Die Gabe, ein guter Mensch zu sein, liegt in kleinen Gesten verborgen

28. Januar 2016 en Emotionen 0 Geteilt

Die kleinen Gesten bestimmen darüber, dass ein Leben nie endet. Manchen fallen diese einfach nicht auf. Sie sind nicht dazu in der Lage, die Bemühungen eines Menschen für ein einfacheres Dasein einer anderen Person zu erkennen. Sie sehen nicht, wie diese Menschen Licht in ihre dunklen Tage bringen und wie sie die Knoten ihres Wollbündels für sie entwirren.

Ein guter Mensch möchte sich weder in den Vordergrund drängen, noch redet er übermäßig viel über sich selbst. Denn hin und wieder begehen sie den Fehler, sich selbst zu vergessen und sich nur auf die Bedürfnisse anderer zu konzentrieren. Doch die bemerken das nicht. Alles für das Wohl anderer zu tun, ist ihr Wesen, ihre Art die Welt zu sehen.

Man könnte sagen, dass ein guter Mensch uns wahres Glück beschert. Andererseits gibt es Menschen mit zwei Gesichtern, die eine kompliziertere Persönlichkeit haben und uns oft Kummer bereiten, aber uns Erfahrungswerte schenken. Ob wir es nun glauben oder nicht, beide sind ein nicht wegzudenkender Teil unseres Lebens.

Wie viele gute Menschen beherbergst du in deinem Leben? Der Zufall wollte, dass sie Teil deines alltäglichen Lebens sind und dass sie dich mit ihren Worten und ihrer subtilen Bescheidenheit, die keinen Egoismus kennt, bereichern.

Doch auch du bist vielleicht eine dieser Personen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihren Mitmenschen „Licht zu schenken“. Eine dieser Personen, für die das Glück der anderen in jeder Situation, hervorgerufen durch deine Gesten, stets im Vordergrund steht. Du möchtest deinen Familienmitgliedern ein Lächeln ins Gesicht zaubern, und im Gegenzug verlangst du gar nichts. Denn so ist nun mal deine Natur, weil das deine Art ist, das Leben zu verstehen.

Große Herzen verständigen sich mit kleinen Gesten

Offenes Herz

Vielleicht ist es schon lange her, dass uns diese kleinen Gesten, die das Herz erfreuen, verwehrt wurden. Doch wenn du es am wenigsten erwartest, wird dich jemand überraschen und dir einen Gefallen tun, mit dem du nicht gerechnet hast, oder sich in einer sehr ehrlichen Art und Weise um dich kümmern, sodass du dich selbst als etwas Besonderes fühlst.

Manchmal versetzt uns die menschliche Güte in Staunen. Es bewegt uns sehr, wie selbstlos diese Menschen handeln. Sie sind Engel ohne Flügel, die unseren Lebensweg mit Glück erfüllen.

Wir könnten behaupten, dass die größte Ehre, die wir guten Menschen zuteil werden lassen könnten, es wäre, uns von ihnen inspirieren zu lassen und auch das Leben eines guten Menschens zu leben. Du bist eventuell der Meinung, dass aber nicht jeder auf der Welt die menschliche Güte praktizieren kann. Demnach wäre es interessant zu wissen, ob ein guter Mensch geboren oder gemacht wird.

  • In der Neurowissenschaft sind viele der Meinung, dass die Güte dem Menschen angeboren sei. Sie sei fest mit unserer Biologie verbunden und ein Bestandteil der positiven Psychologie.
  • In der Kindheit gemachte Erfahrungen, der Erziehungsstil, der soziale und erzieherische Kontext, und vergangene Erfahrungen könnten dafür verantwortlich sein, dass sich diese Wesensart entwickelt.
  • Die Tatsache, etwas zu geben, sich anzubieten, zu helfen und aufmerksam zu sein könnten gleichzeitig der Inbegriff von Glück und innerem Gleichgewicht darstellen. Jedoch gelingt es nicht vielen Menschen, sich diese Fähigkeit anzueignen.

Die Kunst der Güte als Lehrmeister für das Mitgefühl

Ein guter Mensch ist dazu in der Lage, Mitgefühl für seine Mitmenschen zu zeigen. Er fühlt den Schmerz der Welt und macht ihn zu seinem eigenen. Daher versucht er jeden Tag aufs Neue, ein äußeres Gleichgewicht zu erzeugen, um sich und seinen Mitmenschen ein gutes Gefühl zu geben.

Seine Güte ist selbstlos und erwartet keine Gegenleistung. Für diese Personen gibt es weder Raum noch Zeit. Sie stellen ihre Prioritäten hinten an, und es gibt keine Forderungen oder Vorwürfe.

Mutter und Kind

Wo Güte ist, sind die kleinen Gesten entscheidend

Wer mit einem bescheidenen Herz geboren wird, kennt die Großartigkeit, die sich hinter den kleinen Gesten versteckt. Er weiß, dass eine Geste, eine Umarmung, ein paar aufbauende Worte und eine Schulter zum Anlehnen viel mehr wert sind als irgendein materieller Gegenstand.

Häufe keine Gegenstände an und setzte nicht auf materielle Dinge. Umgib dich mit guten Menschen, die deine Welt verzaubern. Und wenn du sie nicht findest, dann werde du selbst zu einem von ihnen.

Auch ein guter Mensch kann davon erschöpft sein, einer zu sein

Wenn du im Laufe deines Lebens die wunderbare Kunst praktiziert hast, dein Herz gegenüber deinen Mitmenschen zu öffnen, jeden Tag dein Bestmögliches für sie zu tun, kann es sein, dass du eines Tages an deine Grenzen kommst. Und irgendwann einmal ist es sicherlich soweit. Denn auch wenn ein guter Mensch nie etwas im Gegenzug verlangt, sehnt er sich doch nach Anerkennung. Was ist der Grund dafür?

  • Wer nicht anerkannt wird, wird nicht geschätzt.
  • Wer nicht geschätzt wirdt, fühlt eine Leere namens „Inexistenz“.
  • Manchmal gewöhnen sich Mitmenschen an deine selbtlose Art. Sie sehen dieses Verhalten als selbstverständlich an und verlangen zu viel von dir.
  • Wer für seine Bemühungen nie wertgeschätzt wird, kann irgendwann nichts mehr geben, weil er ausgelaugt ist. Und das hat nichts mit seiner Stärke oder Schönheit zu tun, weil auch ein guter Mensch daran zerbrechen kann.

Das darfst du nicht zulassen. Kümmere dich so um die guten Menschen, die dich umgeben, als wären sie dein größter Schatz. Und kümmere dich um dich selbst. Du darfst dir Grenzen setzen und solltest verstehen, dass ein „nein“ oder „es reicht“ nicht bedeutet, dass deine gütige Seele ein Ende nimmt.

Frau und Elefant

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Lucy Cambell, Aidan heune, Marion K.

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