung im Bewusstsein der kleinsten Kreise der Gesellschaft. In unserem Bewusstsein. Wir wissen, dass Staaten Glück nicht als ein fundamentales Ziel betrachten, dass die Sorge um Emotionen und individuelles Wohlbefinden vom Wohl in Figuren und Zahlen, die unsere Börsenbooms und Crashs begleiten, ersetzt wurden.

„Wenn wir teilen, bestärken wir unsere Fähigkeit, glücklich zu sein.“

Tibetanisches Sprichwort

Deshalb ist es wichtig, dass wir die Fenster zu unserem Inneren öffnen, die im Rahmen schon ganz unbeweglich sind. Es ist an der Zeit, unserer inneren Welt Aufmerksamkeit zu schenken, sodass die äußere Welt unsere Freude, unser Lachen, unser Leben wert sein kann.

Schlüssel zur Veränderung

Es mag offensichtlich erscheinen, aber etwas so Simples wie Glück und inneres Gleichgewicht zu schätzen, können die besten Schlüssel zur Veränderung sein. Diese Perspektive kann dir bei Folgendem helfen:

  • Umgib dich mit Menschen, die dir ein gutes Gefühl geben, die dich ermutigen, dir erlauben, immer du selbst zu sein. Gestatte es dir, diese Menschen in dein Leben zu lassen, und blockiere jene, die dich nur schlecht fühlen lassen und dir Sorgen bereiten.
  • Glück ist vor allem die Abwesenheit von Angst. Vielleicht ist es an der Zeit, deine Ängste zu rationalisieren, sie zu analysieren und zu verändern. Dieser Filter sollte jene paralysierenden Ängste abfangen, die dich in deiner Komfortzone gefangen halten.
  • Es ist auch an der Zeit, über die Bedeutung des Wortes „Krise“ nachzudenken. Für die Griechen war eine Krise (κρίσις) einfach nur eine Periode der Veränderung. Zeiten der Unsicherheit sind auch Zeiten neuer, wertvoller Möglichkeiten, die mit Resilienz und Kreativität immer zu etwas Besserem führen. Dies sind die vitalen Momente, in denen nicht aufgegeben werden darf.

Laut Sonja Lyubomirsky, einer bekannte Emotionenforscherin, haben wir über mindestens 50% unseres Glückes die Kontrolle. Die anderen 50% hängen von den Dingen ab, die uns widerfahren und auch von bestimmten biologischen Faktoren. Das sind keine schlechten Chancen. Dies ist ein wundervoller Moment, um damit zu beginnen, jeden Tag unseres Glückes wert zu machen, unserer Träume und unseres Wohlbefindens.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Rafal Oblinski

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