Das Selbstwertgefühl durch Achtsamkeit verbessern

· 25. November 2018

Das Selbstwertgefühl zu definieren, ist keine einfache Aufgabe. Man könnte sagen, dass es sich dabei um den emotionalen Teil handelt, der sich von unserem Selbstkonzept ableitet, das heißt von den Empfindungen, die in uns entstehen, wenn wir uns selbst betrachten. Diese wiederum erzeugen Gedanken und Gefühle und provozieren Verhaltensweisen, die dazu tendieren, dieses Selbstkonzept zu verstärken.

Auf der anderen Seite umfasst die Achtsamkeit eine Reihe von Vorschlägen, die alle ein gemeinsames Ziel haben: das volle Bewusstsein, die gesamte Aufmerksamkeit oder die aufmerksame und reflektierende Präsenz zurückzuerlangen, mit allen Sinnen im Hier und Jetzt präsent zu sein, Beobachter dessen zu sein, was mit uns geschieht, ohne darüber zu urteilen. Es geht darum, auszuprobieren, wie wir jeder Erfahrung gegenüber möglichst offen sein, ihr mit wenigen Vorurteilen und Filtern begegnen können.

Wenn du nicht mehr in der Lage bist, eine Situation zu ändern, stehst du vor der Herausforderung, deine Einstellung zu ihr zu verändern.

Die Treppe des Selbstvertrauens

Wir wollen das Selbstvertrauen wie ein Element behandeln, das auf fünf bestimmte Einflüsse besonders empfindlich reagiert, und zwar auf die folgenden:

  • Die Selbsterkenntnis. Selbsterkenntnis heißt, uns selbst kennenlernen, mit all unseren Schwächen und Stärken. Das Positive als auch das Negative ist Teil der Art und Weise, wie wir das Leben verstehen, die wir nicht damit verwechseln dürfen, gesellschaftlich akzeptiert zu werden. Wir mögen uns anhören, was die anderen denken, doch im Endeffekt sind wir es, die Ereignisse und Personen labeln und so unsere eigene Ethik formen, unser Selbstverständnis und unser Selbstwertgefühl.
  • Die Selbstakzeptanz. Selbstakzeptanz besteht auch darin, zu akzeptieren, was wir jetzt nicht ändern können oder was besser unverändert bleibt. Es trotzdem zu versuchen, würde uns Ressourcen kosten, die wir nicht vergeuden sollten. In jedem Fall, weit entfernt davon, wie wir uns die Zukunft vorstellen, bietet uns die Gegenwart die Möglichkeit, uns mit der Person, die wir jetzt sind, in Einklang zu bringen.
  • Die Selbsteinschätzung. Sie beschreibt die Fähigkeit, die wir Menschen haben, um unsere Stärken und Fähigkeiten auf der psychischen als auch auf der intellekuellen Eben einzuschätzen. Für einige von uns ist es tatsächlich äußerst schwierig, diese Eigenschaften, in denen wir gut sind, von denen zu trennen, in denen wir nicht so gut sind.
  • Der Selbstrespekt. Viele Menschen denken, dass sie nicht verdienten, was sie haben oder was sie haben könnten. Selbstrespekt bedeutet hingegen, einem inneren Dialog Platz zu machen, der uns nicht zerstört, negative Gefühle stärkt oder Verhaltensweisen initiiert, die uns schädigen, um uns selbst zu bestrafen oder zu belehren.
  • Die Selbstverbesserung. Sich selbst besser kennenzulernen ist der erste Schritt, um sich selbst zu verbessern. Wenn wir dies vier vorherigen Stufen überwinden, können wir ein gutes Konzept von uns selbst sowie ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln.
Hand hält ein Herz

Das Selbstwertgefühl durch Achtsamkeit verbessern – wie geht das?

Nun, da wir diese fünf Faktoren kennen, die unser Selbstwertgefühl beeinflussen, können wir sehen, wie wir diese durch die meditative Praxis der Achtsamkeit bearbeiten können. Es geht darum, diese einzeln zu behandeln, basierend auf einem Plan und nach einer gewissen Reihenfolge. 

Um das Selbstwertgefühl durch Achtsamkeit verbessern zu können, werden wir nun eine Reihe von Übungen und Meditationen vorstellen, die sich auf jeweils eine der Komponenten des Selbstwertgefühls konzentrieren, die wir zuvor beschrieben haben.

Meditationen sind ein gutes Werkzeug, um mithilfe der Achtsamkeit am Selbstwertgefühl zu arbeiten.

Selbsterkenntnis

Diese Übungen können wie folgt durchgeführt werden:

Wir nehmen eine bequeme, ruhige und entspannte Haltung ein und achten darauf, mit dem Geist im Hier und Jetzt zu bleiben, in diesem Moment. Wir atmen ein und sind dabei Beobachter unserer Atmung; wir achten darauf, wie die Luft in unsere Nase eindringt und durch unsere Lunge bis ans Zwerchfell gelangt. Schließlich atmen wir die Luft wieder aus.

In erster Linie werden wir versuchen, uns auf drei unserer Schwächen und danach auf drei unserer Stärken zu konzentrieren. Sobald wir uns unserer Mängel und Fähigkeiten bewusst sind, können wir sie als Teil von uns annehmen. Erinnern wir uns, dass sie alle notwendig sind und uns einzigartig und besonders machen. So können wir uns beobachten, ohne uns selbst zu verurteilen.

Langsam öffnen wir nun unsere Augen und beginnen, uns wieder zu bewegen.

