Ich werde bei mir bleiben und mir eine Chance geben

· 22. Juli 2018

Ich bin es leid, die letzte Person zu sein, die auf mich aufpasst. Die, die für alle da ist, aber nie für sich selbst. Die denkt, dass es andere störe, wenn sie sagt, was sie nicht erwarten zu hören. Ich will das jetzt hinter mich bringen. So habe ich beschlossen, mir eine Chance zu geben.

Ich will all den Sorgen ein Ende setzen, die mich zu einem Menschen machen, der ich nicht bin. Den Sorgen, die aus dem Versuch entstanden sind, die Menschen um mich herum nicht zu belästigen, meine wahre Identität zu verbergen. Und auch das Gefühl der Schuld, das mich jedes Mal begleitet, wenn ich denke, dass andere mehr von mir erwartet hätten.

Ich möchte diese Verkleidung, diese Maske, unter der meine wahre Identität liegt, ablegen. Ich will nicht mehr im Schatten stehen oder derjenige sein, der immer mit allem einverstanden ist, wenn es wirklich nicht der Fall ist. Deshalb werde ich bei mir bleiben und mir eine Chance geben.

„Bis du dich nicht selbst schätzt, wirst du deine Zeit nicht schätzen. Solange du deine Zeit nicht schätzt, wirst du nichts mit ihr anfangen.“

M. Scott Peck

Mich lieben, um mich selbst zu priorisieren

Von jetzt an werde ich mich selbst lieben. Obwohl es nicht einfach ist, tendiere ich dazu, mich selbst zu kritisieren und mir für fast alles die Schuld zu geben. Ich mache es allmählich, langsam, aber sicher, ohne Pause und vor allem wirklich.

„Du hast dich jahrelang selbst kritisiert, und es hat nicht funktioniert. Versuche, dir selbst zu schmeicheln und schaue, was passiert.“

Louise L. Hay

Frau streckt ihre Hände zum Himmel

Anstatt mich jeden Tag mit allem zu bestrafen, was ich falsch gemacht habe, beglückwünsche ich mich zu dem, was ich erreicht habe, und zu dem, was mir guttut. Es geht darum, meine Perspektive zu ändern und mich selbst anders zu betrachten, sodass ich stolz auf mich bin. Vielleicht habe ich wenig Übung und es kostet mich einiges an Mühe, aber wenn ich nie anfange, werde ich mich nie selbst schätzen können und so ist es unmöglich, mir selbst Priorität einzuräumen.

Eine andere Sache, die ich tun werde, ist, mich selbst zu akzeptieren. Das stimmt, ich erlaube mir, die Person zu sein, die in mir Unterschlupf sucht, die bis jetzt in Sorge war, hinauszugehen und dann abgelehnt zu werden. Ich werde mir zeigen, wie ich bin. Und ich werde es nicht nur für mich selbst, sondern auch für alle anderen tun. Ich werde dieselbe Person sein, allein wie in Begleitung.

Darüber hinaus ist das wichtigste Versprechen, das ich mir gebe, mich selbst zu priorisieren, d. h. mich in allen möglichen Situationen zu fragen, wie ich mich fühle und was ich aufgrund dessen entscheiden möchte. Nicht wie es bis jetzt war, als ich mich fragte, wie andere sich fühlen und was sie wollen, um dann entsprechend zu handeln.

Ich habe beschlossen, mir eine Chance zu geben: ich selbst zu sein, frei und ohne Masken.

Ich verdiene es, glücklich zu sein

Wenn es eine Sache gibt, die ich verdient und bisher immer abgelehnt habe, ist es die, glücklich zu sein. Deshalb werde ich mir eine Chance geben. Ich werde bei mir selbst bleiben, um tief in meine Augen zu schauen, damit das, was ich tue, mit meinen Wünschen oder Bedürfnissen in Einklang kommt. Das stimmt, ich werde reinen Tisch machen, Händchen halten und nie wieder loslassen. Ich möchte meine Gesellschaft, meine Unterstützung und mein Zufluchtsort sein.

„Wenn du an dich selbst glaubst, liegt nichts außerhalb deiner Möglichkeiten.“

Wayne Dyer

Ich werde mir die ganzen Male verzeihen, die ich mich bis zum Ende zurückgelassen habe, oder die ich nicht einmal an mich selbst gedacht habe. Und die anderen Male, als ich, obwohl ich wusste, was ich wollte, mich selbst verraten habe. Denn eine notwendige Voraussetzung, um glücklich zu sein, ist der Frieden mit mir selbst, frei von Schuld, Ablehnung und Strafe.

Frau formt mit ihren Händen ein Herz

Sobald ich mich mit mir selbst versöhnt habe, mich authentisch und mutig genug fühle, um mich als das zu zeigen, was ich bin, werde ich anfangen, mein Glück aufzubauen. Denn wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es, dass dieses wunderbare Gefühl nicht an meine Tür klopfen wird, sondern dass ich es als ein Lebensgefühl ergreifen muss. Und dafür ist es neben der Liebe zu mir und der Prioritätensetzung grundlegend, die einfachen Dinge zu schätzen, die da sind und die meistens unbemerkt bleiben.

„Glück ist innerlich, nicht äußerlich; deshalb hängt es nicht davon ab, was wir haben, sondern wer wir sind.“

Pablo Neruda

Nun, so wie ich mir erlauben werde, glücklich zu sein, werde ich mir auch erlauben, traurig zu sein. Jede Art von Emotion, die ich empfinde, wird mir helfen, mich selbst und natürlich auch andere zu verstehen. Denn wenn ich mir eine Chance gebe, gebe ich sie auch anderen.