Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit

Das Bedürfnis, dazuzugehören, kann eine Stütze oder eine Last sein, die uns in die Tiefe zieht. Es hängt ganz davon ab, wie du mit diesem Bedürfnis umgehst.
Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit

Letzte Aktualisierung: 19. April 2022

Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit hat in unserer persönlichen Entwicklung Vor- und Nachteile, darf jedoch nicht mit Abhängigkeit verwechselt werden. Begleite uns, um mehr über dieses Thema zu erfahren.

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gesundheit als einen “Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens”. Unsere Beziehungen zu anderen sind für unsere Lebensqualität grundlegend und in diesem Zusammenhang geht es auch um das Bedürfnis nach Zugehörigkeit.

“Wachstum und Verbesserung können aus Schmerz und Konflikt entstehen.”

Abraham Maslow

Frauen und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit

Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit

Das Bedürfnis, Teil einer Gruppe zu sein, ist in manchen Fällen so stark ausgeprägt, dass fast alle Mittel recht sind, um dies zu erreichen. Abraham Maslow, ein humanistischer Psychologe, sprach davon, dass der Mensch bestimmte Bedürfnisse befriedigen muss, um sich selbst zu verwirklichen. Dies soll jedoch nicht zu einer Abhängigkeit führen. Du erreichst die Spitze der Pyramide nicht, wenn du die Basis nicht befriedigen kannst.

Das übermäßige Bedürfnis nach Zugehörigkeit führt zu toxischen Beziehungen. 

Abhängigkeit führt zu Unzufriedenheit

Das übermäßige Bedürfnis nach Zugehörigkeit kann so weit gehen, dass sich Betroffene von sich selbst distanzieren und sich nur nach den Wünschen oder Anweisungen der Gruppe (oder einer Person) richten. Sie sind abhängig und haben davor Angst, nicht mehr dazuzugehören. Doch auch wenn sie alle Mittel einsetzen, um ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu erfüllen, sind sie ständig unzufrieden. 

Das gesunde Bedürfnis nach Zugehörigkeit

Wir alle brauchen andere Menschen in unserem Leben. Wenn wir unsere Maske ablegen, uns authentisch zeigen und offen sind, finden wir Gleichgesinnte und müssen keine Angst vor Ablehnung haben. Das bedeutet also, dass du natürlich und spontan sein und dich auf die Gegenwart konzentrieren solltest. 

Tatsächlich weist Steven C. Hayes, ein amerikanischer klinischer Psychologe, in seinem Buch “Kurswechsel im Kopf: Von der Kunst anzunehmen, was ist, und innerlich frei zu werden” darauf hin, wie wichtig es ist, sich von nebensächlichen Dingen zu trennen, um Freiheit, Harmonie und Mut zu erreichen. 

Du musst außerdem berücksichtigen, dass die Zugehörigkeit zu einer Gruppe nicht alles ist. Auch die systematische und ungewollte Isolation ist keine Lösung, doch du solltest dein Leben nicht von deinen Bedürfnissen lenken lassen.

Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe

Es ist normal, sich manchmal ausgeschlossen zu fühlen, auch wenn du einer Gruppe, Gesellschaft oder Kultur angehörst. Martín Hopenhayn spricht darüber in einem Artikel, in dem er analysiert, welche Rolle Globalisierung, Politik und Identität im Zusammenhang mit dem Gefühl der Zugehörigkeit spielen.

Wenn das Bedürfnis nach Zugehörigkeit übermäßig stark ist, sind die Folgen toxisch. Solange es sich jedoch im normalen Rahmen bewegt, hilft es uns, persönlich zu wachsen, Beziehungen aufzubauen, uns um andere zu kümmern und auch andere Bedürfnisse zu stillen.

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  • Hopenahayn, M., & Sojo,A. (2011). Sentido de pertenencia en sociedades fragmentadas: América Latina en una perspectiva global. 1 Ed. Buenos Aires, Argentina.

  • Hayes, S. C. (2019). A liberated Mind. How to Pivot What Matters. Penguin Publishing Boook.

  • Maslow, A.H. (1991). Medición y personalidad. Ediciones Díaz Santos.