Die 3 Kommunikationsfallen

Reife Beziehungen bauen auf Vertrauen und Offenheit auf. Du solltest versuchen, diese Kommunikationsfallen zu verhindern und deine Gedanken und Gefühle auf einfühlsame und ehrliche Weise auszudrücken. 
Die 3 Kommunikationsfallen

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2022

“Der kleine Prinz” bezeichnet die Sprache in dem weltbekannten Werk von Antoine de Saint-Exupéry als “große Quelle für Missverständnisse”. Es fällt uns oft schwer, unsere Gedanken oder Gefühle in Worte zu fassen, was immer wieder zu Fehldeutungen führt. Wir erklären heute drei typische Kommunikationsfallen und wie du diese verhindern kannst, um falsche Auslegungen zu verhindern.

Häufig gehen wir davon aus, dass andere verstehen, was wir erzählen. Doch in vielen Fällen setzen wir Dinge voraus, die wir nur selbst wissen, unseren Gesprächspartnern jedoch fremd sind. Wir sind außerdem auch nicht immer in der Lage, unsere Worte so auszudrücken, dass sie für andere eindeutig und klar sind. Dazu kommt, dass diese andere Überzeugungen und Einstellungen haben und deshalb unsere Worte auch anders interpretieren.

3 typische Kommunikationsfallen

Schweigen als Ersatz für Schreien

Bei Wut oder Groll verwenden viele den Mechanismus des Schweigens, anstatt klar und deutlich auszusprechen, warum sie sich ärgern. Auf die Frage “Was ist los?” erhältst du kurz und schlicht die Antwort “Nichts”, obwohl es offensichtlich ist, dass etwas nicht stimmt.

Wir sprechen von einer der typischen Kommunikationsfallen: Die verärgerte Person geht davon aus, dass ihr Gegenüber selbst erkennen muss, warum sie beleidigt ist. Sie hatte sich vielleicht etwas mehr Feinfühligkeit oder Verständnis erwartet. Doch der Gesprächspartner ist sich darüber oft nicht bewusst.

Schweigen erschwert jedoch das Verständnis und den DialogWenn die beleidigte Person klar und deutlich ausspricht, was sie denkt oder fühlt, kann sich auf ihr Gegenüber darauf einstellen und dadurch entsteht eine gesunde Kommunikation. Kommunikation mit anderen aufbauen.

Subtile Anspielungen als Kommunikationsfallen

In einem Gespräch verwenden viele subtile Anspielungen oder versteckte Hinweise, anstatt gewisse Dinge direkt zur Sprache zu bringen. Diese Art der Kommunikation macht kein konstruktives Gespräch möglich. Ehrlichkeit und Offenheit sind eine weitaus bessere Strategie, um für Klarheit zu sorgen und Missverständnisse zu vermeiden.

Ein Wink mit dem Zaunpfahl hat nicht immer das erwartete Ergebnis und kann die unterhaltsame Atmosphäre negativ beeinflussen, wenn nicht die richtigen Worte gewählt werden. Zu Konflikten kommt es insbesondere dann, wenn die Interpretationsmöglichkeiten offen sind. Dies sorgt für Verwirrung, deshalb solltest du diese Taktik vermeiden.

Um den heißen Brei herumreden

Wenn du nicht den Mut hast, in einem Gespräch auf ein bestimmtes Thema zu kommen, und nicht offen und sachlich darüber sprechen kannst, wird dein Gegenüber nicht wissen, was du tatsächlich möchtest. Ein typisches Beispiel für diese Art von Kommunikationsfallen: Auf einer Party schaut ein Mann einer hübschen Frau nach und macht ihr schöne Augen. Seine Lebensgefährtin reagiert eifersüchtig, spricht das Thema aber nicht direkt an. Sie verhält sich abweisend und macht dem Partner Vorwürfe, die eigentlich nichts mit der Sache zu tun haben.

Solange das Thema jedoch nicht besprochen wird, herrscht Verwirrung. Die betroffene Person ist sich über ihren Fehler nicht bewusst und kann diesen deshalb auch nicht wiedergutmachen. Damit ist keinem gedient, ein offenes Gespräch ist weitaus konstruktiver.

Reife Beziehungen bauen auf Vertrauen und Offenheit auf. Du solltest versuchen, diese Kommunikationsfallen zu verhindern und deine Gedanken und Gefühle auf einfühlsame und ehrliche Weise auszudrücken.

Titelbild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von loungerie

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