Ein starkes Selbstwertgefühl ermöglicht uns, über uns hinauszuwachsen

· 24. Oktober 2016

Es hängt von unserem Selbstwertgefühl ab, wie wir uns selbst wertschätzen, wie wir uns wahrnehmen, und was wir über uns und unsere Fähigkeiten denken. Auch wenn unser Selbstwertgefühl nicht in direktem Zusammenhang mit unserer wahren Begabung oder unseren Fähigkeiten steht, stellt es dennoch die Weichen dafür, dass wir über uns hinauswachsen können.

Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl sowie die, die sich selbst und ihre Fähigkeiten unterschätzen, denken nur allzu oft: „Ich soll über mich hinauswachsen? Wozu denn?“  Wiederum andere sind davon überzeugt, dass sie nicht dazu imstande sind, einen Schritt weiterzugehen, geben der Situation oder dem Umfeld Schuld daran. Doch uns allen sollte klar sein, dass es immer möglich ist, über uns hinauszuwachsen.

„Niemand kann die Zeit zurückdrehen und von vorn anfangen, aber jeder kann gleich heute neu anfangen und ein neues Ende schreiben.“

Maria Robinson

Wie weit kann ich gehen?

Nur wenn du dich selbst kennst und deine Fähigkeiten entdeckst, wirst du dazu in der Lage sein, dein gesamtes Potenzial auszuschöpfen. Doch dieses Potenzial, das nur darauf wartet, dass du es nutzt, kann unter Umständen von deiner Unsicherheit, von deinem geringen Selbstwertgefühl unterdrückt werden.

„Du kannst dich nur dann lieben, wenn du weißt, wer du bist.“

Ana Moreno

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Allerdings müssen wir uns unserer schlimmsten Angst stellen, wenn wir herausfinden wollen, was unsere Stärken sind: Wir müssen uns uns selbst stellen. Wir müssen uns mit unseren Grenzen, unserer Vergangenheit, unseren Wunden und unserem wahren Ich auseinandersetzen. Die Zweifel darüber, ob wir uns zugehörig fühlen werden, ob wir etwas tatsächlich tun können oder ob wir trotz dem, was wir in unserem emotionalen Rucksack mit uns herumschleppen, unseren Weg weitergehen können, macht uns Angst.

Nur wenn du dich traust, du selbst zu sein, dich so akzeptierst, wie du bist, und dich bedingungslos liebst, kannst du dein Selbstwertgefühl heilen, und als Folge dessen kannst du dein Potenzial ausschöpfen.

„Verwechsle nicht ein Teil mit dem Ganzen. Niemand ist in allem gut oder in allem schlecht. Überlege, worin du gut bist, und ändere das, weswegen du dich schlecht fühlst. Und denke immer daran, dass du das, was schlecht ist, ändern kannst.“

Bernardo Stamateas

Schließe Frieden mit dir, indem du deine Schwächen akzeptierst

Ein gesundes Selbstwertgefühl bedeutet, dass wir uns sowohl unserer Stärken als auch unserer Schwächen bewusst sind. Beides zu akzeptieren, erlaubt uns, dass wir uns lieben und dass uns andere lieben. Alles, was wir in uns tragen, ist ein Teil von uns. Wenn wir unsere Schwächen anerkennen, gibt uns das die Kraft, um über uns hinauszuwachsen. Aber wenn wir das nicht tun, macht uns das verwundbar.

Mit dir selbst Frieden zu schließen, befreit dich von selbst auferlegten oder dir von anderen gesetzten und von dir akzeptierten Grenzen. Sobald du mit dir selbst im Reinen bist, heißt das, dass du diese Schwächen akzeptierst und an ihnen arbeiten willst, um diesen ersten Schritt in Richtung Reife zu gehen.

„Wenn wir unsere Schwächen anerkennen können, sind wir stark. Wir wissen, was uns Angst und was uns verwundbar macht. Wir entscheiden uns dann dazu, unsere Ängste zu besiegen, um voranzukommen. Das ist unsere Stärke.“

Bernardo Stamateas

Was andere über dich denken, ist ihre Sache

Niemand wird von jedem gemocht. Zu versuchen, jedem zu gefallen, ist reine Zeitverschwendung, besonders dann, wenn wir vergessen, dass der Mensch, den wir zuallererst wegen unseres Handelns mit Stolz erfüllen sollten, wir selbst sind. Ganz gleich, was andere über uns sagen und denken, letztendlich geht doch jeder seinen eigenen Weg. Dein Weg und dein Leben sind die Dinge, die dich interessieren sollten. Was andere über dich denken, ist ihre Sache.

Es ist nicht gerade einfach, die Angst davor, was unsere Mitmenschen von uns halten, ob wir zurückgewiesen, was sie über uns sagen oder welche Stolpersteine uns in den Weg gelegt werden, zu überwinden. Aber die Meinung anderer hat nur so viel Macht über dich, wie du es zulässt.

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Gehe in dich und überlege, wen du zufriedenstellen willst: die Zuschauer oder den Hauptdarsteller. Wenn du das tust, dann denke bitte daran, dass dein Leben kein Theaterstück mit einem vorgefertigten Drehbuch von einem Autor ist, der das Publikum zufriedenstellen will, das für den Eintritt zahlt. Das Drehbuch schreibst du.

Vergiss nicht, dass viele nur einen Teil von dir sehen. Niemand kennt deine Beweggründe, Ziele und Bemühungen so gut wie du. Und wir dürfen hierbei auch nicht den Neid ungeachtet lassen, wegen dem aus Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl oder einer geringen Wertschätzung der eigenen Person gegenüber verachtenswerte Wesen werden, die ihren Erfolg nur in dem Maße messen, dass sie besser als andere dastehen, und dafür nehmen sie sogar in Kauf, dass sie andere demütigen.

Lasse nicht zu, dass dich das verwundbar macht. Du kannst nur über dich selbst hinauswachsen, wenn du nicht auf das hörst, was andere sagen, sondern dir darüber Gedanken machst, wer du wirklich bist und wer du sein möchtest.

„Die Augen der anderen sind unsere Gefängnisse, ihre Gedanken sind unsere Zellen.“

Virginia Woolf

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