Ich arbeite an meinem persönlichen Wachstum, aber ich habe dennoch das Recht, Fehler zu begehen

Wenn du etwas in deinem Leben verändern und an deinem persönlichen Wachstum arbeiten möchtest, macht dir dein Umfeld diese Bemühungen nicht immer ganz einfach. Daher solltest du stets bedenken, dass du während dieser Arbeit an dir selbst dennoch das Recht hast, Fehler zu begehen, dich zu sammeln und es danach erneut zu versuchen.
Ich arbeite an meinem persönlichen Wachstum, aber ich habe dennoch das Recht, Fehler zu begehen

Letzte Aktualisierung: 09. Februar 2021

Wenn du dich auf die Reise zu deinem persönlichen Wachstum begibst, solltest du stets bedenken, dass dies ein Prozess ist. Die Veränderungen werden sich nicht über Nacht einstellen. Daher hast du natürlich auch das Recht, auf diesem Weg Fehler zu begehen.

Um Ergebnisse zu erzielen, musst du ausdauernd und diszipliniert sein. Und möglicherweise hoffst du, dass deine Lieben dich bei diesem Prozess begleiten und unterstützen.

Aus diesem Grund kann es gut sein, dass du wütend oder enttäuscht bist, wenn genau diese Menschen jeden deiner Rückschläge ausnutzen oder deine Bemühungen herunterspielen. Einige Menschen scheinen zu vergessen, dass du nach wie vor das Recht hast, Fehler zu begehen. Selbst wenn du dich auf dem Weg zu deinem persönlichen Wachstum befindest.

Daher ist es sehr wichtig für dich, dass du dir darüber bewusst bist, dass du selber der Hauptantrieb für deine Veränderung sein musst. Wenn du auf die Zustimmung, Bestätigung, Anerkennung und Unterstützung deines Umfeldes wartest, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du deine Bemühungen aufgibst, bevor du dein Ziel erreicht hast.

Du musst dich selbst und für dich selbst verändern. Daher musst du auch zu deinem eigenen persönlichen Coach und Vermittler werden. Dennoch ist es durchaus sinnvoll, dich mit der Frage zu beschäftigen, warum andere dich davon abhalten wollen und wie du damit umgehen solltest.

am persönlichen Wachstum arbeiten

Wenn du an deinem persönlichen Wachstum arbeitest und andere vergessen, dass du dennoch das Recht hast, Fehler zu begehen

Du hast dich möglicherweise selber schon in verschiedenen Situationen befunden, die das widerspiegeln worüber wir heute sprechen.

Ein Beispiel: Du erzählst deiner Familie, dass du versuchst, dich fortan gesünder zu ernähren. Aber jedes Mal, wenn du etwas Ungesundes isst, weisen sie dich genüsslich und süffisant darauf hin. Allerdings scheint es für sie gar nicht relevant zu sein, dass du dich die gesamte Woche wirklich sehr gut geschlagen hast. Sie scheinen sich vielmehr auf dieses eine Mal zu konzentrieren, an dem du schwach geworden bist. Nur um dich von deinen Bemühungen abzulenken und sie klein zu reden.

Das Gleiche kann passieren, wenn du dich dazu entscheidest, dich deinen Ängsten zu stellen. Vielleicht versuchst du, deine Angst vor dem Autofahren zu bewältigen, indem du jeden Tag eine kurze Fahrt unternimmst. Aber dennoch bittest du deinen Partner darum, auf längeren Strecken das Steuer zu übernehmen, weil du dich noch nicht bereit fühlst. Infolgedessen könnte es passieren, dass er (oder sie) versucht, all das, was du bisher schon erreicht hast, klein zu reden oder sich sogar darüber lustig macht.

Diese negativen Reaktionen können auch auftreten, wenn du versuchst, deine Beziehung zu verbessern. Vielleicht verspürst du das Bedürfnis, eure Kommunikation zu verbessern, weshalb du deinem Partner den Vorschlag machst, dass ihr euch künftig beide mehr darum bemühen solltet.

