Achtsamkeit für Arbeitssuchende

26. Mai 2019

Seit Jahrzehnten ist Arbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern ein ernstes Thema, für einen Großteil der Bevölkerung sogar die größte Sorge hinsichtlich der eigenen Zukunft. Die möglichen Konsequenzen der Arbeitslosigkeit führen dazu, dass sich Betroffene oft verletzlich und hilflos fühlen. Aus diesem Grund ist ihr Risiko erhöht, unter psychischen Problemen zu leiden. Diesbezüglich ist Achtsamkeit für Arbeitssuchende ein großartiges Mittel, um mit dem psychologischen Stress besser umzugehen, der ihre momentane Situation oft begleitet.

Achtsamkeit ist unter anderem wirksam, um die mit Arbeitslosigkeit einhergehende Entmutigung zu bekämpfen. Arbeitssuchende fühlen sich in der Tat manchmal so entmutigt, dass sie keinen Ausweg aus ihrer Situation sehen können. Einige der Probleme, die Achtsamkeit für Arbeitssuchende zu lösen versucht, sind:

  • Unsicherheit bezüglich der Befriedigung Grundbedürfnisse
  • Frustration über die Lebensqualität
  • Soziale Isolation
  • Art und Weise, wie Probleme konfrontiert werden

Unter Berücksichtigung der aktuellen Lebenssituation der Arbeitssuchenden ergeben sich aber durchaus Möglichkeiten, ihnen zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern.

Arbeitslosigkeit kann Stress verursachen - Achtsamkeit für Arbeitssuchende kann helfen, Stress zu lindern

Achtsamkeit für Arbeitssuchende

Ein erster, aber auch schwieriger Schritt, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen, ist, die Heimat zu verlassen, um Arbeit zu finden. Durch diesen Schritt kann sich das Wohlbefinden, die wirtschaftliche und soziale Situation des Arbeitssuchenden und seine Chance auf Selbstverwirklichung verbessern.

Allerdings ist es nicht einfach, die Heimat und das soziale Umfeld zu verlassen, um sich an einem völlig anderen Ort niederzulassen. Tatsächlich ist dies ein ziemlich schwieriger und anstrengender Prozess. Es ist allerdings meist eine gute Idee, einen Job außerhalb der Heimat zu suchen, da dieser Türen zum Erfolg und zu finanzieller Stabilität eröffnen kann.

Es ist jedoch auch wichtig, zu wissen, dass das Verlassen der gewohnten Umgebung die emotionale Stabilität zeitweise beeinträchtigen kann. Um trotz Gegenwind ein angemessenes emotionales Gleichgewicht zu erreichen, müssen wir angesichts von Anpassungsproblemen und mangelnder Unterstützung oder auch Zuneigung langsam aber sicher stärker werden. Andernfalls wirkt sich der Umzug höchstwahrscheinlich negativ auf unsere Arbeitsleistung, Zufriedenheit und damit Lebensqualität aus.

„Wenn dir etwas nicht gefällt, ändere es. Wenn du es nicht ändern kannst, ändere deine Einstellung.“

Maya Angelou

Arbeitssuchende, die nicht auswandern können oder wollen

Auf der anderen Seite gibt es natürliche viele Arbeitssuchende, die es sich nicht leisten können, auszuwandern, um ihr Leben neu zu organisieren. Diese Menschen sind oft in prekären Situationen. Infolgedessen kommen bei ihnen Gefühle der Verzweiflung, der Unsicherheit und der Frustration auf. Diese Emotionen können sehr leicht zu einem psychischen Ungleichgewicht führen. Dabei kann es sehr hilfreich sein, wenn diese Menschen Strategien erlernen, die eine neue Sichtweise auf das Leben fördern.

Wir Menschen neigen dazu, uns und unsere Zukunft über unsere Arbeit zu definieren. Wir sehen in unserer Karriere einen Weg, der uns hilft, den Gipfel des Erfolgs zu erreichen. In gewisser Weise ist unsere Arbeit dabei ein Zeichen der Identität, weil sie uns sozialen Status und positive Gefühle vermittelt. Sie erlaubt es uns, unsere Grundbedürfnisse zu sichern und uns weitere Wünsche zu erfüllen.

