Wie Charles Chaplin Glück definierte

· 21. Dezember 2015

Auf der Suche nach dem Glück – Trägst du heute eine schwere Last mit dir herum? Kann es sein, dass dir das nötige Kleingeld fehlt? Lebst du vielleicht nicht in deinem Traumhaus oder vermisst du heute schmerzlich Personen, die dich gestern noch zum Lachen gebracht haben?

Doch unser Glück finden wir nicht immer in materiellen Dingen, auf die wir für gewöhnlich unser Augenmerk legen. Das Glück ist auch keine schwer zu verwirklichende Vision. Sie ist kein Heiliger Gral, den wir nach einer Persönlichkeitsveränderung erhalten. Denn das wahre Glück finden wir ganz einfach durch die richtige Einstellung. Wir finden es, wenn wir erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist.

Das wahre Glück liegt also in jedem Einzelnen von uns verborgen und muss Tag für Tag aufs neue gefunden werden. Denn es sind die kleinsten, einfachsten und grundlegendsten Dinge im Leben, die uns glücklich machen. Du bist derjenige, der beispielsweise wählen kann, ob er ängstlich und pessimistisch durchs Leben geht, aufgibt, oder du kannst dich dafür entscheiden, dich selbst zu ermutigen und optimistisch zu denken. Nur du selbst kannst dich jeden Tag wieder aufs Neue motivieren, dich auf den nächsten Tag freuen und die Gegenwart genießen.

Ich garantiere dir, dass das Glück ein gesundes „mentales Workout“ ist, das du jeden Tag wiederholen musst. Eine Methode, um sein Glück zu finden, zeigt uns ein Künstler aus der Kinogeschichte: Charles Chaplin.Vielleicht bist du ein Bewunderer seiner Werke oder aber du findest seine Figur bereits veraltet und weniger amüsant.

In diesem Artikel möchte ich gern ein Teil von diesem so echten Mann, der sich hinter dieser Persönlichkeit versteckte, für dich wieder lebendig werden lassen. Denn ich bin davon überzeugt, dass dir seine Auffassung vom Glück viel Freude bereiten wird.

Charles Chaplin – der Mann hinter der Figur

Sicherlich sind dir einige seiner unvergesslichen Werke,  wie „Goldrausch“, „Moderne Zeiten“  oder „Der große Diktator“  bekannt. Sie sind zu unvergleichlichen Kulturgütern und zu einem Teil von uns, unserer Geschichte und dieses Kinogenres geworden, welches ihn berühmt machte. Seine Komödien handelten von der Menschheit und waren teils tragisch, um uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können – einfach atemberaubende Meisterwerke.

Viele von uns sind der Meinung – auch wenn sich das jetzt vielleicht etwas übertrieben anhört – dass das Kino ohne Charles Chaplin nicht dasselbe gewesen wäre. Doch das werden wir nie erfahren, da dieses Genre immer von großartigen Schauspielern mit großartigen Ideen genährt wurde, mit neuen Perspektiven, die das Kino, und damit unsere Vorstellungen, unsere Emotionen veränderten. Denn das Kino hat seinen Ruf, eine „Traumfabrik“ zu sein, nicht verloren.

Aber zurück zu einem unserer größten Kinostars Charles Chaplins und seiner Auffassung vom Glück. Weißt du eigentlich, wer sich hinter der Kunstfigur Charles Chaplin versteckte? Dieser Brite war ein überaus talentierter (Kino-)Künstler. Er war ein Akrobat mit einem besonderen Gespür für Comedy. Doch hinter jeder Komödie verbarg sich für ihn etwas Trauriges, bittersüße Momente.

Er war ein Mann mit tausend Gesichtern: Schauspieler, Regisseur, Musiker, Drehbuchautor, Produzent, Monteur, aber vor allen Dingen war er ein Mann, der schon von klein auf dem Unglück trotzte. In purer Armut, ständig von der Unsicherheit begleitet, wuchs er auf. Er überlebte gerade mit dem Notwendigsten und durch seine Auftritte. Immer im Scheinwerferlicht, aber mit hungrigem Magen und unterernährt striff er umher.