Allerdings unternimmt dein Partner keine Anstrengungen, um irgendetwas daran zu verbessern. Aber wenn du dann einmal deine Fassung verlierst und in alte Kommunikationsmuster zurückfällst, nutzt er diese Gelegenheit, um dir genau das vorzuwerfen.

Die Reaktionen sind im Grunde genommen Vorwürfe

“Du wolltest dich doch gesünder ernähren.” “Ich dachte, du wolltest deine Angst vor dem Autofahren überwinden!” “Warum sprichst du so aggressiv mit mir? Ich dachte, du wolltest deinen Kommunikationsstil verbessern.”

All diese Fragen und Bemerkungen sind im Grunde genommen Vorwürfe. Denn sie dienen nicht dazu, dich auf deinem Weg zum persönlichen Wachstum zu unterstützen oder dich zu motivieren. Tatsächlich verbirgt sich dahinter genau die gegenteilige Intention.

Warum geschieht dies?

Zuerst einmal solltest du wissen, dass dies sehr häufig geschieht. Darüber hinaus ist es wichtig, dass du erkennst, dass derartige Reaktionen und Bemerkungen mehr über denjenigen aussagen, der sie dir gegenüber zeigt oder ausspricht, als über dich selbst.

Menschen, die ein gesundes emotionales Gleichgewicht haben, die sich mit sich selber wohlfühlen und die selber den Weg zum eigenen persönlichen Wachstum beschritten haben, würden niemals versuchen, einen anderen Menschen daran zu hindern.

Darüber hinaus solltest du bedenken, dass eine Veränderung von den Menschen in deinem Umfeld nicht immer positiv aufgenommen wird, selbst wenn diese zu deinem eigenen (und möglicherweise auch deren) Wohlbefinden beitragen würde.

Aber warum ist das so? Nun, das liegt daran, dass du mit deiner eigenen Veränderung gleichzeitig auch eine Veränderung in der Beziehungsdynamik mit anderen Menschen verursachst. Wenn ein Mensch nicht länger abhängig sein will und sich aus dieser Abhängigkeit befreit, hat dies auch zur Folge, dass der andere seine überlegene Position verliert.

Wenn du dich dazu entscheidest, respektvoller zu kommunizieren, dann wirst du dich nicht mehr auf Streitigkeiten einlassen. Aber wenn der andere (oder die anderen) sich nicht verändern wollen, werden deine Anstrengungen, an dir zu arbeiten, bei ihnen nur auf wenig Gegenliebe stoßen.

am persönlichen Wachstum arbeiten

Arbeit am persönlichen Wachstum: Bleibe stark

Daher besteht deine Aufgabe darin, stark und standhaft zu bleiben, wenn du eine derartige Reaktion von deinem Umfeld erlebst. Denn du solltest nicht in die Falle geraten, dir selber das Recht abzusprechen, Fehler zu begehen.

Wenn du wirklich an deinem persönlichen Wachstum und einer inneren Veränderung arbeiten willst, solltest du diesen Prozess akzeptieren und deinen eigenen Rhythmus finden. Aber du darfst keine Perfektion von dir erwarten. Es ist sogar gut, wenn du eine Pause machst und deine bisherigen Fortschritte analysierst. Und anschließend kannst du dann einen neuen Anlauf starten.

Persönliches Wachstum erfolgt nicht linear und du wirst auch nicht jeden Tag erfolgreich sein. Und Fehler sind ein Teil dieses Prozesses. Daher bedeutet es auch nicht, dass du versagt hast oder deine Pläne gescheitert sind, nur weil dir nicht immer alles gelingt.

Vielmehr solltest du erkennen, wie wichtig das ist, was du dir vorgenommen hast, du arbeitest an deinem persönlichen Wachstum. Und dabei darfst du eines auf keinen Fall vergessen: Du hast immer noch das Recht, Fehler zu begehen.

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