Ich mag mich so, wie ich bin: Ich muss nicht allen gefallen

18. April 2016 en Psychologie 11 Geteilt

Meine Art des Seins ist authentisch und ich muss nicht vorgeben, etwas zu sein, was ich nicht bin, nur um allen zu gefallen. Schon seit Langem ist mir meine persönliche Würde etwas wert, ich bin niemandes Sklave, ich brauche keine Bestätigung von Außenstehenden, um glücklich zu sein.

Es ist lebenswichtig, so früh wie möglich im Leben zu diesem Schluss zu kommen. Es ist ein Gedanke, den jeder Jugendlicher annehmen sollte und jede Person sollte daran arbeiten, ein angemessenes, inneres Gleichgewicht und emotionales Wohlbefinden zu erreichen.

Ich bin nicht so, wie du es erwartest. Akzeptiere mich für das, was mich ausmacht; für das, was ich bin; für meine Art, dich glücklich zu machen: Lasst uns eine Welt aufbauen, in der weder du noch ich uns zwingen, nicht mehr „du und ich“ zu sein.

Wir wissen, dass es nie einfach ist, auf diese Weise zu handeln. In unserem Inneren haben wir das Gefühl, wenn wir nicht der ganzen Welt gefallen, dann werden wir nicht akzeptiert. Trotzdem baut sich das Leben nicht auf dem Bedürfnis nach Gefallen auf: Es reicht aus, dass wir uns selbst zu respektieren wissen.

Viele spüren dieses Bedürfnis danach, der Familie des Partners gefallen zu müssen, sich gut mit seinen Freunden zu verstehen und gut mit den Arbeitskollegen auszukommen, und auch mit den Menschen, die zu den sozialen Kreisen gehören, in denen sie verkehren. Nun gut, als Erstes sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass es unmöglich ist, allen zu gefallen. Jede Person ist einzigartig, wir alle haben unsere Art des Seins, die Welt zu sehen und das Leben zu leben.

Wenn ich dir nicht gefalle, dann akzeptiere, dann respektiere mich wenigstens. Am wahrscheinlichsten ist es, dass es etwas bei mir gibt, was wir gemeinsam haben, am wahrscheinlichsten ist es, dass wir uns trotz unserer Unterschiede auf irgendeine Weise bereichern können. Und wenn das nicht passiert, dann macht das auch nichts. Das Wichtigste ist, dass wir uns selbst akzeptieren: Die Selbstliebe ist eine Beziehung, die unser Leben lang andauern sollte.

Ich bin ich, ich akzeptiere mich und meine Art des Seins: Ich bin ein Geschenk

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Du bist ein Geschenk für dich selbst, und niemand kann das Gegenteil behaupten. Nur du weißt, was du durchlebt hast, was du überwunden hast, deine Art des Seins ist das Fenster, das dir erlaubt, die Welt mit aller Intensität zu sehen, in Freiheit und Integrität.

 Ich bin, wie ich bin; ich gebe nicht vor, eine Version von jemand anderem zu sein; ich bin keine Marionette, die durch fremde Schnüre gelenkt wird: Ich habe eine Stimme, ein Herz und ich weiß, was ich in diesem Leben verdient habe, um glücklich zu sein.

Unsere Art zu sein definiert sich nicht nur dadurch, dass wir uns als extrovertiert, schüchtern oder introvertiert beschreiben. Es ist eine Ansammlung an Mustern, in die Erfahrungen, Gedanken und lebenswichtige Weisheiten eingeflossen sind. Es sind Misserfolge und Wunden, aber auch Triumphe und glücklich entlanggegangene Wege.

Das Schlechte erteilt uns Lehren und das Gute gibt uns Orientierung, alles Erlebte festigt unsere Art des Seins, es fließen Erziehungsstile und Werte mit ein, die wir annehmen oder die wir ablehnen, und auch die Essenz jedes Einzelnen, der durch unser Leben geht.

  • Wenn wir klein sind, dann wird uns dieses Bedürfnis beigebracht, allen gefallen zu müssen: „Immer schön lächeln“, „gib die Hand“, „setz dich richtig hin“, „mach dies nicht, mach das nicht“… Wir verbringen einen guten Teil unseres Lebens damit, nach Bestätigung zu suchen, bis wir eines Tages plötzlich bemerken, dass es unmöglich ist, allen zu gefallen.
  • Deine Art zu sein ist die Energie, die dich antreibt und die dem Grenzen setzt, was du in deinem Leben nicht willst, was dich nicht ausmacht.
  • Menschen, die versuchen, sich mit aller Welt gut zu verstehen, suchen vor allem nach Bestätigung. Nur dann fühlen sie sich integriert, aber wenn wir uns darauf beschränken, jeden Tag nach Bestätigung zu suchen, dann hören wir auf, wir selbst zu sein.
  • Der Psychologe und Schriftsteller Wayne Dyer pflegte zu sagen, dass 50% aller Menschen, denen wir täglich begegnen, wahrscheinlich nicht mit uns einer Meinung sind. Wenn du bei einer Gelegenheit auf jemanden triffst, dem nicht gefällt, was du sagst oder machst, dann mach dir keine Sorgen: Es gibt weitere 50%, die dich unterstützen würden.

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Allen gefallen zu wollen macht dich nur unglücklich

Der Buddhismus hat uns dies bereits seit der Antike gesagt: Wenn du versuchst, allen zu gefallen, dann wirst du nichts als Leiden und Unglück finden. Das ist es nicht wert, man muss nicht demjenigen gefallen, der ein Egoist ist, der dich nicht anerkennt, dem es an Ehrgefühl mangelt und der ganz einfach nicht zu deiner Art passt, wie du die Welt verstehst.

Ich bin ein Teil von all dem, was ich auf meinem Weg gefunden habe, meine Art des Seins ist meine Essenz und meine Identität. Es hat mich viel gekostet, dorthin zu kommen, wo ich bin und ich kann es mir nicht leisten, etwas vorzugeben, was ich nicht bin, nur um dich glücklich zu machen.

Wenn wir genau darüber nachdenken, dann kann uns nichts mehr Stress und emotionales Leid bringen als der Versuch, allen gefallen zu wollen. Jedoch wissen wir auch, dass „missfallen“ uns wiederum mehr als nur einen kritischen Kommentar oder Vorwurf einbringen kann.

  • Verstehe, dass die Kritik oft mehr mit dem zu tun hat, der sie ausspricht als mit dem, der sie erhält. Sie definiert dich nicht, manchmal ist es nicht mehr als ein Spiegelbild der Frustration desjenigen, der dich kritisiert.
  • Es ist nicht gesund, das Leben in Abhängigkeit fremder Meinungen zu leben, und auch nicht unter dem Joch, stets die Bestätigung anderer finden zu müssen: Du wirst so zu einem Sklaven der Welt werden anstatt der Herr deines Herzens zu sein.
Das Leben ist Vielfalt, und wir Menschen haben so viele Muster, dass es sich lohnt, einzigartig zu sein, authentisch zu sein und stets seine Würde in angemessener Weise zu erhalten. Liebe dich für das, was du bist, hab dich lieb, weil du bist, wer du bist.
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Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Jo Parry und Pascal Campion
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