Es sind unsere Taten, die uns definieren, nicht unsere Intentionen

· 3. Juli 2017

Es war schon immer viel leichter, Erwartungen zu kreieren, als ihnen zu entsprechen. Deshalb sind wir eher an Wahrscheinlichkeiten gewöhnt, die auf Zufall basieren und nicht auf Sicherheit. Und dann vergisst du schließlich, dass du bist, was du tust, und nicht das, was du sagst, dass du tun wirst. Du bist das, was deine Taten über dich aussagen und deine Intentionen sind schlichtweg eine Dekoration.

Ein altes Sprichwort sagt:
Du solltest deine Hühner zählen, bevor sie brüten.

Durch deine Taten hinterlässt du Spuren, die zu anderen führen oder den Weg in deine Zukunft weisen. Eine Reaktion auf oder eine Einstellung einer Situation gegenüber kann den Unterschied machen. Mit anderen Worten: das gute Herz, das du hast, muss zu deinen Bewegungen und Gedanken passen. Was du sagst, überträgt sich auf andere Menschen, aber was du tust, kann viel deutlicher und dauerhafter gespürt werden.

Die Frustration von Erwartungen

Wir lieben Erwartungen und sie scheinen uns zu einem gewissen Grad dazu zu inspirieren, das zu erreichen, wonach wir streben. Sie werden impulsiv geschaffen, nähren unsere Träume von Wachstum und davon, andere glücklich zu machen. So werden Erwartungen zu einem Startpunkt von Authentizität, denn sie kommen aus unserem tiefsten Inneren. Aber sie gehen auch mit Fragilität und Frustration einher.

„Erwartungen sind wie feines Chinesisches Porzellan. Je stärker du dich an sie hängst, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie zerbrechen.“

Brandon Sanderson

Ohne es überhaupt zu bemerken, sind viele unserer täglichen Gedanken Erwartungen und Illusionen, die auf Versprechen beruhen. Nicht nur Versprechen anderer, sondern deiner selbst: „Er hat mir versprochen, dass wir ausgehen und feiern werden, aber diese Woche klappt es nicht.“, „Ich werde in diesem Bewerbungsgespräch sicher hoch punkten, schließlich habe ich mich sehr gut vorbereitet.“, „Sie erwartet diese CD, die ich ihr für ihren Geburtstag gezeigt habe, aber jetzt habe ich vergessen, sie zu kaufen.“,  sind nur einige Beispiele dafür.

In vielen Fällen führen Versprechen und Erwartungen zu Enttäuschungen, Traurigkeit und Gereiztheit. Und zwar genau dann, wenn die nötige Mühe fehlt, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Intentionen sind keine absoluten Wahrheiten. Und es ist ein Fehler, zu glauben, dass sie das wären. In diesem Sinne kannst du dich nur an eine Tatsache halten – und zwar ohne Angst haben zu müssen, dass sie zerbricht – wenn sie tatsächlich ausgeführt wurde.

Du bist das, was du tust: Deine Taten definieren dich

Im Film Batman Begins  hat jemand bemerkt: „Es geht nicht darum, wer du im Inneren bist, deine Taten definieren dich.“  Es scheint so, als man hier eine tiefere Überlegung zu diesem Thema vorschlägt. Es ist nicht so, dass es egal wäre, was wir in uns tragen. Es ist nur so, dass uns unsere Taten in der äußeren Welt verankern, unabhängig davon, was wir entsprechend unserer Gedanken und Worte tun wollten.

Und das heißt, dass du bist, was du tust. Denn wenn dein Herz gut ist, dann wird es dein Umfeld in den kleinen Details sehen können. Und wenn dein Herz im Gegenteil schlecht ist, dann können deine Versprechungen und Erwartungen diese Tatsache nicht verstecken.

Am Ende haben wir alle drei Persönlichkeiten: die, die wir sind, die, die wir glauben, zu sein, und die, die andere denken, die wir sind. Das ist Grund genug, um zu versuchen, dass alle drei in Harmonie leben können. Wenn wir sagen, dass wir etwas tun werden, und wir es nicht tun, dann kollidieren diese drei Persönlichkeiten. Und negative Emotionen werden geboren.

Und was ist mit den guten Intentionen?

Gute Intentionen sind fundamental. Ohne sie wäre das Endergebnis wohl kaum gut. Es ist vorteilhaft, immer die Absicht zu besitzen, dich selbst zu überwinden. Zum Beispiel auf deiner Arbeit, wo die Ziele, die du dir gesetzt hast, so wichtig sind.

„Nützlich und gut sind Taten, die einem Zweck dienen und ihn erfüllen.“

Maimónides

Die Absicht zu haben, ein Ziel zu erreichen, führt allein nicht zu diesem Ziel. Wie viele deiner Neujahrsvorsätze hast du beispielsweise in den letzten Monaten umgesetzt? Positive Absichten geben uns Lebenskraft und führen zur Ausschüttung von Adrenalin, aber wir müssen auf sie Handlungen folgen lassen.