Seine Familie war ein Paradebeispiel kaputter Bindungen und Beziehungen, die einem die Sicherheit rauben, zu wachsen und zu gedeihen. Er erhielt weder Unterstützung, noch hatte er eine Schulter zum Anlehnen. Sein Vater sorgte sich praktisch nie um ihn und seine Geschwister. Und seine Mutter, die ebenfalls eine große Schauspielerin auf den Bühnen dieser Welt war, litt an starken psychischen Störungen, die sie dazu verdammten, lange Zeiten in psychischen Einrichtungen zu verbringen, weit weg von ihren Kindern.

Hinter dieser Persönlichkeit, hinter seinen großen Schuhen, seinem Hut und seiner staubigen Weste verbarg sich seine eigene Geschichte. Seine wahre Persönlichkeit konnte er nur teilweise hinter seiner Figur verstecken, da sie auf der Bühne ein Teil von ihm war und darstellte, was und wer er in Wahrheit war. Ein Mann, der wusste, wie er überleben und sich selbst erfinden konnte. Jemand, der der Tragödie ein Lächeln aufsetzen kann und eine Verbindung zu seinem Publikum herstellen konnte, das nur zu gut wusste, wovon er sprach.

Charles Chaplin war ein Architekt der Gefühle, und deshalb hinterließ er uns nicht nur auf der Leinwand durch seine Mimik und Gestik wahre Meisterwerke. Auch mit seinen Worten konnte und kann er uns immer noch verzaubern. Und aus diesem Grund möchte ich dir im Folgenden gern ein großartiges Beispiel seiner in Worten gefassten Gedankenwelt präsentieren – wie Charles Chaplin das Glück sieht. Ich hoffe, dass es dir gefallen wird:

GEDANKEN VON CHARLES CHAPLIN

 Das Leben ist ein Theaterstück ohne Theatherproben…
Deshalb, singe, lache, tanze, weine
und koste jeden einzelnen Moment deines Lebens in vollen Zügen aus…
…bevor der Vorhang fällt
und das Theaterstück ohne Applaus zu Ende geht.

Hey, hey, lache!
Verstecke dich nicht weiter hinter diesem Lächeln…
Zeig ganz furchtlos, wer du wirklich bist.
Es gibt Menschen, die von
deinem Lächeln träumen, so wie ich.

Lebe! Wage etwas!
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Liebe!
Liebe von ganzem Herzen,
liebe alles und jeden.
Verschließe nicht die Augen vor dem Kummer der Welt,
vor der Hungersnot!
Vergiss die Bomben,
aber vorher, muss du dir etwas gegen sie einfallen lassen,
auch wenn du denkst, dass du nicht dazu in der Lage bist.

Suche!
Suche in allem und jedem das Gute.
Lass aus Fehlern keine Distanz entstehen,
sondern Annährung.

Akzeptiere!
Das Leben, die Menschen,
lass sie zu deinem Grund des Lebens werden.

Verstehe!
Verstehe die Menschen, die anders als du denken,
versuche sie nicht umzustimmen.

Oh, schau…
Schau hinter dich, wie viele Freunde hinter dir stehen…
Hast du heute schon jemanden glücklich gemacht?
Oder hast du mit deinem Egoismus heute schon jemanden verletzt?

Oh, renne nicht so…
Wieso die Eile?
Renne nicht einmal in deinem Innenleben.

Träume!
Aber verletze dabei niemanden und
mach aus deinem Traum keine Flucht.

Glaube! Hoffe!
Es gibt immer einen Ausweg,
es wird immer ein Stern am Himmel leuchten.

Weine! Kämpfe!
Mach, wonach dir ist,
fühle, was sich in dir verbirgt.

Höre…
Höre auf das, was dir andere Personen
zu sagen haben, es ist wichtig.

Überwinde…
Mach aus Hürden Treppenstufen,
um das zu erreichen, wonach du strebst.
Und vergiss dabei nicht diejenigen,
die auf der Treppe des Lebens
nicht all zu weit gekommen sind.

Entdecke!
Entdecke das Gute in und an dir.
Sei vor allem menschlich,
auch ich werde es versuchen.
Hey, du…
nun bist du im Reinen mit dir.
Ich möchte dir sagen, dass… ICH DICH BEWUNDERE,
einfach für das, was du bist.

Charles Chaplin

Charles Chaplin