Du wurdest für ein Leben voller Hoffnung geboren

16. Juli 2017 en Psychologie 118 Geteilt

Hoffnung ist das, was dich dazu bringt, deine wichtigsten Ziele zu erreichen. Wir wurden nicht für mittelmäßige Leben geboren. Das Gehirn braucht Hoffnung, um richtig zu funktionieren. Genauso wie auch das Herz sie braucht, um Blut durch deine Adern zu pumpen.

Menschen haben ein unglaubliches Bedürfnis nach Hoffnung. Das Gehirn umfasst ein perfekt organisiertes System, das alle Prozesse, die mit der Realisierung unserer Träume zu tun haben, optimiert. So sind wir dazu fähig, alle vorstellbaren Freuden zu erfahren. Wenn du etwas willst, dann steigen die Dopaminlevel im limbischen System an, was zu einem starken Gefühl von Genuss führt. Wenn du hoffnungslos bist, dann leidest vielleicht an einem Mangel an Neurotransmittern wie Dopamin, was zu Gemütsstörungen führen kann.

Die positive Psychologie wurde in den letzten Dekaden sehr populär und hat die Rolle der Hoffnung als Motivator zum Handeln herausgestellt. Das Ziel dieser Art der Psychologie ist viel mehr, als bloß Krankheiten zu studieren. Es geht vielmehr darum, Menschen, die glücklich oder erfolgreich sind, zu untersuchen und zu verstehen, warum sie das sind.

Hoffnungsvolle Menschen können viel weiter kommen, als ihre vergangenen Errungenschaften glauben lassen könnten.

Braucht das Gehirn Hoffnung?

Der Präfrontallappen des Gehirns ist der Ort, an dem höhere Kognition stattfindet. Zum Beispiel das Bewerten von Alternativen, um Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen. Der Präfrontallappen wird vom limbischen System beeinflusst, einem wichtigen Teil des Gehirns, in dem Hoffnung die höheren Funktionen des Gehirns steuern und die Abwehrkräfte des Körpers steigern kann. Das Gegenteil passiert, wenn du ein Leben ohne Hoffnung führst. Hoffnungslosigkeit schwächt das Immunsystem, was es wahrscheinlicher macht, dass du Krankheiten entwickelst.

Hoffnung ist eine Art vitaler Energie, die mit dem Körper interagieren und so körperliche Veränderungen herbeiführen kann. Santiago Ramón y Cajal, dem 1906 der Nobelpreis für Medizin verliehen wurde, sagte: „Jeder Mensch kann sein eigenes Gehirn formen, wenn er will.“  Heute ist man diesbezüglich konkreter und nennt das Ganze Psychoneuroimmunobiologie. Die Psychoneuroimmunobiologie ist der Zweig der Psychologie, der die Verbindung zwischen Gedanken, Worten, dem Geist und der Physiologie thematisiert. 

Warum sollten wir zu Hoffnung ermutigen?

Es gibt einen direkt proportionalen Zusammenhang zwischen der physischen Gesundheit und der verspürten Hoffnung. Einer spanischen Studie aus dem Jahr 2014 zufolge sind gesunde Menschen hoffnungsvoller. Kranke Menschen neigen hingegen dazu, ihre Hoffnung zu verlieren. Aus diesen Daten kann geschlussfolgert werden, dass es sehr wichtig ist, zu Hoffnung zu ermutigen und sie als ein Werkzeug zur persönlichen Entwicklung zu verstehen. Unterschätze niemals die Energie, die sie dir spenden kann.

Hoffnung kann spontan sein, aber es wäre sehr vorteilhaft, zu lernen, sie zu erhalten und zu nutzen, wann immer du das möchtest. Dazu bedarf es Zeit und des richtigen Trainings: Realistische Erwartungen und Ziele zu setzen, sich um sich selbst zu kümmern und sich mit sich selbst gut zu fühlen, Scheitern als Teil des Lebens zu akzeptieren und die eigenen Mühen zu schätzen, wird dir dabei helfen, hoffnungsvoller zu sein. Um eine optimistische Haltung aufrecht- oder wieder zu erhalten, ist es zudem wichtig, die Beziehungen zu anderen zu stärken. Das wird dir viele positive Emotionen bringen, die die Qualität deines täglichen Lebens verbessern werden.

„Mein größter Wunsch ist es, weiterhin Hoffnung zu haben.“

José Narosky

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