Gedanken zum Thema Glück

3. März 2016 en Emotionen 0 Geteilt

Viele Bücher sagen, dass man glücklich wird, wenn man sich immer wieder Mantras vorspricht. In solchen Büchern gibt es Mantras für Momente, in denen man traurig ist oder in denen man frustriert ist. Dann soll man diese Mantras immer und immer wieder wiederholen. Aber macht dieses ständige Wiederholen wirklich glücklich? Wiederholung ist dazu da, den eigenen Glauben zu stärken. Es regt unser Unterbewusstsein an und sorgt dafür, dass Dinge aus dem Unterbewusstsein immer mehr ins Bewusstsein kommen. Aber werden wir dadurch glücklich? Ja, das werden wir, allerdings nur wenn wir schon glücklich sind.

Wenn man ständig etwas wiederholt, was man eh schon fühlt und wovon man bereits überzeugt ist – selbst wenn es nur unterbewusst ist – dann wird diese Überzeugung weiter gefestigt. Wenn man es dann so oft wiederholt, wird man sich am Ende tatsächlich besser fühlen, denn man sendet sich selbst eine positive Botschaft.

Wenn du aber nicht glücklich bist, solltest du dann Wiederholungsübungen machen? Nein, denn das wird nur dazu führen, dass du am Ende frustriert bist. Es wird dir nicht leicht fallen, dich selber auszutricksen – schließlich bist du ja clever! Wenn du dir ständig etwas vorsagst, wovon dein Unterbewusstsein überzeugt ist, dass es falsch ist, wird dich das nur frustrieren und verärgern, weil du nicht das erreichst, was du dir wünschst.

Es gibt so viele verschiedene Arten von Glück wie es Menschen gibt

„Glück heißt für mich, dass ich wertschätze, was ich habe und dass ich nicht das möchte, was ich nicht im Überfluss besitze.“

 Leo Tolstoi

Dein Glück ist einzigartig. Jeder Mensch hat eine andere Vorstellung davon, was es heißt, glücklich zu sein. Glück steht nicht schon irgendwo fertig im Regal, es ist keine konkrete Realität. Das, was deine Familie, deine Nachbarn oder deine Freunde glücklich macht, muss nicht das sein, was dich persönlich glücklich machen wird.

Für manche Menschen bedeutet Glück, Erfolg zu haben. Für andere mag es Berühmtheit oder vielleicht Wohlstand sein. Es könnte für dich aber auch bedeuten, den richtigen Partner zu finden, die Bücher eines tollen Schriftstellers zu lesen oder deine Lieblings-Musik zu hören.

Jeder Augenblick deines Lebens ist einzigartig. Seit gestern bist du wieder reifer geworden und heute wirst du auch reifen. Was dich vor einiger Zeit noch glücklich gemacht hat, wird vielleicht heute keine Bedeutung mehr für dich haben. Das passiert, weil du dir neue Ziele gesetzt hast, die zu erreichen dich dann wieder glücklich machen werden.

Die zwei Seiten von Glück

Zunächst musst du also überhaupt erst einmal herausfinden, was dich glücklich macht. Lerne deine Bedürfnisse kennen, deine Ziele und deine Wünsche. So wirst du auch dein persönliches Glück finden. Wenn du jemand bist, der ständig über neue Ziele nachdenkt, noch bevor er die alten überhaupt erreicht hat, dann solltest du etwas an deinem Denken ändern. Man kann nicht immer nur auf dem Weg sein. Man muss ab und zu auch mal anhalten und den Erfolg feiern.

Lerne, deine Erfolge zu genießen. Erfreue dich an den Dingen, die du geschafft hast und an der Arbeit, die du dort investiert hast. Das wird dich glücklich machen. Dann wirst du nämlich erleben, wie glücklich es macht, wenn man sich ab und an auch mal wirklich selbst feiert.

Danach kannst du dich wieder voller Enthusiasmus neuen Zielen widmen. So sollte es sein: Jedes Mal, wenn du ein Ziel erreicht oder ein Bedürfnis befriedigt hast, sollte das nächste folgen. Es ist wichtig, dass du Klarheit über deine Ziele hast. Was ist es, das du wirklich erreichen möchtest? Manchmal glauben wir, wenn wir nach etwas streben, was außerhalb unserer normalen Raster und Routinen liegt, wenn wir also über den Tellerrand schauen, dass das in einem Desaster enden wird. Aber eigentlich wissen wir, dass das nicht der Fall ist!

Der zweite Schritt ist, wirklich das zu tun, was man tun möchte. Das kann manchmal herausfordernd sein, denn was wir wirklich wollen, ist möglicherweise total unkonventionell. Aber wenn das genau das ist, was du tun möchtest, dann tu es! Wenn du es magst, zu malen, zu tanzen oder Gedichte zu schreiben, dann tu es!

Aber du musst auch nicht von heute auf morgen alles andere hinter dir lassen, um dich selbst ganz und gar dieser einen Sache hinzugeben. Du kannst es Schritt für Schritt entwickeln. Beobachte dabei, wie du dich fühlst, während du es versuchst. Solltest du dabei bemerken, dass du dich glücklich fühlst, dann hast du einen Sechser im Lotto gezogen! Dann kannst du mehr und mehr Zeit dort hineininvestieren – dann ist es die Sache nämlich wert und wird dir gut tun.

Sag dich von negativen Gefühlen los

Halt dich von Dingen fern, die dir deine Energie rauben. Vermeide Stress und unnötige Diskussionen. All diese Dinge werden dich nicht nur verletzen, sondern dich auch daran hindern, zu sehen, was wirklich um dich herum geschieht. Natürlich passieren gute Dinge in deinem Leben – Dinge, die mit deinen Zielen oder deinen Bedürfnissen zu tun haben. Aber vielleicht bemerkst du sie gar nicht, weil du von einer bestimmten Situation oder einer bestimmten Frage abgelenkt wirst.

In diesem ganzen Prozess ist es sehr wichtig, dass du dir die richtigen Dinge zur Priorität machst. Glücklich zu sein sollte deine erste Priorität sein. Ja, viel Geld zu verdienen ist gut für dich, aber es sollte nicht zu dem einzigen Ziel in deinem Leben werden. Denn im Grunde ist es viel wichtiger, glücklich zu sein. Du solltest also mehr Energie darauf verwenden, glücklich zu werden.

„Glück ist der Weg, nicht das Ziel. Also arbeite so, als wenn du kein Geld bräuchtest. Liebe, als wenn du noch nie verletzt worden wärst. Und tanze, als würde dir niemand dabei zusehen.“

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