Grounding zum Abbau von Ängsten

Du kannst Grounding jederzeit praktizieren, am besten jedoch wirkt diese Technik in der freien Natur.
Grounding zum Abbau von Ängsten

Letzte Aktualisierung: 05. Oktober 2021

Wir präsentieren dir heute sehr einfache Grounding-Übungen, die entspannend wirkt und deshalb bei Stress und Ängsten zu empfehlen ist. Ein zentraler Punkt ist, sich durch die Erdung auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Diese Methode hilft bei Nervosität, Angst und Traurigkeit.

Eine an der Universität von Kalifornien durchgeführte Studie bestätigt die Vorteile des Grounding. Sie weist darauf hin, dass diese Methode Entzündungen reduziert, die Immunabwehr stärkt und Vitalität fördert. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Der meiste Stress und die meisten Ängste kommen daher, dass wir uns von unserem Körper abkoppeln. Je mehr du in deinem Körper geerdet bist, desto weniger Stress und Ängste wirst du erleben.”

Scott Jeffrey

Grounding-Technik zum Abbau von Ängsten

Grounding-Übung: die klassische Version

Es gibt verschiedene Übungen zur Erdung, wobei die direkte Begegnung mit der Natur immer im Vordergrund stehen sollte. Wenn du am Strand oder im Wald spazieren gehst, fühlst du dich friedlich und entspannt. Du erlebst die Natur und genießt die spontane Erdung.

Ziehe dir für diese Grounding-Übung die Schuhe und Socken aus. Spüre die Kieselsteine, das Gras, den Waldboden oder den Sand unter deinen Füßen. Natürlich sollten keine verletzenden Elemente vorhanden sein. Gehe zehn Minuten lang auf dem Naturboden und atme dabei bewusst langsam ein und aus. Konzentriere dich auf die Textur des Bodens.

Der direkte Hautkontakt mit der unregelmäßigen Oberfläche der Erde entspannt dich. Du erfährst eine natürliche Fußsohlenmassage und kannst dich ganz auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Diese Übung hilft dir, Ausgleich zu finden und fördert dein Wohlbefinden.

Grounding-Übung: die Alternative

Diese Alternative eignet sich auch für zu Hause und ist deshalb bequem, um dich zwischendurch zu entspannen. Setze dich auf einen Stuhl und stelle deine Füße flach auf den Boden. Atme bewusst ein und aus und vertiefe deine Atmung allmählich. Vergiss nicht, Schuhe und Socken auszuziehen, denn auch diese Übung wird barfuß ausgeführt.

Während du rhythmisch und bewusst ein- und ausatmest, konzentrierst du deine Aufmerksamkeit auf deine Fußsohlen. Beobachte deine Empfindungen, die Beschaffenheit des Bodens, die Temperatur deiner Haut…

Genieße den friedlichen Augenblick und die Ruhe, die tief in dich eindringt. Nach drei Minuten kommst du schließlich entspannt zurück in deinen Alltag.

Grounding-Übung

Und noch eine Variante…

Wir empfehlen dir diese Grounding-Technik in Augenblicken, in denen du das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren. Schließe deine Augen und höre auf die Geräusche der Umgebung. Benenne die drei Geräusche, die du am deutlichsten hörst. Öffne dann deine Augen und bezeichne die drei Farben, die in deiner Umgebung vorwiegen. Abschließend nennst du drei Empfindungen, die du in diesem Augenblick auf deiner Hand spürst.

Mit dieser kurzen Grounding-Übung kannst du dich mit der Gegenwart verankern und deinen Geist beruhigen. Angst tendiert dazu, sich in die Zukunft zu projizieren, die als bedrohlich empfunden wird. Diese Übung holt dich zurück in den Augenblick, den du gerade erlebst. Sie beruhigt dich und gibt dir mehr Sicherheit.

Grounding-Techniken sind sehr einfach und haben viele Vorteile. Nimm dir kurz Zeit, um dein Bewusstsein auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren und so deine Ängste zu beruhigen. Achtsamkeit ist einer der Schlüssel zur Selbstkontrolle. Praktiziere diese Übungen regelmäßig, um in deinem Alltag davon zu profitieren.

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  • Figueras, T. (2013). Grounding: concepto y usos en danza movimiento terapia (DMT)