Da Arbeit so wichtig ist, kann Arbeitslosigkeit tendenziell zu sozialer Isolation und dem Gefühl von Unsicherheit und Selbsthass führen. Diese Emotionen untergraben und zerstören das Selbstwertgefühl und können gefährliche Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzustände provozieren. Abgesehen von diesen psychischen Störungen können negative Emotionen einen so starken Einfluss ausüben, dass Arbeitssuchende in einem ständigen Zustand der Anspannung leben.

Eine Frau meditiert

Warum eignet sich Achtsamkeit für Arbeitssuchende?

Achtsamkeit für Arbeitssuchende kann eingesetzt werden, um den negativen Gefühlen, die wir oben bereits erwähnt haben, zu begegnen. Diese Technik begünstigt das emotionale Gleichgewicht, die psychische Gesundheit und die Motivation, drei Säulen, die auf Arbeitssuche leicht wegbrechen können.

  • In erster Linie werden Medikamente nicht von Nutzen sein, wenn sich Betroffene nicht gleichzeitig auch in Psychotherapie befinden. Denn wir alle wissen, dass die psychische mit der physiologischen Gesundheit zusammenhängt. Eine Person zu behandeln, die momentan nicht daran denken kann, ihre Lage zu ändern, ist fast unmöglich. In diesem Fall dienen Medikamente nur als Anästhetika, was das Gegenteil von dem ist, was wir mit dieser Strategie versuchen wollen.
  • In Bezug auf die Psychotherapie wollen wir betonen, dass eine achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie besonders wirksam sein kann. Diese Form der Therapie wurde als Rückfallprävention bei Depressionen entwickelt. Ihr Hauptziel ist es, Menschen dabei zu helfen, unangemessene Gedanken und Gefühle zu erkennen, zu akzeptieren und konstruktiv darauf zu reagieren. Das erklärt, warum die Achtsamkeit für Arbeitssuchende sinnvoll sein kann.
  • Wenn es darum geht, den Lebensstil zu ändern, ist es wichtig, dass der Arbeitssuchende stark bleibt und nicht aufgibt. Um Erfolg zu haben, ist es ratsam, Meditation zu praktizieren, um Bewusstsein zu erlangen. Wir sollten Achtsamkeit für Arbeitssuchende schließlich nicht nur als Therapie, sondern als Lebensstil verstehen.

„Ich nehme jeden Tag mit einer positiven Einstellung an und bemühe mich, besser zu werden.“

Stefon DiggsGroße Steine im Weg

Große Steine auf dem Weg

In einem fernen Königreich ließ ein König den Weg zu seinem Schloss durch einen großen Felsen versperren, der auf den Weg gelegt wurde. Dann legte der König sich auf die Lauer, um zu sehen, ob jemand den Felsen zu entfernen versuchen würde.

Die reichsten Kaufleute des Königreichs gingen einfach um den Felsen herum, wenn sie auf Handelsreise waren. Andere Untertanen blieben eine Weile vor dem Felsen stehen und beschwerten sich, dass er ihnen Unannehmlichkeiten bereite. Sie beschuldigten den König, die Straßen nicht frei zu halten. Keiner der Untertanen hat jedoch etwas unternommen, um den Felsen zu bewegen.

Dann kam ein Bauer mit einer Ladung Gemüse zu der Stelle, an der der Felsen den Weg blockierte. Er legte sein Gemüse auf dem Boden ab und dachte erst einmal nach, was er tun könnte. Dann versuchte er, den Felsblock zu bewegen, indem er ihn mit einem Holzklotz, den er am Straßenrand fand, Zentimeter um Zentimeter zur Seite rollte. So gelang es ihm schließlich, ihn von der Straße zu bewegen.

Während er sein Gemüse vom Boden aufhob, fand er eine Tasche genau dort, wo der Stein gelegen war. Die Tasche enthielt eine Vielzahl an Goldmünzen und eine Botschaft des Königs, die besagte, dass das Gold eine Belohnung für die Person wäre, die den Weg freimachen würde.

Der Bauer lernte an diesem Tag etwas sehr Wichtiges: Jedes Hindernis ist eine Gelegenheit, die jetzige Situation zu verbessern.

„Je größer das Hindernis ist, desto größer ist der Ruhm, wenn man es überwindet.“

Molière