Beschuldige nicht den Stein, über den du stolperst – achte auf deinen Weg

· 27. Juni 2017

„Wenn du aufhörst, dem Stein, über den du stolperst, die Schuld zu geben, wirst du lernen, zu laufen.“

So drückte es die Poetin Sara Bueno aus. Findest du dich in diesem Zitat wieder? Vielleicht ist dir etwas passiert, dass dir immer noch andauernd durch den Kopf geht, als ob es gestern geschehen sei, und du weißt nicht, wie du diesem Teufelskreis entfliehen kannst. Vielleicht kommt es dir so vor, als ob dich alles um dich herum wieder und wieder dorthin zurückstößt.

Wenn die Dinge nicht gut für uns laufen, taucht der Schatten der Vorwürfe uns in Dunkelheit: Entweder beschuldigen wir uns selbst und tragen die Last der Konsequenzen oder wir beschuldigen andere Menschen oder die Situation an sich. Wir werden uns in diesem Artikel auf letzteres konzentrieren, aber es ist wichtig, im Kopf zu behalten, dass keine der beiden Vorgehensweisen es zulässt, dass wir etwas lernen und vorwärtskommen.

Die Schuld zu suchen bringt dich nicht weiter

Das Leben wird niemals so wohlwollend sein, wie wir es gern hätten. Es passieren immer Dinge, die uns unfair erscheinen, von denen wir denken, dass wir sie nicht verdienen oder die wir nicht erwartet haben. Es ist also leicht, zu verstehen, warum Schuld und Vorwürfe so häufig sind.

Fast alles Unglück der Welt findet seinen Ursprung in der Tendenz, jemand anderen zu beschuldigen.

Brian Tracy

Tatsächlich ist wohlbekannt, dass Menschen den Stein beschuldigen, der sie vom Weiterkommen abhält, wenn er ihnen den Pfad versperrt, oder die Person, die ihn dort hingelegt hat. Wir verschwenden unsere Zeit, um die Person ausfindig zu machen, die für den Stein verantwortlich ist, statt eine Möglichkeit zu suchen, ihn aus dem Weg zu räumen. Den Schuldigen zu suchen wird dir aber nicht weiterhelfen. Es wird den verursachten Schaden nicht beseitigen, es wird dich nur noch blinder für die Realität machen.

Es ist zwar simpler, aber nicht wirklich einfacher, jemanden oder etwas zu beschuldigen, als ein bisschen weiterzublicken und eine Lösung zu suchen und zu finden.

 

Konzentriere dich auf das Problem und gehe ihm auf den Grund

Auch wenn du denkst, dass wirklich jemand die Schuld trägt, zeigt dir derjenige trotzdem nicht, welchen Weg du nehmen musst, um nicht dort hängenzubleiben, wo du gerade bist. Die effektivste Art, aus der Situation zu lernen, liegt darin, zu hinterfragen, wie der Stein dort hingeraten ist.

Meiner Meinung nach ist es nicht wichtig, den Schuldigen für einen Fehler zu finden, sondern herauszufinden, was die Ursache für den Fehler war.

Akio Morita

Versuche, dich darauf zu konzentrieren, was dir passiert ist, und sei mutig genug, um deinem Schmerz auf den Grund zu gehen. So wirst du den Weg finden, ihn hinter dir zu lassen. Du bist stärker als dieser Stein und du hast in deinem Leben das Potenzial, viel stärker als jedes Hindernis zu sein, dass sich dir in den Weg stellt.

Solange du atmest, hast du noch Zeit

Lass es regnen, öffne die Augen und lass deinen Emotionen freien Lauf. Solange du atmest, hast du noch Zeit. Es ist nur ein weiterer Stein, eine weitere Erfahrung, ein weiterer Schritt des Lernens.

Hinfallen gehört zum Laufen dazu und manchmal weißt du, warum es passiert und manchmal nicht. Manchmal stürzen wir, weil wir etwas lernen mussten und das war vielleicht der einzige Weg, auf dem das geschehen konnte. Außerdem sind nicht alle Hindernisse negativ – manchmal können sie uns eine wichtige Lektion erteilen.

Es ist wichtig, darauf zu achten, was der Stein uns zu sagen hat, aber seine Last nicht zu lange mit uns herumzuschleppen, vor allem deshalb, weil so eine Kraftverschwendung unnötig ist. Man sagt, dass es den Dingen umso mehr Kraft schenkt, wenn wir sie zu bekämpfen versuchen, und du willst ja nicht, dass dein Leiden dauerhaft wird.

„Es ist nicht nötig, seine Gedanken mit dem Gewicht der Schuhe zu belasten.“

André Breton

Kurzgesagt, haben deine Schuhe schon so einiges erlebt, und die Wege, die du gegangen bist, haben Spuren auf den Sohlen hinterlassen, aber dein Herz hat für all das keinen Platz. Es braucht einen Filter, der wohltuende Dinge hindurchlässt, und alles, was nur Platz einnehmen, Energie verschwenden und Schaden verursachen würde, reflektiert.