Dein Glück hängt nur von dir ab

· 12. Januar 2016

„Die Menschen vergessen immer, dass das Glück eine Bestimmung des Geistes ist und nicht durch äußere Umstände bedingt ist.“

John Locke

Viele Menschen sind besessen von der pausenlose Suche nach Glück, ohne überhaupt zu wissen, was Glück eigentlich ist und wie man es erreicht. Das Glück ist der Zustand, in dem wir uns mit allen anderen menschlichen Wesen im Einklang fühlen.

Was bedeutet Glück eigentlich?

Um zu verstehen was Glück eigentlich ist, müssten wir uns an erster Stelle fragen: „Was bedeutet Glück für mich selbst?“ Die Antwort darauf kann kompliziert ausfallen und für jeden Einzelnen von uns voller unterschiedlicher Facetten sein. Dies kann darauf hinweisen, dass das Glück nichts ist, was sich innerhalb unserer Lebensumstände einfach finden lässt, sondern vielmehr in uns selbst und darin, wie wir unsere Erfahrungen leben.

Wenn wir im Glauben durch das Leben gehen, dass das Glück von unseren Begleitumständen abhängt, von den Situationen, die wir durchleben, davon wie viel Geld wir haben, oder ob unsere Kinder die besten sind, wir eine gute Arbeitsstelle haben und eine intakte Beziehung führen, dann werden wir immer wieder das suchen, was uns fehlt, ohne zu bemerken, dass das Glück mit all dem eigentlich rein gar nichts zu tun hat.

Wir können das Glück immer in uns selbst finden, es ist nichts, was da draußen ist. Es ist nur die Frage, ob wir bemerken, dass es nichts damit zu tun hat, was wir haben, sondern vielmehr damit, was wir sind. Das bedeutet, dass man lernen muss, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren und mit sich selbst leben zu können. Denn dies ist der Schlüssel dazu, dass wir uns in jeglicher Situation glücklich fühlen können, da das Glück in unserem Innersten verwurzelt ist.

Unser Verhalten dem Leben gegenüber ändert sich, sobald uns bewusst wird, dass die persönliche Zufriedenheit nicht so wechselhaft ist, wie sie uns haben glauben lassen, und dass sie nicht in konstanter Abhängigkeit zu dem steht, was um uns herum passiert.

Wir verfügen über das Potential, zu entscheiden, wie wir unsere Erfahrungen ausleben, um die größtmögliche Harmonie zu erlangen und die Verantwortung für unser zu Glück zu übernehmen.

Es geht nicht immer darum, wie viele negative oder positive Erfahrungen wir sammeln, sondern darum, zu lernen, all diese Erfahrungen als Lektion fürs Leben zu verstehen, da sie alle nützlich und notwendig sind.

Der Verkauf des Glücks

Es kommt nicht selten vor, dass wir unser Glück davon abhängig machen, was um uns herum passiert. So haben wir das gelernt, so haben sie es uns beigebracht und deshalb existiert die Tyrannei des Glücks.

Das Glück wird uns als etwas verkauft, das Regeln darüber beinhaltet, wie wir unser Leben leben sollen. Regeln, die besagen, wie man sich verhalten soll und was man besitzen muss. Hiervon profitieren besonders die Kommunikationsmedien, die Werbung und die Politik; sie wollen uns vermitteln, dass wir glücklicher sind, wenn wir mehr besitzen.

Wie genau können wir konstant positive Emotionen erlangen? Und wovon sollen wir in dieser idealen Seifenblase, die nicht mal ansatzweise unserer Realität entspricht, leben? Hier kommt Frustration auf, und was noch schlimmer ist, wir lösen uns von uns selbst.

Das pausenlose Streben nach Glück, das wir in unseren äußeren Begleitumständen suchen, verursacht, dass wir uns immer mehr von uns selbst, und vor allem von der uns innewohnenden natürlichen Glückseligkeit entfernen.

Dies können wir jeden Tag beobachten. Jede Person, die ihre Befriedigung in dem sucht, was sie besitzt und was sie erreicht, wird darin enden, sich selbst zu verlieren. Denn es ist nichts Echtes, es ist etwas Kurzlebiges, es sind keine authentischen Notwendigkeiten der Befriedigung, es sind Notwendigkeiten, die wir uns selbst kreiert haben.

Denn je mehr man hat, desto mehr braucht man. Hierzu passt das bekannte Zitat von San Augustin bezüglich des Glücks: „Am reichsten ist der, der am wenigsten braucht.“

Uns von unseren äußeren Begleitumständen abhängig zu machen bedeutet gleichzeitig, sich in einen konstanten Zustand der Sklaverei zu begeben.

Fühlen, dass das Glück von einem selbst abhängt

Diese Nachricht zu begreifen und einzuverleiben kann fundamental für unser Leben sein. Wir müssen verstehen, dass wir nicht glücklicher werden, wenn wir noch mehr Erfolge, mehr Geld, Macht und Anerkennung vermerken können. Denn Glück hat nichts mit Ehrgeiz zu tun.

Wir werden nicht glücklicher, indem wir das schönste Lustgefühl verspüren; abgesehen davon, dass die Suche nach körperlicher Lust ebenfalls kein Glück mit sich bringt.

All diese Punkte bilden unser oberflächliches Leben, ohne Tiefgang und nur mit wenig Qualität. Sie repräsentieren das schlafende menschliche Wesen, das in einer Welt des Überflusses lebt.

Von größter Bedeutung ist, dass einem klar wird, dass das Glück eher psychologischer statt physiologischer Natur ist. Denn hierbei wird ein Zustand eines höheren Bewusstseins, einer Begegnung mit sich selbst, einer Erkenntnis für das wahrhaft Wichtige geschaffen.

Wir können all dies erreichen, wenn wir lernen, auf uns selbst zu hören, wenn wir uns um unsere wahrhaftigen Bedürfnisse kümmern; und uns von all dem entfernen, das uns einsperrt und uns in eine Spirale eines permanent unerfüllten Verlangens bringt.

„Es existiert sowohl das Vergnügen, als auch das Glück. Nur wenn du ersterem entsagst, kannst du letzteres erlangen.“

Buddha