Heute gehe ich hinaus ins Leben und erfreue mich an all dem Schönen, das auf mich wartet

30. Dezember 2016 en Psychologie 459 Geteilt

Ich habe mich dazu entschieden, dass ich glücklich sein kann, soll und es verdiene. Heute ziehe ich mir neue Schuhe und neue Motivation an, um zuzulassen, dass mir das Leben die Haare zu Berge stehen lässt, weil ich so viel lache, tanze und das Leben umarme. Denn all das Schöne bringt das Haar nun einmal durcheinander und zerzaust die Seele und ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, mir dieses vergessene Gefühl wieder zuzulegen.

Wir alle machen in unserem Leben hin und wieder Zeiten durch, in denen wir urplötzlich sagen: „Es reicht!“  Die mentale Erschöpfung oder der Druck durch unser Umfeld setzen uns immer mehr zu und jede einzelne der Schuppen dieser Flossen, an denen wir uns zuvor erfreuten, um in Freiheit durch unsere persönlichen Ozeane zu schwimmen, ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber „Es reicht!“  zu sagen, reicht nicht immer aus, um die gewünschte Veränderung zu erzeugen.

„Wir sollten die gewöhnlichen Dinge mit einer außergewöhnlichen Liebe tun.“

Mutter Teresa

Sätze wie „Ich verdiene das Beste“, „es ist an der Zeit, mir selbst Priorität einzuräumen“,  oder,  „ich habe das Recht darauf, glücklich zu sein“,  gleichen diesen Sprüchen, die wir uns stets vorsagen, die sich aber nicht bewahrheiten. Auch wenn wir vermuten, dass das Leben hinter einer anderen Ecke etwas Schönes für uns bereithält, fällt es keinesfalls leicht, einen Schritt hin zum Außergewöhnlichen zu machen, besonders dann nicht, wenn sich unser Verstand darauf versteift, weiterhin am Bekanntem, am Vorhersehbaren festzuhalten.

Die Veränderung hin zum Außergewöhnlichen geschieht, wenn wir das wollen. Wir müssen weder um eine Veränderung bitten, noch auf eine Sternschnuppe warten, um uns etwas zu wünschen. Ein glücklicheres Leben braucht nur eines: einen glücklicheren Verstand.

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Der erschöpfte Verstand und die geschlossenen Fenster

Hast du dich schon einmal gefragt, wie viele Gedanken uns den Tag über durch den Kopf schießen? Neurologen lieben diese Art von Fragen, weshalb es nicht lange gedauert hat, bis sie uns eine Antwort geliefert haben: Es sind ungefähr 50.000. Jedoch sollte nicht ungesagt bleiben, dass fast 80% dieser Gedanken absolut nutzlos sind. Die meisten wiederholen sich, kommen fast schon automatisch und belagern unseren Verstand sogar.

Der erschöpfte Verstand ist im Grunde genommen das Echo eines unglücklichen Verstandes. Dieser Zug voller erschöpfender Gedanken reist über Gleise und hält an Stationen wie: „Wenn ich das getan hätte“, „wenn andere mich lassen würden“,  oder, „ich bin unfähig.“  Manchmal beschuldigt der Verstand auf diesen sinnlosen und unangenehmen Wegen diejenigen, die uns in all diesen unglücklichen Situationen umgeben. Dadurch schwächen wir diesen erschöpften, diesen zerstreuten und handlungsunfähigen Verstand noch zusätzlich.

Die Fenster unseres Verstandes auf diese Art und Weise zu verschließen, hat zur Folge, dass wir nur das Echo dieses gespenstischen Lärms hören. Dieses Lärms, der Angst, Unentschlossenheit und Verzweiflung mit sich bringt. Eine gute Idee, um in Kontakt mit dem Schönen zu treten, das uns das Leben bietet, hat mit einer offenen Einstellung zu tun, die es erlaubt, dass zwei wunderbare Prozesse Teil unseres Verstandes werden: Entspannung und Neuschöpfung.

