Emotionale Intelligenz bei der Arbeit: Warum ist sie wichtig?

31. Dezember 2018

Emotionale Intelligenz ist ein Thema, über das viel gesprochen wird, auch außerhalb des akademischen Feldes. In der Regel wird der Begriff der Intelligenz verwendet, um sich auf unsere Fähigkeit, Probleme unter Anwendung von Logik zu lösen, zu beziehen. Auf der anderen Seite hängt die emotionale Intelligenz mit unserer Fähigkeit zusammen, unsere eigenen Emotionen und die anderer Menschen zu verstehen und gut mit ihnen umzugehen.

Obwohl wir die Bereiche, die mit dieser Fähigkeit verbunden sind, in vielen verschiedenen Situationen anwenden können, ist es besonders wichtig, emotionale Intelligenz bei der Arbeit zu zeigen. Menschen, die sich für eine Stärkung ihrer Fähigkeiten auf dem Gebiet der emotionalen Intelligenz entschieden haben, ebnen den Weg für Fortschritte der eigenen Person und des Teams. Sowohl bezüglich der Zufriedenheit mit dem Job als auch hinsichtlich der Beziehungen zu den Kollegen wurde dies festgestellt. Einige Experten meinen sogar, emotional intelligent zu sein, sei der Schlüssel, um ein höheres Einkommen zu erzielen.

Im heutigen Artikel werden wir dir zeigen, wie du emotionale Intelligenz bei der Arbeit anwenden kannst. Dabei konzentrieren wir uns auf drei Hauptaspekte: Jobsuche, professionelle Leistung und Führung. Bevor wir tiefer in das Thema eintauchen, wollen wir kurz darüber sprechen, was emotionale Intelligenz eigentlich bedeutet und was sie beinhaltet.

Ein angenehmer Umgang mit den Kollegen durch emotionale Intelligenz bei der Arbeit

Was ist emotionale Intelligenz?

Daniel Goleman, der Schöpfer des Konzepts der emotionalen Intelligenz, sagte, dass diese fünf verschiedene Fähigkeiten umfasse:

  • Selbsterkenntnis: Die Fähigkeit, eigene Gefühle und Stimmungen zu verstehen. Darüber hinaus musst du wissen, wer du bist. Dazu gehört, dass du deine Werte, deine Ziele und deine Fähigkeiten kennst.
  • Selbstregulierung: Die Fähigkeit, deine Emotionen zu kontrollieren. Auf diese Weise kannst du sie zu deinen Gunsten verwenden, anstatt gegen sie ankämpfen zu müssen.
  • Motivation: Dieser Aspekt bezieht sich auf deine Fähigkeit, dir anspruchsvolle Ziele zu setzen und dich darauf zu konzentrieren, sie trotz aller Widrigkeiten zu erreichen.
  • Empathie: Auch bekannt als die Fähigkeit, die Gefühle, Emotionen und Bedürfnisse anderer Menschen zu verstehen. Manchmal wird Empathie als „sich in die Lage einer anderen Person versetzen“ beschrieben.
  • Soziale Fähigkeiten: Eine Reihe von Fähigkeiten, die es dir erlauben, dich besser mit anderen Menschen zu verbinden. Dazu gehören beispielsweise Fähigkeiten wie Führung, Überzeugungskraft und soziale Intuition.

Diese fünf Dimensionen sind wesentlich für die Entwicklung emotionaler Intelligenz bei der Arbeit.

Emotionale Intelligenz bei der Arbeit: wie man sie bei der Suche nach einem neuen Job einsetzt

Um emotionale Intelligenz bei der Arbeit anwenden zu können, muss diese zunächst einmal vorhanden sein. Dabei ist emotionale Intelligenz eine grundlegende Fähigkeit, einen neuen Job zu bekommen.

Um einen „interessanten Job“ zu erhalten, sind heutzutage nicht mehr nur Fachkenntnisse nötig. Einfühlungsvermögen, die Art und Weise, wie du kommunizierst, und deine sozialen Fähigkeiten bestimmen deinen Erfolg. Sie zählen zur großen Gruppe der „soft skills“. Aufgrund der starken Konkurrenz, die derzeit auf dem Arbeitsmarkt herrscht, könnte die Entscheidung der Personalabteilung eher auf Basis von Emotionen (sowohl ihren als auch deinen) als auf Grundlage deines Lebenslaufs getroffen werden.

Die Regeln für die Arbeit ändern sich. Wir werden an einem neuen Maßstab gemessen: nicht nur daran, wie intelligent wir sind, oder an unserer Ausbildung und unserem Fachwissen, sondern auch daran, wie gut wir mit anderen und uns selbst umgehen.”

Daniel Goleman

Eine Büroangestellte macht sich Gedanken.

Darüber hinaus ist vor allem die Selbstregulierung ein Schlüsselfaktor, um einen neuen Job zu bekommen. Andernfalls kannst du nach den ersten Rückschlägen nur sehr schwer vorankommen. Ohne Selbstregulierung verlierst du deine Motivation und es wird noch schwieriger, einen Job zu finden, dem du auch wirklich nachgehen möchtest.

Emotionale Intelligenz am Arbeitsplatz

Die Verwendung emotionaler Intelligenz bei der Arbeit endet nicht mit deiner Einstellung. Im Gegenteil: In anspruchsvollen Umgebungen, wie beispielsweise in modernen Unternehmen, sind die zuvor besprochenen Fähigkeiten von entscheidender Bedeutung, um den Job zu behalten und Aufstiegsmöglichkeiten zu schaffen. Sie sind nicht entscheidend, um die erforderlichen Leistungen zu erbringen, sondern auch für dein persönliches Wohlbefinden.

Laut einer Umfrage ist die Mehrheit der Arbeitnehmer mit ihrer Arbeit unzufrieden oder eher unzufrieden. Das sind ziemlich viele Menschen, die da auf ihrer Arbeit nicht glücklich sind, und es gibt viele Faktoren, die diese Situation beeinflussen. Es besteht dabei kein Zweifel, dass der Mangel an emotionaler Intelligenz einer dieser Faktoren ist.

  • Selbsterkenntnis: Wie kannst du einen Job auswählen, den du machen möchtest, wenn du dich selbst nicht verstehst?
  • Selbstregulierung, Motivation: Wenn etwas schiefgeht, lässt du deine Apathie die Kontrolle über dein Leben übernehmen oder versuchst du, vorwärtszukommen?
  • Empathie, soziale Fähigkeiten: Kannst du deine Kollegen verstehen und eine gute Beziehung zu ihnen haben, obwohl du dich von ihnen unterscheidest?

Emotionale Intelligenz für Führungskräfte

Was würde passieren, wenn du ein Team leiten würdest? Man könnte denken, dass Chefs, Manager oder Teamleiter diejenigen sind, die emotional intelligent sein müssen, richtig?

Ein Bewerbungsgespräch macht deutlich, dass es auch auf emotionale Intelligenz ankommt.

So sollte es zumindest sein. Die Fähigkeiten, die ein Chef oder eine Führungskraft haben muss, um seine Mitarbeiter zu motivieren und zu verstehen, sind der Schlüssel für ein angenehmes Arbeitsumfeld. Nur so kann die Führung auf das ausgerichtet werden, was für das Team und den gemeinsamen Erfolg am besten ist.

Führung ist keine Herrschaft. Es ist die Kunst, die Menschen zu überzeugen, auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.“

Daniel Goleman