Du bist frei, wenn du dir selbst treu bleibst

16, April 2017 en Psychologie 1160 Geteilt

Einer der größten Wünsche des Menschen ist es, frei zu sein. Freiheit ist ein so knappes Gut, dass es uns manchmal schwerfällt, sie zu finden. Wie oft hast du schon das Gefühl gehabt, an einen Menschen oder deinen Arbeitsplatz gefesselt zu sein? In welchen Situationen ist dir aufgefallen, dass du so festgesteckt hast, dass du nicht weiterkommen konntest? Nicht nur die Umstände oder andere berauben uns unserer Freiheit. Oftmals verschenken wir sie selbst oder schenken ihr zu wenig Beachtung.

Frei zu sein hat mehr mit der Wahrnehmung als mit der Realität zu tun. Aus diesem Grund kann sich ein Häftling im Gefängnis viel freier fühlen als ein Mensch, der ständig von seinen Liebsten umgeben ist. Eine Möglichkeit, dieses Gefühl von Freiheit zu erleben, erhalten wir, wenn wir reisen. Viele Menschen sind regelrecht süchtig danach, denn in ein anderes Land zu reisen gibt ihnen das Gefühl, ihrem Willen zu folgen und nicht irgendeiner Verpflichtung.

„Freiheit bedeutet Verantwortung, weswegen die meisten Menschen so viel Angst davor haben.“

George Bernard Show

Lege nicht mehr so viel wert auf Materielles

Die Zeit, in der wir leben, und die vorherrschenden Gedanken unserer Gesellschaft sind sehr materiell ausgerichtet. Es ist uns unheimlich wichtig, Reichtum anzuhäufen und auch Dinge, die im Grunde genommen nicht wirklich nützlich sind. Doch die Tatsache, sie zu besitzen, macht uns glücklich – zumindest glauben wir das. Wenn wir wollen, ist jederzeit ein guter Zeitpunkt, um sich von all dem zu trennen, das wir angehäuft haben, das eigentlich aber keinen Nutzen für uns hat.

Diversen Organisationen Kleidung, Spielzeuge, nützliche Gegenstände und andere für uns unnütze Produkte zu spenden, kann eine sehr befreiende Erfahrung sein. Nicht nur, weil wir Ordnung schaffen und uns von Sachen trennen, die wir nicht benötigen, sondern weil wir anderen Menschen damit etwas Gutes tun, die in diesen angehäuften Gegenständen einen Nutzen sehen.

Es kann sogar sein, dass sich diese hilfsbedürftigen Menschen viel freier fühlen als du. Denn es braucht nicht viel und wir müssen nicht viel Geld besitzen, um uns frei zu fühlen. Wir glauben, dass wir jedes Kleidungsstück in unserem Kleiderschrank wirklich brauchen, aber ziehst du nicht auch immer die gleichen Sachen an? Sicherlich gibt es Kleidungsstücke, die du nie wieder anziehen wirst.

„Die Ketten der Sklaverei ketten nur die Hände an. Der Verstand macht den Menschen frei oder versklavt ihn.“

Franz Griliparzer

Deine Sorgen darüber, ob du sie eines Tages noch einmal gebrauchen könntest oder sie zu einem besonderen Anlass doch anziehen würdest, sind Gedanken, die deine Freiheit einschränken. Fülle dein Leben also nur mit Dingen, die du wirklich brauchst, und befreie dich von all dem, das nur irgendeinen Platz einnimmt, der besser freigelassen werden sollte.

Um frei zu sein, musst du nur du selbst sein

Kein Mensch ist so sehr in seiner Freiheit eingeschränkt wie ein Mensch, der sich selbst nicht kennt. In unserem Verstand gibt es so viele Grenzen, die wir überschreiten müssen. Aber das können wir nicht tun, wenn wir uns nicht kennen und uns dagegen sträuben. Habe also keine Angst davor, mit kleinen Schritten auf dem Weg hin zu deiner Freiheit zu beginnen.

  • Handle gemäß deiner Wertvorstellungen: Wenn du entgegengesetzt deiner Werte handelst, betrügst du dich selbst und es kann sogar sein, dass du dich in deiner Haut unwohl fühlst. Du hintergehst dich selbst und das macht dich zu einem Menschen, der noch weniger frei ist. Manchmal ist es schwierig, den eigenen Werten zu folgen und ihnen treu zu bleiben. Doch du wirst feststellen, dass deine Angst aus dir spricht, wenn du sie nicht bedenkst, um dein Verhalten zu steuern.
  • Lasse Erwartungen einmal beiseite: Erwartungen stets gerecht werden zu wollen, nimmt uns unsere Freiheit und führt zur Enttäuschung. Deshalb ist es besser, realistische Ziele zu haben, die uns zu kurzfristigen und letztendlich erreichbaren Punkten führen. Erwarte keine Wunder, denn Erfolg kommt nach und nach. Konzentriere dich auf die Gegenwart, was sich positiv auswirken wird, weil du dich immer freier fühlst, wenn du dich am Weg hin zum Ziel erfreust.
  • Höre nie auf, dich an allem Möglichen zu erfreuen: Vielleicht lachen sie über dich, weil du dich an etwas erfreust, das dir eigentlich nicht außergewöhnlich vorkommen sollten, weil du ja schon „erwachsen“ bist. Das ist ein Irrglaube und ein Versuch, dir deine Freiheit zu nehmen. Verstecke niemals deine Begeisterung, auch nicht die für Kleinigkeiten!

„Wenn es Freiheit gibt, ist alles andere nebensächlich.“

José de San Martín

Höre nicht damit auf, zu träumen, zu reisen und dich selbst kennenzulernen. Menschen nehmen sich selbst ihre Freiheit, weil sie das tun, was „richtig“ und akzeptabel für andere ist. Aber sicherlich hast du dich schon einmal frei gefühlt, als du diesen sicheren Arbeitsplatz gekündigt hast, um das tun zu können, was dich wirklich erfüllt, oder? Das zu tun, was dich glücklich macht, ist es, was dich zu einem freien Menschen macht.

Wir alle haben Angst davor, einen anderen Weg als den zu gehen, den man uns gezeigt hat und für den wir vielleicht sogar belohnt werden, wenn wir ihn weitergehen. Unserer Auffassung davon, was gut oder schlecht ist, was uns als gute Verhaltensweisen vorgelebt wird, prägt uns. Frei zu sein ist dennoch nicht für jeden das Gleiche. Heute hast du die Möglichkeit, der Freiheit näherzukommen. Traust du dich, den ersten Schritt zu gehen?

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