Grundlos traurig: Was steckt dahiner?

Es ist ganz normal, sich manchmal grundlos traurig zu fühlen. Dieser Zustand nimmt dich gefangen, macht deinen Körper schwer, du experimentierst extreme Müdigkeit und eine undefinierbare Apathie. Wir schauen uns nachfolgend die möglichen Ursachen dafür an, die dir vielleicht bekannt vorkommen. 
Grundlos traurig: Was steckt dahiner?
Valeria Sabater

Geschrieben und geprüft von der Psychologin Valeria Sabater.

Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2022

Du wachst morgens mit einer seltsamen Apathie auf, mit einer Traurigkeit, die du dir nicht erklären kannst. Dein Körper reagiert langsamer und jeder Reiz tut dir weh, beispielsweise Lichtstrahlen und laute Geräusche. Du bist grundlos traurig und fragst dich, wie es dazu kommt?

Du fühlst einen Schmerz, der dich bedrückt und deinen Geist mit einem undefinierbaren Gefühl erfüllt, das du nicht erklären kannst. Es sind diese Tage, an denen du, wenn jemand deinen Gesichtsausdruck betrachtet und dich fragt, was los ist, antwortest: “Ich weiß nicht, ich habe heute einen schlechten Tag.”

Die Realität ist, dass unser Gehirn und unser Körper eine Ansammlung von chemischen Reaktionen sind, die manchmal Empfindungen in uns auslösen, die uns nicht bewusst sind. Und obwohl es Zeiten gibt, in denen Traurigkeit einen exogenen Ursprung haben kann, hat diese Emotion meist eindeutige innere Ursachen.

Wir neigen allerdings dazu, unser Leben im “Autopiloten” weiterlaufen zu lassen, um nicht zu sehen, was passiert, obwohl uns unser Gehirn warnt, dass es ein Problem gibt, das auf eine Lösung wartet.

Grundlos traurig: Wie kommt es dazu?

Grundlos traurig: Wie kommt es dazu?

Es ist ganz normal, sich manchmal grundlos traurig zu fühlen. Dieser Zustand nimmt dich gefangen, macht deinen Körper schwer, du experimentierst extreme Müdigkeit und eine undefinierbare Apathie. Wir schauen uns nachfolgend die möglichen Ursachen dafür an, die dir vielleicht bekannt vorkommen.

1. Externe Faktoren

Eine falsche Ernährung kann einer der Gründe sein. Das passiert unter anderem, wenn du eine extreme Diät einhältst und dein Organismus deshalb zu wenige Nährstoffe erhält. Eine Ernährung mit wenig Proteinen, Vitaminen und Mineralien (wie Eisen, Magnesium oder Phosphor) schwächt grundlegende Funktionen und macht dich müde.

Wenn es deinem Körper an Nährstoffen mangelt, wirkt sich das auch auf deine Stimmung aus. Du fühlst dich schwach und traurig.

In vielen Fällen versteckt sich hinter der Traurigkeit auch eine saisonale depressive Verstimmungdie unter anderem durch lange dunkle Tage und schlechtes Wetter hervorgerufen wird. Viele Menschen neigen deshalb im Winter zu Traurigkeit, Müdigkeit und Apathie.

2. Innere Faktoren

Frau ist grundlos traurig

Ein Mangel an Noradrenalin oder Serotonin führt ebenfalls zu Traurigkeit und Apathie. Wie kommt es zu niedrigen Werten dieser Neurotransmitter? Sowohl umweltbedingte als auch persönliche Gründe können dies erklären. 

Die ersten Hinweise sind vielleicht Kopfschmerzen, Müdigkeit und ein geschwächtes Immunsystem, denn dein Körper reagiert auf deine Sorgen und deinen Kummer. Wir sprechen von einer Somatisierung durch maladaptive Gedanken, Verhaltensweisen oder Gefühle.

Der Hypothalamus reagiert auf Sorgen, indem er Corticotropin produziert, das wiederum die Ausschüttung von Cortisol im Blut anregt. All das wirkt sich auf unser Verhalten und unsere Gefühle aus… und macht uns müder, besorgter und wortkarger.

Grundlos traurig? Es gibt immer einen Grund

Mädchen ist grundlos traurig

Die offensichtlich grundlose Traurigkeit, die unerwartet auftritt, hat immer einen Grund. Dein Körper gibt dir Alarmsignale  und warnt dich. Spätestens dann ist es an der Zeit, über deine Situation nachzudenken und zu analysieren, was dich tatsächlich beunruhigt.

Vielleicht verleugnest du die Existenz von Problemen, denn du bist in der Routine des Alltags gefangen: Verpflichtungen, Arbeit, Kinder, Beziehung… die Hektik des Alltags ist ein gut geölter Motor, der dich manchmal daran hindert, Mensch zu sein.

Denke darüber nach, vielleicht geht es dir nicht so gut, wie du denkst. Du bist verwundbar und es gibt etwas, das dich beunruhigt. Zieh deine Rüstung aus. Suche nach dem Ende des Strangs in deinem Kopf und entdecke, was dahintersteckt.

Dein Körper hat dir bereits einen Hinweis darauf gegeben, dass es dir nicht gut geht. Pass also auf dich auf, kümmere dich um dich selbst und deine Innenwelt, die dein Leben bewegt.

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