Erfolg im Beruf: Tagebuch zur Selbsterkenntnis

Ein Tagebuch kann dir nicht nur in persönlichen Bereichen, sondern auch im Beruf dabei helfen, dich selbst besser kennenzulernen.
Erfolg im Beruf: Tagebuch zur Selbsterkenntnis
Michael Schaller

Geprüft und freigegeben von Psychologe Michael Schaller.

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 15. September 2022

Ein Tagebuch zur Selbsterkenntnis ist ein sehr effizientes Werkzeug zur Verbesserung deiner Arbeitsleistung. In Phasen geringer Motivation oder wenn Probleme auftreten, kannst du damit deine beruflichen Aufgaben optimieren.

Dieses Instrument hilft dir auch bei Zweifeln an deinem Job, beispielsweise, wenn du dir überlegst, dir etwas anders zu suchen und dir nicht sicher bist. Du hast Konflikte mit Vorgesetzten oder Mitarbeitenden? Auch in diesem Fall kann das Tagebuch zur Selbstkenntnis vorteilhaft sein.

Es empfiehlt sich, mindestens vier Wochen lang konsequent zu sein, um tatsächlich von dieser Strategie zu profitieren. Wir erklären dir heute, wie das geht.

“Schreiben ist die tiefgründigste Art, das Leben zu lesen.”

Francisco Umbral

Erfolg im Beruf: Tagebuch zur Selbsterkenntnis
Das Tagebuch zur Selbsterkenntnis hilft dir dabei, Probleme und Lösungen zu erkennen.

Tagebuch zur Selbsterkenntnis für beruflichen Erfolg

Das zentrale Ziel dieses Werkzeugs ist, sich selbst im beruflichen Umfeld besser kennenzulernen. Natürlich erweiterst du dadurch auch deine allgemeine Selbstkenntnis, aber heute konzentrieren wir uns auf die Arbeit.

Du musst dich nicht vorbereiten, sondern beginnst am besten damit, spontan und ehrlich zu dir selbst zu sein. Wenn du zu rational oder methodisch vorgehst, misst du deinen Gefühlen und Ideen zu wenig Wert bei. Was zählt, sind Beständigkeit und Ehrlichkeit.

Am besten schreibst du jeden Tag, zu Beginn und am Ende deines Arbeitstages. Es ist aber auch ratsam, das Tagebuch mitzunehmen, um es jederzeit zur Hand zu haben, um Dinge aufzuschreiben, zu kritzeln oder zu zeichnen.

Konkrete Schritte …

Bei diesem Tagebuch gibt es keine festen Regeln. Du kannst das Buch frei gestalten, wir geben dir nur einige Tipps, die dir anfangs helfen werden. Am besten schreibst du deine ersten Zeilen am Tagesbeginn, vielleicht nach dem Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit.

Beschreibe, wie du dich fühlst, was du von diesem Tag erwartest, was dich beunruhigt oder motiviert. Versuche nicht, perfekt oder streng mit dir zu sein. Du kannst von einem Thema zum nächsten springen – das ist in Ordnung. Du musst die Ideen weder zu Ende führen, noch musst du auf Rechtschreibfehler achten. Alles ist möglich. Auch die Länge spielt keine Rolle.

Es ist ratsam, sich für diese Übung ein Zeitlimit zu setzen – etwa 5 bis 10 Minuten. Wenn es dir schwerfällt, loszulassen, schränke die Zeit noch mehr ein, denn das wird dir dabei helfen, nicht zu viel nachzudenken, bevor du schreibst. Wenn dich im Laufe des Tages etwas bedrückt oder beunruhigt, kannst du jederzeit zu deinem Tagebuch zurückkehren und etwas aufschreiben.

Tagebuch zur Selbsterkenntnis
Das Tagebuch zur Selbsterkenntnis kann dir Aspekte von dir zeigen, die du vielleicht noch nicht kanntest.

Der zweite Teil …

Abends konzentrierst du dich auf die Ereignisse des Tages, bewertest deine beruflichen Erfahrungen und überlegst dir, was der Höhepunkt war. Wie war deine Stimmung, was war dein größter Erfolg? Was hast du nicht geschafft, was macht dir Sorgen? Welche Schlussfolgerungen ziehst du aus deinen Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen?

Es ist sehr befriedigend, am Ende der Reflexion einen kleinen Platz für die Dankbarkeit zu reservieren. Versuche, deine Erfahrungen abschließend in einem einzigen Satz zusammenzufassen.

Am Ende der Woche hältst du inne und nimmst dir Zeit, dein Tagebuch zu lesen. Du entdeckst vielleicht Aspekte, die dir zuvor nicht aufgefallen sind. Dies wird dir dabei helfen, alles klarer zu sehen, deine Stärken und Schwächen zu erkennen, dich in einigen Bereichen zu verändern und bessere Entscheidungen zu treffen. Beginne noch heute mit deinem Tagebuch!

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