Dauer: 10-15 Minuten.

Zu verstehen, wer du bist, ist viel wichtiger, als das anzustreben, was du sein solltest. Denn wenn du verstehst, wer du bist, beginnt ein Prozess der spontanen Transformation. Während du versuchst, jemand zu werden, der du sein solltest, gibt es hingegen keine Veränderung: Das Alte wird bestehen bleiben, aber in einer anderen Erscheinung auftreten.

Selbstakzeptanz

Der Prozess der Selbstakzeptanz ist ohne Zweifel der schwierigste Schritt zur persönlichen Verbesserung. Fast alle Menschen wollen etwas an sich selbst verbessern, etwas, mit dem sie nicht zufrieden sind, sei es in Bezug auf ihren Körper, ihre Persönlichkeit oder auf die Art und Weise, wie sie handeln.

Genauso wie bei der Selbsterkenntnis wollen wir eine meditationsnahe Übung durchführen, die sich auf die Selbstakzeptanz konzentriert. Es ist nicht einfach, die Eigenschaften unserer selbst zu akzeptieren, die wir nicht mögen, aber es ist notwendig, um unser Selbstwertgefühl zu steigern.

Erneut nehmen wir eine bequeme und entspannte Haltung ein. Wir atmen ein und konzentrieren uns auf unsere Atmung. Nun lassen wir all unsere Vorurteile und Wertungen hinter uns undakzeptieren sie einfach. Wir akzeptieren, was wir sind, mit unseren positiven und negativen Qualitäten, unseren Stärken und Schwächen, unseren Licht- und Schattenseiten.

Wir richten unsere gesamte Aufmerksamkeit auf jene Mängel, die wir in der vorigen Übung identifiziert haben, beobachten sie und nehmen sie als Teil von uns an. Wir wiederholen den folgenden Satz, während wir unsere Fehler betrachten: „Ich akzeptiere mich vollständig.“  Oder auch: „Ich liebe und respektiere mich aus ganzem Herzen.“

Was die Stärken betrifft, nehmen wir noch einmal einen tiefen Atemzug und konzentrieren uns auf eine von ihnen. Wir sehen sie genau an und lassen zu, dass sie geht.

Im nächsten Schritt erwachen wir aus diesem Zustand des meditativen Halbbewusstseins und öffnen langsam die Augen, bewegen unsere Hände, Beine und auch die anderen Teile unseres Körpers. Wie wir sehen können, ist es möglich, das Selbstwertgefühl mit Hilfe der Achtsamkeit zu steigern, und zwar durch die Selbstakzeptanz.

Dauer: 10-15 Minuten.

Jemand anders sein zu wollen, bedeutet, die Person zu verschwenden, die du bist.

Frau, die Achtsamkeitsübungen durchführt

Selbsteinschätzung

Diese Phase ist keine gute Zeit, um bescheiden zu sein, ganz im Gegenteil. Nimm ein Notizbuch zur Hand und schreibe jeden Aspekt auf, in dem du gut bist, und schätze ihn so hoch ein, wie du es verdienst.

Mache dir keine Sorgen darüber, diesen Aspekten eine Hierarchie zu geben. Jeder von uns hat unterschiedliche Qualitäten und wir sollten stolz auf sie sein.

Niemand kann dich dazu bringen, dich minderwertig zu fühlen, wenn du nicht deine Zustimmung dazu gibst.

Selbstrespekt

Bedürfnisse und Wünsche sind wesentlich für das Leben und sind ebenso ein Teil eines jeden Weges hin zum Glück. Versuchen wir, uns selbst zu respektieren, suchen wir nach unseren Fähigkeiten und geben wir den positiven Emotionen einen Raum, in dem wir sie gegen Wind und Sturm schützen können. 

Lasst uns versuchen, uns nicht wegen begangener Fehler schuldig zu fühlen und nicht unser Glück von ihnen abhängig zu machen. Wenn wir glauben, dass wir etwas richtig machen, dann ist auch nichts falsch daran, sich darüber zu freuen.

Wenn das Gras auf der anderen Seite grüner aussieht … dann höre auf, hinzusehen, höre auf, zu vergleichen, höre auf, dich zu beschweren, und beginne damit, den Rasen zu gießen, auf dem du stehst.

Selbstverbesserung

Als letzten Punkt, um das Selbstwertgefühl durch Achtsamkeit zu verbessern, erreichen wir nun, nachdem wir bereits vier Stufen überwunden haben, die Selbstverbesserung. Wenn ein Mensch sich selbst kennt, kann er sich auch weiterentwickeln.

Wie wir bereits gesagt haben, ist es wichtig, uns selbst kennenzulernen, zu akzeptieren, zu schätzen und zu respektieren. Nur auf diese Art und Weise werden wir in der Lage sein, uns selbst zu verbessern und unser Selbstwertgefühl zu steigern, was uns dabei helfen wird, angemessene Entscheidungen und Solvenzmaßnahmen zu treffen oder unsere täglichen Probleme zu lösen.

Wie oben schon erwähnt, können wir das Selbstbewusstsein durch Achtsamkeit verbessern. Um dies zu erreichen, müssen wir uns selbst kennenlernen, akzeptieren, schätzen und respektieren, denn nur so können wir uns schließlich verbessern. Es ist wichtig, die Punkte zu beachten, die wir gerade genannt haben. Es ist unmöglich, mit uns selbst glücklich zu werden und über uns hinauszuwachsen, wenn wir nicht die Stufen hinaufsteigen, die dort hinführen.