Du würdest niemals denken, dass diese 7 Symptome bei Depressionen auftreten

· 6. Dezember 2018

Der Verstand eines jeden Menschen ist derart komplex, dass jedes damit verbundene Konzept niemals ausreichend beschrieben werden kann. Wenn beispielsweise die Rede von Symptomen bei Depressionen ist, fallen diese nicht immer in das typische Raster. Es gibt Verhaltensweisen, Zustände und Gedanken, die auf den ersten Blick nichts mit diesem Gesundheitsproblem zu tun haben, aber im Grunde genommen damit in Verbindung stehen.

Eine Depression kann sich auf unterschiedliche Art und Weise manifestieren, kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und verschiedene Dynamiken annehmen. Nicht jeder, der eine Träne vergießt, ist deprimiert, und nicht jeder, der oft lacht, ist glücklich. Aus diesem Grund ist es nicht immer ersichtlich, wenn ein Mensch an einer Depression leidet.

„Eine Depression ist ein Gefängnis, in dem man sowohl der Gefangene als auch der grausame Gefängniswärter ist.“

Dorthy Rowe

Es gibt einige Symptome bei Depressionen, die häufig nicht als solche erkannt werden. Nicht jeder, der diese aufweist, ist zwangsläufig depressiv. Sie sind lediglich Anzeichen dafür, dass ein Problem besteht, das allerdings in seiner Gesamtheit und dem jeweiligen Kontext untersucht werden sollte.

Nachfolgend möchten wir uns sieben dieser Symptome bei Depressionen einmal genauer anschauen.

7 unerwartete Symptome bei Depressionen

1. Physische Beschwerden, die nicht im Zusammenhang mit einer Krankheit stehen

Damit sind Muskelschmerzen gemeint, die plötzlich und ohne einen bestimmten Grund auftreten, sowie Migräneattacken, Schwindelanfälle, rekurrente Verdauungsstörungen und ähnliches Unbehagen. Man geht zum Arzt, aber dieser findet nichts Auffälliges im Körper. Die physischen Beschwerden zeigen sich allerdings weiterhin.

Frau mit Nackenschmerzen

Es kann auch gut sein, dass sich gar keine körperlichen Beschwerden zeigen, man aber einen gewissen Verdacht hat, dass etwas mit der eigenen Gesundheit nicht stimme. Es entwickeln sich Bläschen im Mund und denkt sofort daran, dass es Leukämie sein könnte. Oder das Herz schlägt ziemlich schnell und man denkt daran, dass sich ein Herzleiden ankündigen könnt.

2. Treffen mit anderen werden abgesagt oder verschoben

Wenn man für einen Moment zurückdenkt, fällt einem vielleicht auf, dass man schon seit geraumer Zeit jegliche soziale Aktivitäten auf die lange Bank schiebt. Man hat vielleicht das Gefühl, dass man zu sehr beschäftigt sei oder einfach keine Lust habe, etwas zu unternehmen.

Man trifft sich immer weniger mit anderen, ohne dass man das wirklich wollte. Im Grunde genommen hat man nicht das Gefühl, dass man sich von anderen isolieren würde, sondern dass man momentan schlichtweg keine Lust habe, auszugehen oder es andere Dinge gebe, die wichtiger seien.

3. Man bewegt sich langsamer

Auch das ist eines dieser Symptome bei Depressionen, die nur selten erwähnt werden. Das Gehirn eines depressiven Menschens funktioniert anders als das einer gelassenen oder glücklichen Personen. Das wirkt sich im Endeffekt auf den Bewegungsapparat aus und führt dazu, dass er sich langsamer bewegt.

Mann steht unter einer Regenwolke

Manchmal scheint es sogar so, als würde sich die betroffene Person wie in Zeitlupe bewegen. Und denken. Sie braucht auch länger, um auf äußere Reize zu reagieren. Wenn man mit einem an einer Depression erkrankten Menschen spricht, hat es den Anschein, als würde er lange über das Gesagte nachdenken, bevor er antwortet.

4. Neurodermitisschübe

Die Wissenschaft hat den Zusammenhang zwischen Neurodermitis und Depressionen noch nicht eindeutig belegt. Eine Studie der University of Wisconsin (Wisconsin, USA) ergab jedoch, dass dieses Problem häufig bei depressiven Menschen auftritt.

Ein atopisches Ekzem, auch Neurodermitis genannt, zeichnet sich durch das Auftreten von Ekzemen auf der Haut aus, die Juckreiz und Schmerzen verursachen. Es ist noch nicht genau bekannt, was diesem Problem zu Grunde liegt. Dennoch wird es oft mit der geistigen Verfassung eines Menschen in Verbindung gebracht.

5. Zu viel fernsehen

Wenn man zu viel fernsieht oder zu viel Zeit am Computer oder Handy verbringt, können das Symptome bei Depressionen sein. Hier besteht ein konstanter und mehr oder weniger obsessiver Drang, ständig vor einem Bildschirm zu sitzen. Auch das ist eine Art und Weise, sich zu isolieren.

Mann mit Monitor als Kopf

Wer regelmäßig zu viel fernsieht, möchte nicht nachdenken. Er sucht lieber die Ablenkung oder will sich von der Realität distanzieren. Wenn man zu viel Zeit vor einem Bildschirm verbringt, wird man regelrecht geistesabwesend und verbindet sich nicht mehr mit der realen Umgebung.

6. Kein sexuelles Verlangen

Wenn man lange Zeit kein sexuelles Verlangen mehr hat, kann das ein Anzeichen für eine versteckte Depression sein. Dieser Aspekt sollte aber auf jeden Fall sorgfältig abgewogen werden. Diese beiden Umstände gehen nicht automatisch Hand in Hand.

Der hierbei zu berücksichtigende Faktor ist die Intensität des normalen oder gewöhnlichen sexuellen Verlangens. Wenn es sich unterhalb dieser Grenze befindet und das lange Zeit so bleibt, besteht auf jeden Fall ein Problem. Für depressive Menschen ist es in der Regel sehr schwer, erotische Verhaltensweisen anzunehmen.

7. Häufig Fehler machen

Bei einer Depression arbeitet der Verstand langsamer. Sehr oft kommt es auch vor, dass man sich nur schwer konzentrieren, Gedanken ordnen und Aktivitäten planen kann. Deshalb unterlaufen depressiven Menschen im Alltag viele kleine Fehler.

Frau umgeben von vielen Ästen

Diese Fehler haben damit zu tun, dass man unter anderem unter Gedächtnisverlust leidet, in Bezug auf simple Angelegenheiten verwirrt ist, sich abgelenkt fühlt und nur schwer etwas lernen kann. Es ist gerade so, als wäre der Betroffene nicht vollkommen anwesend im Hier und Jetzt.

All diese Symptome bei Depressionen sind für Betroffene und ihr Umfeld im Allgemeinen unerwartete Symptome. Falls sich diese zeigen, besonders wenn sich mehrere Symptome gleichzeitig bemerkbar machen, ist es vielleicht an der Zeit, auf sie zu achten und herauszufinden, was gerade mit einem passiert.