Der spanische Maler Diego Velázquez: Biographie eines Genies

Wir reisen zurück in das 17. Jahrhundert, um das Leben und Schaffen des spanischen Genies Diego Velázquez kennenzulernen. Wir bewundern noch heute sein einzigartiges Werk und sein außergewöhnlichees Talent.
Der spanische Maler Diego Velázquez: Biographie eines Genies

Letzte Aktualisierung: 27. Juli 2021

Die Kunstgeschichte ist ein riesiges Wandgemälde, das mit zeitlosen Kunstwerken geschmückt ist, an denen sich viele Generationen erfreuen. Manche Meister zeichnen sich durch ihre Geschicklichkeit aus, andere durch ihre Einzigartigkeit oder ihre Vision. Der spanische Maler Diego Rodríguez de Silva y Velázquez, kurz Diego Velázquez ist ein Genie, das uns noch heute mit seinen klassischen Werken begeistert.

Wir präsentieren dir heute dieses unvergleichliche und einmalige Genie der barocken Malerei.

Diego Velázquez in seiner Frühzeit in Sevilla

Velázquez kam im 16. Jahrhundert in Sevilla in einer wohlhabenden Adelsfamilie zur Welt. Er hatte sieben weitere Geschwister, was für diese Zeit normal war. Velázquez zeigte schon sehr früh sein Interesse an der Kunst und strebte danach, seine Kenntnisse zu erweitern.

Er begann seine künstlerische Laufbahn in Sevilla, genauer gesagt in der Werkstatt von Francisco de Herrera “El Viejo”, einem barocken Malermeister. In der Werkstatt von Francisco Pacheco, der später zu seinem Schwiegervater wurde, erhielt er jedoch eine besonders fruchtbare Ausbildung. Hier lernte er andere Maler und verschiedene Techniken kennen, die er für seine ersten Werke verwendete.

Velázquez begann mit dem Malen einfacher Genreszenen im Stil des Tenebrismus unter dem Einfluss von Caravaggio und einer der flämischen Malerei ähnlichen Raumkonzeption. Einige der repräsentativsten Titel sind Eine alte Frau kocht Eier, Christus im Hause von Marta und María oder Der Wasserverkäufer von Sevilla.

Ich bin lieber die Nummer eins unter den Malern der gewöhnlichen Dinge, als die Nummer zwei der höchsten Kunst.

Diego Velazquez

Eine alte Frau kocht Eier, Gemälde von Velázquez

Der Weg zum Erfolg als Hofmaler

Diego Velázquez wurde 1622 an den Hof gerufen, in dem Jahr, in dem er sich in Madrid niederließ und begann, die Erwartungen zu erfüllen, die er in der Hauptstadt geweckt hatte. Der Graf von Olivares und Philipp IV. selbst erkannten die Fähigkeiten des Malers und schätzten ihn. Während seines Aufenthalts in der Hauptstadt reiste der Künstler mehrmals nach Italien, wo er die Kunst des transalpinen Landes bewunderte.

  • 1627 wurde er zum Hofmaler ernannt, denn er hatte in einem Wettbewerb gegen andere Maler gewonnen. Er begann mit seinen ersten Porträts, die der König sehr schätzte.
  • 1629 reiste er nach Italien, wo er die Werke der größten Meister kennenlernte: Leonardo Da Vinci, Raffael, Michelangelo usw. Außerdem knüpfte er Kontakte zu anderen Malern wie José de Ribera. In dieser Zeit entstanden Werke wie “Die Schmiede des Vulkan”.
  • 1631 kehrte er nach Madrid zurück, wo er seine Arbeit als Hofmaler fortsetzte. Velázquez reiste jedoch 1649 erneut nach Italien. Er war nämlich von seinem König beauftragt worden, einige Werke zu kaufen. Auf dieser zweiten Reise malte er das berühmte Porträt von Innozenz X. 1651 kehrte er nach Madrid zurück und wurde ein Jahr später zum Palast-Marschall ernannt.

Diego Velázquez: Höhepunkt seiner Karriere

Nach mehreren Jahrzehnten, in denen er sein ganzes künstlerisches Talent entwickelte, erlangte Diego Velázquez große Anerkennung am Hof und bei anderen zeitgenössischen Malern, wie die britische Eremitin und Kunstkennerin Wendy Beckett bestätigte. 1656 schuf Velázquez sein großes Meisterwerk Las Meninas, in dem er sich selbst darstellt, stolz auf seine Position und auf das Kreuz von Santiago, das er auf seiner Brust trägt.

Las Meninas von Velázquez

Gleichzeitig arbeitete er an weiteren Werken, die zu wahren Meilensteinen in der Geschichte der Malerei wurden. Ein besonderes Kunstwerk ist das Gemälde “Die Spinnerinnen” (Las Hilanderas), in dem Meister die Fabel von Arachne erzählt. Dieses Bild beweist, wie sehr Velázquez die Technik beherrscht. Es ist ein Produkt seines Talents, aber auch seiner großen Erfahrung.

Schließlich starb das spanische Genie 1660 in Madrid. Sein Begräbnis war ein großes Ereignis: Er wurde mit allen Ehren als Ritter des Ordens von Santiago beigesetzt. Sein Werk ist der Beweis einer schöpferischen Kraft, die es ihm ermöglichte, als Genie der Malerei in die Geschichte einzugehen. Diego Velázquez wird zweifellos immer eine Ikone der Kunstgeschichte sein. 

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  • Beckett, W. (1995). Historia de la pintura. Blume. Barcelona.
  • Palomino, A. (2008). Vida de don Diego Velázquez. Akal. Madrid.