Für ein friedliches Zusammenleben musst du addieren, nicht subtrahieren

4. September 2017 en Psychologie 191 Geteilt

Ich befinde mich in meinem Leben an einem Punkt, wo ich Halbwahrheiten, den falschen Schein und Menschen mit Profitgier einfach nur ermüdend finde. Die Welt ist von dunklen Tagen und unterschiedlichsten Leuten durchdrungen. Aber ich möchte Gesellschaft haben, die um die Addition weiß, nicht um die Subtraktion. Ich wünsche mir Verbindungen, die für mich wie ein Leuchtturm wirken, damit ich mir einen freieren Horizont errichten kann, der voll Hoffnung ist.

„Wir kommen in diese Welt, um in Harmonie zusammenzuleben. Diejenigen, die um diese Tatsache wissen, kämpfen nicht miteinander.“

Buddha

Es gibt Menschen, die zweifellos einen spürbaren Eindruck erwecken können, wenn sie einen Raum betreten. Auf sie scheint der berühmte Ausdruck des „inneren Lichtes“ zuzutreffen. Ihre Präsenz ist beeindruckend und aus irgendeinem Grund strahlen sie Ruhe und Harmonie aus – und Licht.

Diese Menschen wissen zweifellos, wie man addiert. Sie tragen zum Zusammenhalt bei und bringen ihr kleines Umfeld in den Fluss. Der Mensch, der diesen positiven Einfluss ausübt, hat das bewusst gewählt. Er hat zu sich selbst ein gutes Verhältnis, da gibt es keine Konflikte, keine Bosheit. Da gibt es nur ein inneres Gleichgewicht, das er auf sein Umfeld übertragen kann.

Normalerweise sind solche Personen sehr geübt darin, ihre emotionalen Schirme aufzuspannen. Dies wiederum schützt sie vor den heimtückischen Handlungen anderer, vor Manipulationen und Leuten, die ihnen die Schuld wie einen schwarzen Peter zuzuschieben versuchen.

Wir laden dich ein, die Strategien dieser Menschen zu erlernen.

Das Wissen um Addition und Zusammenleben bedeutet auch, Grenzen zu setzen

Wir leben in einer komplexen Welt und in Feldern, die mit einer energetischen Ladung versehen sind. Diese Ladung kann positiv oder negativ sein. Das hängt damit zusammen, wie die Leute, die dort leben, miteinander interagieren. Und dann gibt es da die Etiketten, die man den Leuten anhängt, wie zum Beispiel „Toxizität“ oder „toxische Menschen“. Über diese polemischen Labels hinaus gibt es jedoch eine Sache, die klar ist und die wir akzeptieren müssen: Es wird immer Menschen geben, die unsere Existenz – direkt oder indirekt – mit einem bitteren Gefühl anreichern werden.

Das sind die Leute, die nicht wissen, wie man addiert. Das ist uns klar. Freunde, Mitarbeiter oder Familienmitglieder, die nicht verstehen oder sogar niemals verstehen werden, das es für ein Zusammenleben nicht ausreicht, nur die eigenen Bedürfnisse zu pflegen und zu befriedigen. Man sollte trotzdem auch nicht unerwähnt lassen, dass sich hinter jener – wie angenommen – toxischen Person auch ein konkretes Problem verbirgt. So zum Beispiel eine versteckte Depression, die ohne Zweifel unsere Empathie erfordert.

Zusammenleben erfordert auch, dass wir wissen, wie das mit dem Verständnis und der Empathie geht. Wir müssen zwischen den Zeilen lesen und nicht automatisch Schlussfolgerungen ziehen, mit denen wir die Menschen in ihrem Elend allein lassen. Andererseits müssen wir gegenüber anderen Menschen unser Schutzschild benutzen, um uns nicht mit ihrer Negativität anzustecken. Es geht also darum, Grenzen zu setzen, nachdem wir in Erfahrung gebracht haben, was dieser Diskrepanz zugrunde liegt.

Menschen, die wissen, wie man strahlt, und Menschen, die wissen, wie man zusammenlebt

Wir haben zuerst über Leute gesprochen, die wissen, wie man strahlt und wie man seine kognitive Bewusstheit benutzt. Dies ist vor allen Dingen ein wirklich nützliches Werkzeug. Wir sollten alle lernen, es in die Praxis umzusetzen. Wir sollten es uns alle aneignen, um unsere alltägliche Umgebung mit einer Energie zu versehen, die Zusammenhalt schafft. Mit einer Energie, die uns die Gelegenheit gibt, uns mit Respekt und emotionaler Intelligenz zu verteidigen.

Derjenige unter euch verfügt über wahre Größe, der das Licht anderer nicht auslöschen muss, um selbst zu leuchten.

Damit wir einen positiven Einfluss auf unser alltägliches Umfeld ausüben und den Zusammenhalt fördern können, müssen wir uns zuerst einmal selbst mit Zusammenhalt erfüllen. Das heißt, wir müssen wissen, was in unserer inneren Welt gerade passiert. Wir sollten lernen, eine erweiterte kognitive Bewusstheit zu trainieren.

Damit wir addieren und nicht subtrahieren, sollten wir nicht nur der Außenwelt Aufmerksamkeit schenken. Es geht nicht nur darum, mit der allerbesten Absicht, die wir aufbringen können, anderen zu helfen und Gutes zu tun. Der Mensch, der sich einzig und allein auf seine Außenwelt konzentriert, vernachlässigt sich gewöhnlich selbst. Und auch dabei geht die Harmonie verloren.

Darum ist es notwendig, dass du einen authentischen inneren Frieden entwickelst und dich deiner Werte und Stärken besinnst. Deine Selbstachtung sollte immer soweit genährt sein, dass sie der Leuchtturm sein kann, nach dem vor allem du navigieren kannst.

Auf der anderen Seite ist es auch eine gute Sache, wenn du eine angemessene sensorische Bewusstheit in die Praxis umsetzt. Wir sollten eine Intuition, ein Verständnis für die Gefühle anderer besitzen. Für Gefühle, die uns umgeben und gefangennehmen.

Ein Mensch, der weiß, wie man strahlt, und der auch weiß, wie man addiert, ist dazu in der Lage, die emotionale Welt anderer zu verstehen. Er wird eine respektvolle und angemessene emotionale Distanz gegenüber Personen wahren, die ihre Konflikte, ihre Kritik und ihre grundlose Bitterkeit vor sich hertragen. Er wird gleichermaßen wissen, wie man Menschen empathisch begegnet, die ihre wahren Bedürfnisse durch eine feindselige Haltung oder schlechte Laune tarnen. Darunter verstecken sich nämlich oft Einsamkeit, Angst und Depression.

Baue Brücken und ziehe keine Grenzzäune

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wahres Zusammenleben nicht bedeutet, dass du Grenzzäune ziehst oder einfach ignorierst, was du nicht magst oder nicht verstehst. Es geht vielmehr darum, Brücken zu brauen und andere Meinungen anzuerkennen. Beim Zusammenleben geht es darum, die Leute zu verstehen, die still vor sich hin leiden und denen wieder zum Leuchten zu verhelfen, die vorübergehend von einer dunklen Wolke der Fassungslosigkeit umgeben sind. Authentische Distanz sparen wir uns für die Momente auf, wo uns wirkliche Schmerzen zugefügt werden.

Denn die Menschen, die um die Addition wissen, können von niemandem gefangen genommen werden. Sie sind freie Menschen, die glücklich sind, sie selbst zu sein. Menschen, die wiederum in der Lage dazu sind, ihr Wohlbefinden auf die Leute um sich herum zu übertragen.

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