Burn-out: zwei 5-Minuten-Tipps zur Selbsthilfe

Unsere Gesellschaft fördert Workaholics, doch oft hat die berufsbedingte Überlastung einen hohen Preis. Du solltest frühzeitig Maßnahmen setzen, um ernste Folgen zu verhindern.
Burn-out: zwei 5-Minuten-Tipps zur Selbsthilfe

Geschrieben von Edith Sánchez

Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2023

Hektik und Stress gehören in unserer modernen Gesellschaft zum Alltag. Die dauerhafte Überforderung und komplizierte Lebensumstände können jedoch zu einem Zustand der körperlichen, mentalen und emotionalen Erschöpfung und damit zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit führen. Wir sprechen von einem Burn-out. Zwar ist dieser Zustand keine eigenständige Krankheit, er kann jedoch verschiedene psychische oder psychosomatische Störungen nach sich ziehen.

Generell ist es die Aufgabe des Arbeitgebers oder Personalverantwortlichen, Maßnahmen zu ergreifen, um berufsbedingte Überlastung oder Erschöpfung zu verhindern. In der Praxis reduzieren sich die Lösungen jedoch oft auf mehr Pausen oder im Bestfall auf einen Ruhetag. Deshalb müssen viele Betroffene selbst entsprechende Schritte unternehmen, um ihre Situation zu verbessern. 

Obwohl es keine medizinische Diagnose ist, wird Burn-out – insbesondere Burnout am Arbeitsplatz – mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, die von Reizbarkeit bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen reichen.”

Catherine Zuckerman

Frau mit Burn-out
Chronische Erschöpfung zählt zu den wichtigsten Anzeichen für ein Burn-out.

Berufsbedingter Burn-out

Dauermüdigkeit, reduzierte Produktivität, Konzentrationsschwierigkeiten oder auch körperliche Symptome weisen auf ein Burn-out hin. Um ernste Folgen zu vermeiden, sind unbedingt entsprechende Maßnahmen erforderlich. Besonders jüngere Menschen greifen häufig zu drastischen Methoden wie einer Kündigung des Jobs. Doch es gibt auch andere Möglichkeit, mit Überlastung umzugehen und die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen.

Die Warnzeichen

Du fühlst dich ständig unter Zeitdruck, hast auch Schlafstörungen und bringst nicht die nötige Energie auf, um deinen Verpflichtungen nachzukommen. Außerdem hast du das Interesse an Freizeitaktivitäten verloren, die dir früher Spaß machten. Du fühlst dich zu erschöpft und völlig überfordert.

Du solltest bereits bei den ersten Warnzeichen etwas unternehmen. Wenn du ständig müde und gereizt bist, dich in einem depressiven Zustand befindest und das Gefühl hast, deinen Verantwortungen nicht gerecht werden zu können, ist es an der Zeit, Veränderungen vorzunehmen.

Frau mit Burn-out
Ein berufsbedingtes Burn-out hat starke Auswirkungen auf das Privatleben.

Was tun?

Sobald du erkannt hast, dass du ein Problem hast, musst du Entscheidungen treffen, um deine psychische und physische Gesundheit nicht zu gefährden. Wir empfehlen dir, Meditation und Sport zu praktizieren, auch wenn es dich einige Überwindungen kostet.

Wenn du fünf Minuten täglich meditierst, kannst du sichtbare Effekte erzielen. Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört Atemübungen durchführen und meditieren kannst. Einmal in der Woche ist ein guter Anfang, die tägliche Meditation ist jedoch ein erstrebenswertes Ziel, um von all den Vorteilen zu profitieren.

Sportliche Aktivitäten wirken sich bekanntlich ebenfalls sehr positiv auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. Auch hier reichen anfangs fünf Minuten täglich, wenn du nicht mehr Zeit hast.

Diese beiden 5-Minuten-Tipps sind sehr effektiv. Probiere sie aus, um dich selbst davon zu überzeugen. Baue Meditation und Sport in deine Routine ein – einige positive Effekte wirst du sofort spüren, andere erst nach ein paar Monaten. Vergiss nicht, die Wochenenden zu nutzen, um die Natur zu genießen und deinen Geist zu entspannen.

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  • Vaamonde, J. D. (2016). Apoyo organizacional e intenciones de renunciar al trabajo: el rol mediador de la inseguridad laboral. In VIII Congreso Internacional de Investigación y Práctica Profesional en Psicología XXIII Jornadas de Investigación XII Encuentro de Investigadores en Psicología del MERCOSUR. Facultad de Psicología-Universidad de Buenos Aires.

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