Der Schlüssel dazu, Inspiration überall zu finden

· 6. April 2019

Inspiration ist ein Zustand, der kognitive und emotionale Aspekte beinhaltet. Einfälle zu haben ist wichtig, weil sie Wohlbefinden erzeugen und für den kreativen Prozess entscheidend sind. Aber es ist nicht leicht, zu definieren, was Inspiration genau ist – so wie wir auch nicht präzise beschreiben können, was eine Idee ausmacht.

Grob gesagt, ist Inspiration ein Prozess, der uns stimuliert, etwas Kreatives zu tun. Ideen und Einfälle zu haben, bedeutet also, angemessene Bedingungen für die Entstehung derselben zu schaffen. Diese Definition mag gut klingen, ist aber immer noch nicht sehr konkret.

Inspiration kann als ein besonderer Weg verstanden werden, die Eindrücke unseres Lebens zu verarbeiten. Immer noch nicht besser? Inspiration ist ein komplexes und tief greifendes Phänomen. Aber wir können sie trotzdem fördern und unsere Ideen sprudeln lassen! Im Folgenden wollen wir einige Tipps dazu geben.

„Gehe sicher in die Richtung deiner Träume. Lebe das Leben, das du dir vorgestellt hast.“

Henry David Thoreau

Inspiration

Inspiration ist ein Zustand, in dem wir einen Gedankenblitz über einen wesentlichen Aspekt unseres Lebens oder die Realität an sich haben. In der Tat sind schöpferische Gedanken ein intellektuelles Phänomen, das Wissen bedarf. Es geht jedoch auch um wahres Glück. Dieses können wir durch überzeugtes Handeln erreichen, das sich aus einem Wunsch oder aus Leidenschaft speist.

könnte sagen, dass Ideen zu Momenten absoluter Freude führen. Sie sind eine unbändige Kraft, die Geist und Herz öffnen. Wenn wir uns inspiriert fühlen, fühlen wir eine echte und direkte Verbindung zum Universum. Der Schmerz lässt nach und es bleibt nur ein glückseliger Frieden.

Die Neurowissenschaftler Marcos Jung-Beeman und Edward Bowden von der Northwestern University (Illinois, USA) und John Kounios von der Drexel University (Philadelphia, USA) haben einige interessante Studien zu diesem Thema veröffentlicht. Diese Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass es bewiesen sei, dass es einen Bereich des Gehirns gebe, der in bestimmten Momenten, nämlich wenn wir einen Geistesblitz haben, buchstäblich aufleuchte.

Eine lachende Frau denkt nach und wartet auf Inspiration.

Schöpferische Gedanken und Motivation

Menschen neigen dazu, Inspiration mit Motivation zu verwechseln, aber beide sind unterschiedliche Gefühle. Motivation ist die Kraft, die uns zum Handeln bewegt, mit dem Ziel, einen Nutzen zu erzielen oder Schmerzen zu vermeiden.

Motivation ist also das Streben nach Vergnügen und beinhaltet gleichzeitig die Vorbeugung von Schäden. Vielleicht fühlen wir uns motiviert, etwas zu tun, weil wir glauben, dass wir bekommen würden, was wir wollen. Oder wir sind motiviert, zu handeln, um etwas Schreckliches zu verhindern.

Inspiration hingegen geht noch einen Schritt weiter. Wenn wir einen Einfall haben, sind Genuss und Schmerz nicht so wichtig. Denn die Idee ist eine so starke Kraft, dass wir Entbehrungen ertragen werden, weil das Ergebnis es wert sein wird. Wer Inspiration gefunden hat, verfolgt ein größeres Ziel. Aus diesem Grund gibt es Menschen, die ihr Leben für die Freiheit geben oder jede Demütigung für eine gute Sache oder einen bestimmten Zweck ertragen.

Frau trinkt Tee und liest ein Buch

Wie finden wir Inspiration?

Inspiration zu finden ist ein Vorhaben, das Anstrengung und Widerstandsfähigkeit erfordert. Es gibt jedoch Möglichkeiten, näher an diesen Zustand heranzukommen und ihn schließlich zu erreichen. Der erste Weg führt über die Meditation. Es wurde gezeigt, dass Meditation die Funktionsweise des Gehirns verändert. Sie erleichtert jene Prozesse, die es uns leichter machen, Einfälle zu haben.

Andere Möglichkeiten sind, Romane zu lesen oder Kunst zu betreiben, um Inspiration zu finden. Alle diese Aktivitäten unterbrechen unsere Routine und führen schließlich zu neuen Perspektiven. Und diese neuen Perspektiven lösen früher oder später tief greifende Offenbarungen aus, die zu Inspirationsquellen werden können.

Genügend Ruhe zu finden ist ebenfalls von Bedeutung. Wir sollten versuchen, gut zu schlafen und unseren Geist ab und zu abzulenken. Wenn wir nicht weiterkommen und keine schöpferischen Gedanken mehr fassen können, kann es zudem hilfreich sein, die Umgebung zu wechseln. Machen wir eine zeitlich unbestimmte Pause und kehren wir dann zu unserer Aktivität zurück. So können wir Inspiration finden und unseren Blick auf die Welt ändern.

  1. Romo, M. (1997). Psicología de la creatividad. Barcelona: Paidós.