Das Glück findest du dort, wo du willst

· 26. Juli 2017

Dieser berauschende Zustand der puren Freude in bestimmten Situationen ist der Inbegriff von Glück. Jeder will glücklich sein, das Geheimnis des Glücks enthüllen und so lange wie möglich glücklich bleiben. Wenn wir könnten, würden wir Menschen versuchen, die ganze Zeit lang glücklich zu sein, aber das ist nichts weiter als eine unrealistische Idealisierung des Glücks ohne feste Grundlage. Das Glück ist kein bestimmter emotionaler Zustand, sondern eine Lebensweise.

Es gibt Menschen, die im Laufe ihres Lebens oft an seelischen Tiefpunkten ankamen und trotzdem glücklich sind. Andere hingegen waren immer privilegiert, haben so gut wie alles und sagen trotzdem von sich, dass sie nicht glücklich seien.

Ganz eindeutig sind es nicht die Situation, die Umstände oder das Leben an sich, die darüber bestimmen, ob wir uns mehr oder weniger glücklich fühlen. Glück kommt nicht mit irgendeinem Erfolg, mit dem Partner, einem Kind oder einem Haus direkt am Strand. Wir werden glücklich, wenn wir ein gut aufgestelltes Wertesystem haben, uns auf den Moment der Gegenwart konzentrieren, uns selbst bedingungslos lieben und zu schätzen wissen, was wir haben.

Alle aufgezählten Punkte gehen Hand in Hand. Wenn wir demnach daran arbeiten, unsere Lebensphilosophie zu ändern, die vielleicht zu einem Großteil aus Beschwerden besteht, und wir dem Leben positiv entgegensehen, werden wir verstehen, dass wir das Glück genau dort finden können, wo wir wollen.

Das Glück findet man nicht, man erschafft es

Wir müssen das Glück nicht suchen, denn es gibt keinen Ort, an dem wir suchen können. Das heißt, dass das Glück nicht irgendwo da draußen zu finden ist, wie man uns oftmals weismachen will. Wenn dem so wäre, gäbe es zwei Arten von Menschen: diejenigen, die ein beneidenswertes Leben führen und glücklich sind, und diejenigen, denen es an allem mangelt und die unglücklich sind. Aber in Wahrheit ist das nicht so und oft ist genau das Gegenteil der Fall und die Menschen, die am wenigsten haben, sind nicht selten diejenigen, die am glücklichsten sind.

Ich mag keine Verallgemeinerungen, aber es kommt nun mal häufiger vor, dass Menschen, die sich daran gewöhnt haben, mit weniger zu leben, auch gleichzeitig weniger brauchen. Die Folge daraus ist, dass sie sich mehr auf die kleinen Freuden im Leben konzentrieren als auf anderes, das vergänglich ist.

Sie schätzen Dinge sehr viel mehr und freuen sich deshalb mehr über Kleinigkeiten als jene Personen, die nicht wertschätzen können, was sie besitzen.

Aus diesem Grund wird die mentale Vollkommenheit im Inneren eines Menschen geboren. Es geht nicht darum, zu glauben, dass wir glücklich werden, wenn wir etwas bekommen, von dem wir glauben, dass wir es bräuchten. Wenn du nicht mit dem glücklich bist, was du hast, wirst du es auch nur sehr schwierig sein können, wenn du bekommst, was du willst.

Wie kann ich zu einem glücklicheren Menschen werden?

Der erste Schritt, den du machen musst, um dich glücklicher zu fühlen, besteht genau darin, dieses Glück nicht zu suchen. Wenn wir von uns selbst verlangen, dass wir glücklich sein sollen, und uns das nicht gelingt, sind wir frustriert und Frustration ist kein Synonym für Glück. Uns darauf zu versteifen, glücklich sein zu wollen, erfüllt uns außerdem mit Angst und Enttäuschung und dadurch wird diese „Suche“ zu einem Kampf.

Wir können niemals glücklich werden, wenn wir uns selbst unter Druck setzen. Das Glück ist ein Zustand des mentalen Fließens, der Akzeptanz und der Tatsache, den Moment zu leben.

Um glücklich zu sein, musst du dich von absolutistischen Bedürfnissen verabschieden. Es ist doch so, dass wir nicht viel brauchen, damit es uns wirklich gut geht: Nahrung und Wasser, ein Dach über dem Kopf, körperliche Bewegung, um nicht krank zu werden, ein Ziel, das uns motiviert und einen Grund zum Aufstehen gibt, Schlaf, Sauerstoff und nur ein wenig mehr.

Alles andere, von dem wir glauben, dass wir es bräuchten, führt vielleicht nur dazu, dass wir noch unglücklicher werden. Das soll nicht heißen, dass wir kein Glück in der Erfüllung unserer Träume finden, aber es sollten keine materiellen Bedürfnisse sein, die wir verfolgen.

Der Glaube, dass wir etwas haben müssten, koste es was es wolle, macht uns zu ängstlichen Wesen, und wenn wir das Objekt unserer Begierde endlich erlangen und es eines Tages wieder verlieren, sind wir deprimiert, weil wir feststellen, dass nichts in diesem Leben ewig währt.

Um glücklicher zu sein, sollten wir uns auf die Gegenwart konzentrieren. Nichts existiert oder ist real, wenn wir es nicht just in diesem Moment und mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen. Die Mindfulness-Technik kann uns diesbezüglich sehr viel lehren.

Überdenke dein Wertesystem, konzentriere dich nicht zu sehr auf die Arbeit, auf die Suche nach einem Partner, auf Geld oder Erfolg. Wenn du eines Tages stirbst, wirst du dich nicht daran zurückerinnern. Woran du dich aber erinnern wirst, sind die gelebten Momente mit deinen Freunden, deiner Familie, ein Café, den du am Nachmittag getrunken hast, während das Meer vor dir rauschte, oder dein träumender Hund, während du ein gutes Buch gelesen hast.

Du solltest der Liebe Priorität geben: der Liebe für dich selbst, für das Leben und für andere. Wenn dazu in der Lage bist, die kleinen Dinge, das Menschliche und Einfache zu lieben, wirst du das Glück finden. Möchtest du gleich heute damit anfangen?

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