Die Liebe meines Lebens… bin ich

· 9. Dezember 2015

„Jeder von uns weiß: Das Selbstbewusstsein ist das Produkt unserer Gedanken über uns selbst, und nicht der Gedanken anderer über uns.“

Gloria Gaynor

„Nach vielen Höhen und Tiefen, nachdem ich mich fühlte wie ein gestrandetes Schiff, nachdem ich Stürme der Liebe überwand, nachdem ich mich so danach sehnte, die Liebe meines Lebens zu finden, fand ich sie letztendlich…

…die Liebe meines Lebens bin ich. Ich habe gelernt, mich selbst zu lieben, mich um mich selbst zu kümmern, mich zu respektieren. Ich habe gelernt, meine Fehler und Irrtümer mit mir selbst auszumachen und mir zu verzeihen.

Ich denke, ich habe den perfekten Partner gefunden – mich selbst. Und ich möchte dabei nicht eingebildet klingen, ich möchte mich nur selbst erklären. Ich will erklären, dass ich eine vollkommene, stabile und gesunde Liebesbeziehung zu mir selbst gefunden habe.

Ich kann sagen, ich bin mit mir im Reinen. Ich bin ein Topf der keinen Deckel braucht, um sich komplett zu fühlen. Jeder von uns fühlt sich vollständig, wenn er Frieden mit sich selbst schließt und sein eigenes Glück findet, ohne dabei die Liebe oder Bestätigung einer anderen Person zu benötigen.

Ich muss mich nicht mehr für andere hübsch machen, damit sich jemand in mich verliebt, denn ich für meinen Teil finde mich schön so wie ich bin. Und wenn sich jemand nun so in mich verliebt, dann ist das doch noch besser, oder? Es geht doch darum, sich selbst und andere glücklich zu machen, ohne das große Mysterium der Liebe. Du bist auf der Suche nach dem Glück und möchtest diesen langen Weg des Lebens mit mir gehen? Ja? Das freut mich, denn ich möchte das auch!“

Frei sein

Wir müssen uns zuerst selbst lieben, und das mit all unseren guten und schlechten Eigenschaften. Es ist nicht wichtig, schöner, intelligenter oder charismatischer als der Rest der Welt zu sein.

Jeder von uns ist einzigartig und unverwechselbar, und genau darin liegt die wahrhaftige Großartigkeit. Sie liegt auch darin, uns selbst von innen heraus verbessern und weiterentwickeln zu wollen. Und warum auch nicht unseres äußeres Erscheinungsbild verbessern? Eitelkeit ist nich immer schlecht, vorausgesetzt, dass wir uns nicht hübsch machen, um anderen zu gefallen, und das der Unsicherheit wegen, die uns weiß machen will, dass wir sonst nichts wert sind. Denn diese Unsicherheit führt zu Komplexen, die zur Folge haben, dass wir uns nur noch auf das konzentrieren, was andere von uns denken – so missachten wir all das Gute und Schöne an uns.

Dieses Denken muss endlich ein Ende haben! Sei glücklich darüber, dass du bist, wie du bist und lass deine innere und äußere Schönheit für dich strahlen. In diesem Zusammenhang würde ich dir nun gern zwei Sätze von einer spanischen Schauspielerin zitieren, die die Fernsehsendung, in der sie spielt, wahrscheinlich gerade wegen dieser Sätze so beliebt gemacht hat.

Liebe

Laura Pausini spielt in dieser Sendung eine schüchterne junge Frau, die immer Röcke trägt. Zu Beginn ihrer Karriere sagte sie einmal lächelnd so etwas wie: „Als ich hier anfing, machten sich meine Manager über meine Hüften und meinen Hintern in diesen grauenhaften Röcken lustig… Dazu sage ich nur: Es lebe der Hintern!“ So herrlich natürlich und offen ging sie mit ihrem Äußeren um und erreichte somit die Herzen von unzähligen Zuschauern. Und wieso?

Weil sie sympathisch, charismatisch, natürlich und redegewandt ist, und weil es ihr egal ist, ob sie einen großen Hintern oder ein makelloses Gesicht hat, um eine attraktive Frau zu sein – und genau diese Einstellung macht sie so anziehend. Sie ist glücklich, so wie sie ist, und deshalb lieben sie die  Zuschauer. Wieso verhalten wir uns also nicht so wie Laura Pausini, auch wenn wir weder Schauspieler noch Filmstars sind, die sich Tag für Tag den kritischen Blicken der ganzen Welt unterziehen müssen?

Für viele Frauen ist der spanische Liedermacher und Autor Joaquín Sabina der schönste Mann der Welt. Doch er selbst sagt dazu: „Nein, das bin ich auf keinen Fall, und dazu bin ich noch alt… Ich bin einfach, wer ich bin!“  Die Frauenwelt lag und liegt ihm noch immer zu Füßen, weil er sich selbst liebt wie er ist, und diese Einstellung ist ehrlich und berührt.

Warum sind wir also nicht selbst die Liebe unseres Lebens, lieben uns und sind glücklich mit dem, was wir sind?

Trau dich, liebe dich selbst!