Bikram-Yoga: Merkmale und Vorteile

17. Januar 2019

Yoga ist eine uralte Praxis, die von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt durchgeführt wird. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, Yoga zu praktizieren, sodass es ideal ist, mehrere Varianten kennenzulernen, um sich bewusst entscheiden zu können, welche den eigenen Bedürfnissen am ehesten entspricht. Bikram-Yoga ist eine solche Alternative und vielleicht ist das, was unsere Aufmerksamkeit am ehesten auf sich zieht, dass der Ort, an dem Bikram-Yoga praktiziert wird, wärmer als 40 °C sein muss.

Heute ist diese Art von Yoga eine der gefragtesten Praktiken, um sich zu entspannen und gleichzeitig zu trainieren. Durch die Nutzung von Wärme ermöglicht sie eine größere Flexibilität bei der Bewegungsführung. Auf diese Weise ist es viel einfacher, zu üben, und es treten weniger Schmerzen bei der Einnahme verschiedener Körperhaltungen auf. Andererseits sprechen wir in Bezug auf die Schwierigkeit eben jener Haltungen von einem Zweig des Yoga, der durchaus eine gewisse Übung erfordert.

„Bikram-Yoga ist an die Temperaturen in Indien und die Vorteile der Gefäßerweiterung durch Wärme angepasst. Was wir versuchen, zu tun, ist, diese Bedingungen auch andernorts zu reproduzieren.“

Jonathan Martin

Wie ist Bikram-Yoga entstanden?

Diese Art von Yoga entstand dank Bikram Choudhury. Seine Motivation, eine intensivere Verbindung mit seinem Körper herzustellen, beruhte auf einem Unfall, und schließlich stellte er fest, dass genau diese Übungen, wenn sie in einer Umgebung durchgeführt wurden, in der die Temperatur hoch war, eine solche Kommunikation begünstigte. Auf diese Weise konnte er sich vollständig rehabilitieren und seine Schmerzen überwinden.

In der Folge umgab er sich mit Menschen, die das tun wollten, was er tat, Menschen, die, nachdem sie ähnliche Ergebnisse erzielten, die beste Propaganda für seine Methode und seine Ideen wurden.

Frau praktiziert Bikram-Yoga

So konzipierte Bikram Choudhury jene neue Technik, die im Yoga angewendet wird und westliches und östliches Wissen kombiniert. Ein typisches Programm dauert 90 Minuten und 26 Asanas, die in einem Raum mit hoher Temperatur nacheinander durchgeführt werden müssen. Sie sollten zudem mit Atemübungen kombiniert werden.

Jede der jeweiligen Asanas ist dazu bestimmt, eines der verschiedenen Systeme des Körpers ins Gleichgewicht zu bringen. Die Haltungen zeichnen sich insbesondere durch die Kombination von Balance-, Atem- und verschiedenen Dehnungsübungen auf einer Matte aus. Obwohl das nicht schwierig scheint, ist durchaus Kraft in Armen und Beinen erforderlich, um jede Asana optimal durchzuführen.

Wer Bikram-Yoga praktiziert, sollte bequeme, leichte Kleidung tragen, um sich wohlzufühlen und die Raumtemperatur besser zu tolerieren.

Was sind die Vorteile des Bikram-Yoga?

Elimination von Giftstoffen

Einer der bemerkenswertesten Vorteile des Bikram-Yoga ist die Ausscheidung von Giftstoffen. Gerade die Einwirkung hoher Temperaturen ermöglicht es dem Körper, Toxine über den Schweiß schneller loszuwerden.

Eine Studie mit dem Titel  Can POPs be substantially popped out through sweat?  (zu Deutsch: Können persistente organische Schadstoffe durch Schweiß ausgeschieden werden?), veröffentlicht im Journal Environment International, hat gezeigt, dass zahlreiche Giftstoffe aus dem Körper entfernt werden, wenn wir schwitzen. Und Menschen, die diese Disziplin praktizieren, produzieren durchschnittlich einen Liter Schweiß pro Sitzung.

Daher sollte der Körper vor Beginn des Unterrichts gut mit Flüssigkeit versorgt werden. Auch das Mitführen einer Flasche Wasser wird wärmstens empfohlen, um eine Dehydrierung zu vermeiden.

Flexibilität ohne Schmerz

Die hohe Umgebungstemperatur fördert auch die Muskelentspannung. Die Muskeln des Körpers werden besser durchblutet und aufgewärmt, was ihre Flexibilität erhöht. Weiterhin hilft die Hitze, Schmerzen zu lindern.

Keine Trainingsstufen

Bikram-Yoga kann von einem Anfänger oder einem Fortgeschrittenen praktiziert werden, aber es ist ideal, allmählich zu beginnen. Insbesondere der Hitzefaktor mag diejenigen überwältigen, die noch nie zuvor eine Yogastunde besucht haben, was ihre Leistung wahrscheinlich beeinträchtigt. Deshalb wird empfohlen, es langsam anzugehen – Asanas für Asanas.

Frauen praktizieren Bikram-Yoga

Bestehen Kontraindikationen?

Bikram-Yoga ist nicht für Schwangere oder Menschen mit Kreislauferkrankungen geeignet, die immer erst einen Arzt konsultieren sollten, bevor sie diese Disziplin ausüben. Denken wir daran, dass Hitze die Gefäße, durch die unser Blut zirkuliert, erweitert und somit den Blutdruck senkt.

Außerdem sollten wir mit zunehmendem Alter vorsichtiger werden, wenn wir uns hohen Temperaturen aussetzen wollen. Es gibt jedoch unzählige Menschen über 60 Jahre, die das ohne Nebenwirkungen tun – aber auch sie haben sich allmählich an das Bikram-Yoga herangetastet.

Schließlich sollte beachtet werden, dass, wenn wir akut krank sind, also mit Erkältung oder Fieber zu kämpfen haben, Bikram-Yoga nicht empfohlen wird.

Im Allgemeinen jedoch kann die Praxis des Bikram-Yoga wirklich vorteilhaft sein, um Spannungen abzubauen und den Geist zu beruhigen.