Emotionaler Müll – bitte löschen ohne zwischenzuspeichern

6. Januar 2016 en Emotionen 6 Geteilt

Wenn du zuhause putzt, räumst du auf und ordnest und schmeißt Dinge in den Müll. Wenn du dein Essen vorbereitest, schmeißt du die Verpackungen weg. Wenn sich bereits zu viele Akten oder Papiere auf deinem Schreibtisch angesammelt haben, wirfst du einen Teil davon in den Papierkorb. Und was passiert mit deinen Gefühlen und Emotionen? Gibt es dafür einen „Papierkorb“, wie den auf dem Computer?

Auch der emotionale Müll sammelt sich immer weiter an, wenn wir nicht wissen, wie wir ihn rechtzeitig loswerden können. Bis du eines Tages keinen Platz mehr für irgendetwas anderes haben wirst. Das Problem wird dann sein, dass deine positiven Gefühle nicht mehr in dich hineinpassen werden, weil du bereits voll von negativen Emotionen bist.

Wenn es dir schon mal passiert ist, dass du morgens beim Aufstehen vollkommen demotiviert bist, keine Lust hast, irgendetwas zu tun und die schreckliche Empfindung hast, dass es besser wäre, aufzugeben anstatt zu kämpfen, dann kann es sein, dass die Schwelle des Stresses und der toxischen Gefühle bereits ihre Grenze überschritten hat.

Dies passiert häufiger als du denkst und es kann viele Male im Leben auftreten. Wann genau? Wenn wir uns nicht vom Zorn, vom Groll, von der Frustration, dem Stress, dem Ärger, der Rache oder dem Neid losmachen können. Diese Zustände werden sich anhäufen bis unsere „Festplatte“ keine Kapazitäten mehr hat, um Dinge zu speichern.

Es stimmt, dass der emotionale Müll dir keinen räumlich-physischen Platz wegnimmt. Du wirst nicht schlanker sein, wenn du ihn entfernst, aber es wird dir die schwere Last auf psychologischem, mentalem und geistigem Niveau erleichtern.

Du solltest dich darum kümmern, all jene schlechten Gefühle zu bereinigen, die dir nichts bringen und dich im Gegenteil sogar schlecht fühlen lassen. Wenn du es nicht tust, kann es sein, dass du dich mit jedem Mal unzufriedener mit deinem Leben fühlst und außerdem wird dir die Energie fehlen, um die täglichen Aufgaben anzugehen.

Wenn du, nachdem du diese Worte überdacht hast, anfangen willst, deinen emotionalen Müll loszuwerden, kannst du dir im Folgenden interessante und effiziente Schritte oder Techniken ansehen, die dir helfen werden.

Emotionaler Müll – Wie werde ich ihn los?

Zuerst einmal wäre es gut, wenn du deine Erwartungen anpasst. Das bedeutet nicht, dass du aufhören sollst, zu träumen, zu planen und die Perfektion zu suchen, sondern dass du den Druck etwas minderst, indem du die Erwartungen an dich selbst wie an andere zurückschraubst. Wenn wir zu hohe Erwartungen haben (das kann auf der Arbeit sein, in der Beziehung, im Studium, in den Zukunftsplänen) und diese sich nicht erfüllen, werden wir tiefe Traurigkeit und Frustration spüren.

Deshalb solltest du als Erstes, um den emotionalen Müll zu entfernen, deine Ziele an deine Möglichkeiten anpassen. Vielleicht könnte man sich kurzfristige Ziele setzen, die sich zusammen in etwas Größeres verwandeln. Anstatt zum Beispiel der Geschäftsführer deiner Firma sein zu wollen, könntest du zuerst als Aufseher arbeiten und dann die restlichen Positionen nach oben klettern.

Als Zweites, denk immer daran, eine positive Grundhaltung zu bewahren. Wenn du im Gegenteil dauerhaft an die schlechten Dinge denkst, ist es wahrscheinlicher, dass du scheitern wirst. Gewöhn dir an, ein „Tagebuch der positiven Einstellung“ zu schreiben. Notiere jeden Tag mindestens drei gute Dinge, die dir passiert sind, egal wie klein oder unbedeutend sie dir erscheinen mögen.

Sei es, dass du in der U-Bahn einen Sitzplatz hattest oder einen Geldschein in deiner alten Jacke gefunden hast, oder seien es größere Neuigkeiten wie ein neuer Job, ein gutes Gespräch mit einer Person, die dir wichtig ist. Auf diese Weise wirst du beginnen, dich glücklicher mit dem zu fühlen, was du hast. Du wirst dankbarer sein für das, was dir passiert und du wirst keinen Platz für negative Gefühle haben.

Der dritte Schritt, um die toxischen Gedanken und Gefühle loszuwerden und glücklicher zu leben, ist aktiv zu werden. Was soll das heißen? Nun gut, es heißt, dass es nicht reicht, in unser Inneres zu blicken und zu sagen „Ja, ich habe negative Gefühle“,  sondern dass es auch notwendig ist, etwas dagegen zu tun. Handle so früh wie möglich, immer in deinem Rhythmus, um dich von all dem frei zu machen, was dich belastet.

Anstatt sitzen zu bleiben und zuzusehen, wie sich emotionaler Müll aufhäuft, fange mit dem „Hausputz“ an. Je nachdem wie es dir gefällt, kannst du es nach und nach tun oder einen ganzen Tag darauf verwenden, alles auf einmal wegzuschmeißen.

Es ist nicht nötig, dass du irgendeinen Reinigungsartikel kaufst. Du kannst gewisse Techniken anwenden, um dein Ziel zu erreichen, wie zum Beispiel die Meditation, Entspannung, eine bewusstere Atmung, ein Kurs zum Umgang mit Wut.

Du wirst anfangen, festzustellen, dass das Leben dich anlacht und du ihm das Lächeln zurückgibst, und dies wird sich auf alles auswirken, was dich umgibt.

Auch interessant