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Ich bin davon überzeugt, dass dir Recycling wichtig ist, wenn du dir vorgenommen hast, dass du besser auf die Umwelt und unseren Planeten achtgeben willst. Mit unserem Verstand müssen wir gleichermaßen umgehen: Ein Großteil unserer Gedanken nützt uns rein gar nichts und ist schädlich. Anstatt immer mehr dieser unnützen Gedanken anzuhäufen, sollten wir lieber versuchen, sie zu recyceln. Deshalb gibt es nichts besseres, als ein „ich kann nicht“  in ein „ich verdiene die Möglichkeit, es zu versuchen“  umzuwandeln.

Wir recyceln somit nicht nur unsere Gedanken und erzeugen neue, sondern erschaffen dadurch auch einen gesunden Verstand. Neue Sichtweisen, Vorsätze und Einstellungen erzeugen, stärken oder schwächen Verbindungen zwischen den Neuronen, die in unserem Gehirn arbeiten. Neue Gedanken führen zu neuen und wunderbaren Gefühlen, um diesem erschöpften Verstand mit seinen verschlossenen Fenstern Lebewohl zu sagen.

Das Schöne im Leben: von der Fähigkeit, neue Sichtweisen anzunehmen

Um die Magie unseres Verstandes und unserer Gefühle zu verstehen, schlage ich dir vor, ein kleines Experiment zu machen. Nimm ein Foto oder ein Buch zur Hand, das eine wunderschöne Landschaft zeigt. Gehe nun mit deiner Nase nahe an das Bild heran und berühre es mit ihr. Wenn wir versuchen, unsere ganze Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was wir sehen, erreichen wir damit nur, dass wir einen zusammengepferchten Fleck erkennen, ohne dass Ringsherum wahrzunehmen.

Unser erschöpfter Verstand funktioniert auf die gleiche Weise. Das, was wir aus dieser Perspektive wahrnehmen, ist nicht gerade bereichernd. Doch wenn wir uns entfernen, öffnet sich für uns nach und nach eine Welt voller Möglichkeiten und inspirierender Schönheiten. Uns von vielen Dingen, die uns umgeben, zu entfernen, ist etwas Positives. Das gibt uns die Möglichkeit, uns der Tatsache bewusst zu werden, dass nichts, rein gar nichts so viel Macht über uns hat, um uns zu Sklaven zu machen.

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Wie wir das Schöne im Leben wahrnehmen können

Die University of California (Kalifornien, USA) führte eine interessante Forschung über das Glück durch, die sehr hilfreich und aufschlussreich ist. Die Studie schloss mit der Erscheinung des Buches Train your brain to get happy.  In diesem Buch wird uns erklärt, wie unsere Gedanken Veränderungen in „unseren grauen Zellen“ hervorrufen, um ein einzigartiges emotionales Gerüst aufzubauen, das Gleichgewicht und Wohlbefinden bringt.

  • Um offener für die Möglichkeiten in unseren Lebensbereichen zu sein, reicht es nicht aus, dass wir uns einfach nur vorsagen: „Ich werde hinausgehen und mein Glück finden.“  Bevor wir neue Gedanken annehmen können, müssen wir erst alte verbannen.
  • Uns hin und wieder Fragen zu stellen, zwingt uns dazu, über diese Fragen nachzudenken und Mittel und Wege zu entdecken, um eine Antwort auf sie zu finden. Eine schlechte Frage ist wie ein Staubsauger, der aufnimmt, was er nicht braucht und was ihm schadet. Anstatt zu sagen „ich will glücklich sein“  ist es beispielsweise besser, uns zu fragen: „Was hindert mich daran, glücklich zu sein?“  Sobald wir uns die Frage gestellt haben, müssen wir darüber nachdenken.
  • Daneben gibt es noch andere Aspekte, denen wir uns bewusst sein sollten. Ein Mensch, der wirklich glücklich sein möchte, vergleicht sich weder mit anderen, noch spricht er in Konditionalsätzen („wenn ich das hätte“, „wenn ich wie… wäre“, „wenn andere doch nur bemerken würde, dass…“, etc.).

Benutze die Gegenwart, um Sätze zu formulieren, bleibe deinen Vorsätzen treu und miss deine Fähigkeiten nicht an denen anderer. Entwickle inspirierende, bestärkende und kreative Gedanken. Denke vor allem daran, dass nur ein offener Verstand das Außergewöhnliche sieht, wo andere nur das Gewöhnliche sehen.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Marie Desbons und Milla Marquis

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