Im Leben kommt, geht und ändert sich alles

22. Januar 2016 en Psychologie 11 Geteilt

Zu Beginn unseres Lebens sind wir ängstliche Kinder. Wir möchten, dass alles so schnell wie möglich kommt, träumen davon, unzählige Erfahrungen zu machen, das Leben zu entdecken. Später erleben wir Erfolge, Enttäuschungen, wir begreifen, wie steinig der Weg des Lebens sein kann. Doch darum geht es im Leben nun einmal – vorankommen, Veränderungen hinnehmen und bescheiden diesen wundervollen Lebensweg zu beschreiten.

Hat nicht jeder von uns schon mal gewollt, dass im Leben etwas so schnell wie möglich kommt? Und wer von uns hat sich nicht auch irgendwann einmal gewünscht, dass ein Moment ewig währt, die Zeit still und fest wie ein Fels im Ozean steht?

Doch diese Momente gehen vorbei, bleiben uns aber für immer in unserer Erinnerung. Der Mensch ist, wenn man das so sagen kann, aus Erinnerungen gemacht und wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens damit, gute und schlechte Momente Revue passieren zu lassen.

Uns einzugestehen, dass jeder neue Tag unseres Lebens auch gleichzeitig ein Tag weniger davon ist und dass die Zeit unaufhaltsam voranschreitet, ist zweifellos eine angsteinflößende Tatsache, die uns zum Nachdenken bewegt. Aber vor diesem Weg, vor diesem Fortschreiten, sollten wir trotzdem keine Angst haben.

Jeder Mensch ist nur ein Bewohner dieser unperfekten, aber wundervollen Erde. Wir sollten die Zukunft nicht fürchten, sondern das nicht gelebte Leben, die gefühlsleeren Jahre ohne irgendeine Art von Erfolgen, und wieso nicht eigentlich auch die nie erlebten Misserfolge. All diese Erfahrungen, aus denen wir so viel gelernt haben.

In diesem Artikel möchte ich kurz dieses Fortschreiten unserer Existenz genauer unter die Lupe nehmen und über diese permanenten Aspekte sprechen, die wir Tag für Tag pflegen sollten, um ein erfülltes Leben zu haben.

Alles im Leben ist vergänglich, außer das Wesen einer Person

Eigentlich könnten wir sagen, dass in diesem Leben alles kommt, geht und sich ändert. Jedoch gibt es einige Elemente, die feste Bestandteile unseres persönlichen Mikrouniversums sein sollten:

Baum des Lebens

Dein Selbstbewusstsein, dein Wille, zu lernen und dich weiterzuentwickeln

Liebe, Respekt, Würde und unser Verlangen danach, uns persönlich weiterzuentwickeln, sollten die Grundpfeiler unseres täglichen Lebens sein. Wir sollten uns von ihnen stets leiten und unseren Weg vorgeben lassen, komme was wolle.

Hin und wieder opfern wir diese Aspekte in diesem abenteuerlichen Leben für andere Menschen auf. Viele von uns stellen ihren Partner an erste Stelle, bis sie merken, dass sie sich selbst dabei komplett vergessen.

Und auch wenn dies irgendwo gerechtfertigt ist, weil wir so starke Gefühle hegen, dürfen wir nicht vergessen das Gleichgewicht zu bewahren. Unsere Bedürfnisse komplett hinten anzustellen, führt früher oder später zur puren Frustration, was uns gleichzeitig am Wachsen hindert.

Wenn du die Fähigkeit verlierst, dich persönlich weiterzuentwickeln und neu zu erfinden, wenn deine Tage voller Sorge und Unzufriedenheit sind, ist dein Leben zum Stillstand gekommen. Die immer größer werdende Last wird zu Leid. Atme auf, befreie dich von dieser Last und tu alles, was du dafür als nötig erachtet.

Vielleicht denkst du auch, dass ein anderer Aspekt, der sich im Laufe unseres Lebens nicht verändern sollte, zweifellos die Wertvorstellungen sind. Natürlich gibt es diese grundlegenden Werte, mit denen wir niemals brechen würden – Werte, wie Respekt vor sich selbst und vor anderen, Ehrlichkeit, Tapferkeit.

Jeder Einzelne von uns kann bei diesem Wachstum kleine Veränderungen an seiner eigenen Persönlichkeit bewirken und wir können sogar unsere Werteskala gemäß der erlebten Erfahrungen anpassen. All dies ist ein Teil unseres Lernprozesses und persönlichen Wachstums.

Hab keine Angst vor Veränderungen. Sie zeigen uns nur einen neuen Weg auf, um uns  weiterzuentwickeln, weiser durch gemachte Erfahrungen zu werden.

Schmetterling

Liebe, um zu leben

Die Liebe, die wir für uns selbst, für unsere Familie, für unseren Partner oder unsere Kinder empfinden, liegt ebenfalls in der Natur des Menschen.

Aber die Liebe ist keine stabile Säule. Auch die Liebe entwickelt sich weiter und passt sich an. Ein gutes Beispiel hierfür ist unsere eigene Beziehung zu unserem Partner.

Beide Partner müssen sich im Laufe der Zeit an Lebensveränderungen anpassen: Veränderungen der Arbeitsplatzsituation, die Geburt eines Kindes, das Gleichgewicht zwischen dem individuellen Wachstum und der Weiterentwicklung als Paar.

In diesen Situationen wird von uns verlangt, dass wir das benötigte Wissen und die Fähigkeit besitzen, die Existenz von zwei Personen als eine einzige Einheit zusammenzufassen und diese wachsen zu lassen. Wir teilen diese gleichen und von Liebe genährten Wurzeln miteinander, aber verfolgen auch unsere eigenen Ziele weiter, um uns persönlich weiterzuentwickeln.

Die Schlüsselfaktoren, um Veränderungen annehmen zu können

Das Leben

Du bist die Priorität Nr. 1, spielst die Hauptrolle in deinem Leben und bist ein wichtiger Bestandteil deiner eigenen Welt. Halte nicht an deinen Ängsten oder deiner Unentschlossenheit fest, denn langfristig gesehen wird daraus nur Frustration du wirst es bereuen, dein Leben nicht gelebt zu haben.

Hör nie damit auf, dich um dein inneres Kind zu kümmern. Du solltest dich und das Leben neu erfinden, mit der dir angeeigneten Weisheit spontan reagieren können. Erfreue dich an den kleinen Dingen, liebe, erlebe und trau dich.

Halte nicht an den Fehlern der Vergangenheit fest oder ernähre dich von der Nostalgie. Das Leben wartet nicht darauf, dass du aus deinem Schneckenhaus und der Dunkelheit herausgekrochen kommst. Das Leben sucht Licht und die eigene Freiheit. Erlaube dir, daran zu wachsen, und das voller Optimismus, Freude und Bescheidenheit.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Cha Wakan

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